Brno - Brünn

Mähren, Februar 2023

Es war mal wieder Zeit nach 2018 die zweitgrößte Stadt Tschechiens zu besuchen und außer dem 10-Z Bunker wurde dabei auch die Kathedrale St. Peter und Paul (Katedrála svatých Petra a Pavla), Kirche Mariä Himmelfahrt (Kostel Nanebevzetí Panny Marie), St. Johanneskirche (Kostel svatých Janů) mit Loretokapelle (Loretánská kaple) besucht.

 Brno - Brünn, Februar 2023

Die Brünner Uhr (tschechisch Brněnský orloj) ist eine Skulptur in der mährischen Stadt Brünn. Sie wurde nach dem Entwurf der Künstler Oldřich Rujbr und Petr Kameník errichtet und im Jahre 2010 enthüllt. Die Form der Brünner Uhr stellt eine Patrone dar. Diese erinnert an die Belagerung Brünns durch schwedische Truppen im Jahre 1645.

Einzelne Teile an der Spitze des Objektes drehen sich in Intervallen von 1 Minute, 1 Stunde sowie 12 Stunden; das Uhrwerk ist eine Funkuhr, gesteuert mit einem Funksignal aus Frankfurt am Main. Jeden Tag um 11 Uhr Ortszeit wird aus einer Öffnung eine kleine Kugel ausgelassen. Diese Funktion steht auch der Namensgebung zu Grunde.

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Freiheitsplatz, Náměstí Svobody mit Pestsäule, Morový (Mariánský) Sloup
Ein Memento an die Pestepidemien in Brünn stellt die frühbarocke Pestsäule (morový sloup) aus dem Jahr 1689 dar. Auf dem Rundrost des Bronzebrunnens kann man Verse vom Brünner Dichter Jan Skácel lesen.

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Pestsäule - Mariensäule, Morový (Mariánský) Sloup

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Freiheitsplatz (Náměstí Svobody) - Der bedeutendste und lebhafteste Brünner Platz.
Der dreieckige Grundriss des Platzes wurde von den früheren Handelswegen und dem damaligen Bach oder besser gesagt der städtischen Kanalisation bestimmt. Die ersten Erwähnungen dieses Ortes, der früher auch als Unterer Markt (Dolní trh) oder Großer Platz (Velké náměstí) bezeichnet wurde, stammen aus dem 13. Jahrhundert. Heute ist er von mehreren bemerkenswerten Gebäuden umrahmt. Besonders interessant ist das Haus der Herren von Leipa (Dům pánů z Lipé) im Renaissancestil, dessen Fassade mythologische und biblische Szenen und Ornamente mit dem Motiv der Weinrebe schmücken.

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Nicht zu übersehen ist das Haus der Vier Bengel (U Čtyř mamlasů) aus dem Jahr 1902, ein Werk von Alois Prastorfer und Germano Wanderley, dessen Gewicht vier Riesen auf ihren Schultern tragen.

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Das Palais Klein (Kleinův palác) im Neurenaissancestil hat markante gusseiserne Erker, die auf das wichtigste Handelsprodukt der Familie Klein, den Besitzern einer Eisenhütte in Sobotín, verweisen.

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Haus der Herren von Leipa, Dům pánů z Lipé

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Leider ist die Dachbar (Terraza | bar s vyhlídkovou rozhlednou) wegen Wintersaison geschlossen.

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Altes Rathaus (Stará radnice) - eines der bemerkenswertesten historischen Gebäude im Zentrum.

Das Alte Rathaus dient heute vor allem kulturellen Zwecken. In seinen Räumen befinden sich eine Galerie, ein Informationszentrum und eine Dauerausstellung über die Geschichte dieses Gebäudes. In der Sommersaison können Sie den Kristallsaal, den Freskensaal und die Schatzkammer besuchen oder den 63 Meter hohen Turm besteigen, der einen imposanten Ausblick auf Brünn verspricht. Im Innenhof finden Konzerte, Festivals, Theatervorstellungen und Filmprojektionen statt.

Das Areal betritt man durch einen Bogengang, dessen Portal mit dem legendären krummen Türmchen das Werk des Bildhauers Anton Pilgram, eines Vertreters der Spätgotik, ist.

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Blick auf den Freiheitsplatz (Náměstí Svobody) vom Norden

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Kirche St. Jakob, Kostel sv. Jakuba - wegen Bauarbeiten geschlossen.
Die St.-Jakobs-Kirche (Kostel sv. Jakuba) auf dem Jakobs-Platz in Brünn ist der bedeutendste spätgotische Bau in der Stadt. Die mittelalterliche Stadtkirche ist bis heute Pfarrkirche der katholischen Innenstadtgemeinde.

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Kirche Mariä Himmelfahrt, Kostel Nanebevzetí Panny Marie

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Socha věnovaná páteru M. Středovi

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Die Jesuitenkirche Mariä Himmelfahrt befindet sich im Brünner Stadtteil Brno-střed auf dem Katastergebiet der Stadt Brünn. Es ist als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik geschützt.

Barockkanzel von 1743 mit Statue des hl. Salvátora an der Spitze ist reich mit Reliefs verziert. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich ein ähnlich gestalteter Mauerwerksbau, der eine Verlängerung für einen Altar mit einer gotischen Holzschnitzerei des gekreuzigten Christus bildet.

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Auf dem Hauptaltar befindet sich ein Gemälde der Himmelfahrt der Jungfrau Maria von 1735 von Felix Anton Scheffler und eine Kopie des Gemäldes der Jungfrau Maria aus der Basilika Unserer Lieben Frau vom Schnee in Rom. Der Überlieferung nach wurde es dem örtlichen College vom Generalorden von St. František Borgiáš.

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Nach dem Luftangriff im November 1944 wurde die Kirche einschließlich ihrer Ausstattung schwer beschädigt. Zwischen 1945 und 1952 wurde die Kirche wieder aufgebaut. 2015 wurde ein gemeinsames Projekt der Höheren Fachschule für Restaurierung und des Münchner Göring-Instituts gegründet, das die Wiederherstellung der Sakristei der Kirche zum Ziel hat. Dabei werden auch die Fresken und der Fußboden restauriert.

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Die Kirche Mariä Himmelfahrt in Brünn ist umgangssprachlich besser als "Jesuitenkirche" bekannt. Es befindet sich im Zentrum von Brünn, nur wenige Meter östlich der Kirche St. Jakub und ist eines der ersten Barockgebäude in Brünn. Der Bau der Jesuitenkirche begann 1578 und war Teil des Jesuitenkollegs, das Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen wurde. Die Jesuitenschlafsäle wurden einst durch ein schönes Barocktor betreten, das sich noch heute in der Kirche in der Beethovenstraße (Beethovenova) befindet.

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Rückseitige Ansicht der Kirche Mariä Himmelfahrt (Kostel Nanebevzetí Panny Marie) von der Mozartstraße (Mozartova).

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Janáček-Theater, NdB: Janáčkovo divadlo
Zum Zeitpunkt seiner Eröffnung war das Janáček-Theater das größte im Land. Mitte der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts gab es in der Tschechoslowakei kein größeres und technisch besser ausgestattetes Theatergebäude. Das Opern- und Ballett-Theater wurde auf der Grundlage eines Projekts des Architekten Jan Víšek in umfassender Weise mit dem Ziel entworfen, alle notwendigen künstlerischen, gesellschaftlichen und technischen Einrichtungen mit einzubeziehen. Neben der Bühne und dem als Amphitheater mit Logenkranz konzipierten Auditorium, gibt es hier Garderoben, Proberäume, Büros, Werkstätten und Lagerräume, aber auch ein Restaurant, ein Café und einen Theaterclub.

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Janáček-Theater, NdB: Janáčkovo divadlo

Die architektonische Gestaltung des Janáček-Theaters, der heutigen Opern- und Ballettbühne des Brünner Nationaltheaters, dauerte fast ein halbes Jahrhundert, und der endgültigen Umsetzung aus den Jahren 1960-1965 gingen sieben Architekturwettbewerbe voraus. Der Theaterbetrieb wurde am 2. Oktober 1965 mit der Oper „Das schlaue Füchslein" von Leoš Janáček feierlich eröffnet. Der ausgewogene, etwas monumentale Bau ist in den grünen Gürtel entlang der Ringstraße eingefügt und enthält neben allen notwendigen künstlerischen, gesellschaftlichen und technischen Einrichtungen auch eine Gaststätte, ein Café und einen Künstlerklub. In der Umgebung befinden sich einige Fontänen und auch verschiedene Skulpturen, darunter die Statuen des Komponisten Leoš Janáček (Stanislav Hanzl), der Brüder Mrštík (Vincenc Makovský) und der Mährische Adler (Olbram Zoubek). Die Platzierung des Janáček-Theaters und des nahen Mahen-Theaters am nordöstlichen Rand der Innenstadt hängt mit der umfangreichen städtebaulichen Umgestaltung Brünns seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zusammen. Eine moderne europäische Großstadt konnte hier nämlich erst nach 1852 entstehen, als Brünn auf Geheiß des Kaisers Franz Josef I. aufhörte, eine militärische Festungsstadt zu sein, und sich mithilfe des Abbaus der Stadtmauerreste und der mächtigen Barockbastionen von seiner mittelalterlichen Vergangenheit verabschieden konnte. Anhand des Regulationsplans aus den Jahren 1861-1863 des Wiener Architekten Ludwig Förster und des Städtebauers Johann Lorenz wurde nach Wiener Vorbild auch in Brünn eine breit angelegte Ringstraße mit Promenadenparks, repräsentativen öffentlichen Gebäuden und großzügig gestalteten Wohnhäusern im historisierenden Baustil zwischen dem historischen Stadtkern und den Vorstädten gebaut.

Der Bereich vor dem Theater wurde 2015 saniert und es entstand eine Entspannungszone mit einem einzigartigen Lichtbrunnen. Das Gebäude ist von interessanten Skulpturen umgeben, zum Beispiel der Statuengruppe der Brüder Mrštík von Vincenc Makovský oder dem Leoš-Janáček-Denkmal von Stanislav Hanzl.

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Denkmal für die Befreier - Памятник Освободителям am Mährischer Platz - Moravské náměstí

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Park Mährischer Platz - Park Moravské náměstí
Einer der größten Plätze in Brünn besteht aus mehreren Teilen. Einen dieser bildet der Platz vor der barocken St.-Thomas-Kirche (kostel sv. Tomáše), ein weiterer ist der Park, dem eine Rekonstruktion bevorsteht. Eine stark befahrene Straße mit Straßenbahnschienen trennt sie voneinander ab.

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St.-Thomas-Kirche (Kostel sv. Tomáše) - Ursprünglich eine spätgotische Klosterkirche der Augustiner.
Die Kirche wurde ab dem 14. Jahrhundert mit finanzieller Unterstützung der Luxemburger als Klosterkirche der Augustiner und Begräbniskirche der Luxemburger Markgrafen erbaut. Bei der Belagerung Brünns während des Dreißigjährigen Krieges wurde sie zwar von den Schweden beschädigt, aber noch im 17. Jahrhundert nach Plänen von Jan Křtitel Erna wieder aufgebaut. Dieser errichtete auf dem erweiterten gotischen Grundriss eine dreischiffige Barockkirche und zwischen den Strebepfeilern der Seitenschiffe eine Kapelle. Der Umbau begann 1661 und dauerte zehn Jahre. In den Jahren 1749–1752 erfolgte eine barocke Renovierung des Binnenchors nach dem Projekt von Moritz Grimm. Der Autor der Skulpturen in der Kirchenfassade von Erna ist Jan van der Furth. In dem Grabmal vor dem Hauptaltar, der das Werk des österreichischen Malers Franz Anton Maulbertsch ist, sind die Überreste des Markgrafen Jobst von Luxemburg beigesetzt.

Das ursprüngliche Augustinerkloster neben der St.-Thomas-Kirche, das ebenfalls im Barockstil umgebaut wurde, ist heute als Statthalterpalast (Místodržitelský palác) bekannt und Sitz der Mährischen Galerie Brünn (Moravská galerie Brno).

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Der Platz vor der Kirche mit dem angrenzenden ehemaligen Augustinerkloster, heute Sitz der Mährischen Galerie (Moravská galerie), ist voll von interessanten Installationen. Die neueste und wahrscheinlich auch die umstrittenste ist Rónas acht Meter hohes Reiterstandbild von Jošt Lucemburský, auch Tapferkeits-Statue genannt, die einen überraschenden Blick von unterhalb des Pferdebauchs verspricht. Auch die Statue der Gerechtigkeit (socha Spravedlnosti) von Marius Kotrba vor dem Obersten Verwaltungsgericht zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Das von den vier Tugenden Platons ausgehende Konzept ergänzen ein länglicher Brunnen, der die Besonnenheit darstellt und ein Bronzemodell des mittelalterlichen Brünns, das die Weisheit symbolisiert.

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Reiterstandbild des Markgrafen Jobst von Luxemburg - Socha markraběte Jošta Lucemburského

Das Reiterstandbild zu Ehren von Jošt Lucemburský (Jobst von Mähren) ist eine Allegorie der Tapferkeit und wurde 2015 auf dem Mährischen Platz (Moravské náměstí) installiert. Die 8 Meter hohe Dominante aus Bronze stellt einen Ritter in Rüstung dar, der auf einem Pferd mit ungewöhnlich langen Beinen sitzt. Dank dieser ist kein Sockel nötig und trotzdem ragt er in ungewohnter Höhe empor. Diese Lösung ermöglicht außerdem einen unmittelbaren Kontakt des Betrachters mit der Statue. Rónas Konzeption provozierte bereits zum Zeitpunkt der Vorbereitungen zahlreiche Einwände, z. B. aus dem Grund, dass Jobsts Vorzugseigenschaft nicht Tapferkeit, sondern Diplomatie war. Andere kritisieren, dass Pferde keine so langen Beine haben.

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Mährische Galerie - Statthalterpalast, Moravská galerie v Brně - Místodržitelský palác

Das zweitgrößte Kunstmuseum in der Tschechischen Republik. Die Geschichte der Mährischen Galerie in Brünn begann bereits 1818 mit der Gründung des Kaiser-Franz-Museums (Františkovo muzeum), zu dem auch von Anfang an eine Gemäldegalerie gehörte. Die Mährische Galerie ist außergewöhnlich in der Breite ihres Spektrums. Als einziges Kunstmuseum in Tschechien befasst sie sich äußerst umfassend mit der Kunstkultur. Sie arbeitet sowohl mit freier Kunst, als auch mit Fotografie, angewandter Kunst, grafischem Design und Architektur. Die Mährische Galerie in Brünn ist auch eine Forschungseinrichtung.

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Die Mährische Galerie in Brünn verwaltet 5 architektonisch bemerkenswerte Gebäude: das Prager Palais (Pražákův palác), das Kunstgewerbemuseum (Uměleckoprůmyslové muzeum), den Statthalterpalast (Místodržitelský palác) und die persönliche Villa von Dušan S. Jurkovič. Gemeinsam mit dem Wiener Museum für angewandte Kunst (MAK) verwaltet sie das Geburtshaus von Josef Hoffmann in Brtnice bei Jihlava.

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Die kleinste Figur der Stadt - Adam Čekač, soška

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Die Rote Kirche ist eine protestantische Kirche in Brünn in Tschechien. Sie wurde im norddeutschen neugotischen Baustil erbaut. Und sie ist geschlossen.

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Komenského náměstí

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Janáček Akademie der darstellenden Künste - Janáčkova akademie múzických umění

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Prager Palais - Palais Pražák - Moravská galerie v Brně - Pražákův palác

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Philharmonie Brünn – Vereinshaus (Filharmonie Brno – Besední dům)
Das Vereinshaus, in dem das Orchester siedelt, gehört zu den bedeutendsten Brünner Neurenaissance-Gebäuden im historischen Stadtzentrum. Es wurde 1870–1873 nach einem Entwurf des Architekten Theophil von Hansen erbaut. In der Vergangenheit waren hier tschechische Vereine untergebracht, zu den bedeutendsten zählte der Brünner Verein, dessen Chorleiter 12 Jahre lang Leoš Janáček war. Dieser wirkte auch als Pianist und vor allem als Dirigent großer Musikproduktionen auf Vereinsveranstaltungen.

Filharmonie Brno und die Bronzestatue Eva von Jan Stursa von 1909

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St. Johanneskirche - Kostel svatých Janů

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Die Kirche ist seit dem 13. Jahrhundert ein fester Bestandteil der Stadt Brünn, auch wenn sich ihre Gestalt über die Jahrhunderte mehrfach verändert hat, insbesondere nach dem Umbau im Barock unter der Leitung des Architekten Moritz Grimm. Sie ist einschiffig mit länglichem Altarraum, was bereits seit dem Mittelalter für die Bettelorden typisch ist, zu denen die Minoriten gehören. Diese sind darüberhinaus derjenige Orden, der in Brünn von allen am längsten, seit etwa 800 Jahren, ohne Unterbrechung an demselben Ort wirkt.

 Brno - Brünn, Februar 2023

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 Brno - Brünn, Februar 2023

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Loretokapelle - Loretánská kaple

 Brno - Brünn, Februar 2023

 Brno - Brünn, Februar 2023

 Brno - Brünn, Februar 2023

 Brno - Brünn, Februar 2023

 Brno - Brünn, Februar 2023

Die Loretokapelle, eine Kopie des Heiligen Hauses im italienischen Loreto, stammt ebenfalls von Grimm. Teil der Loretokapelle ist die Heilige Treppe, eine Kopie der Jerusalemer Treppe, die Jesus Christus zu Pilatus hinaufstieg.

 Brno - Brünn, Februar 2023

 Brno - Brünn, Februar 2023

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Park M.Jakszta

 Brno - Brünn, Februar 2023

Statue von Johannes von Nepomuk - Socha svatého Jana Nepomuckého

 Brno - Brünn, Februar 2023

 Brno - Brünn, Februar 2023

In der Mitte des Haupthofes steht ein Brunnen mit Allegorien der zwölf Monate (Měsíční kašna), gefertigt für die Ausstellung der zeitgenössischen Kultur der Tschechoslowakei 1928, mit welcher der Betrieb des Brünner Messegeländes eröffnet wurde. Das älteste Klostergebäude, ein gotischer Kreuzgang mit dem Paradieshof, wird für Ausstellungen genutzt. Die neue Klosterkirche St. Michael, in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts nach einem Entwurf von Jan Křtitel Erna erbaut, hat ein wertvolles Barockinnere; insbesondere die Kanzel vom Bildhauer Josef Winterhalder ist sehenswert. Unter der mit einigen Skulpturen geschmückten Terrasse befanden sich einst Fleisch- und Fischgeschäfte. Der Boden unter dem Platz verbirgt Kellerräume, die 1999 entdeckt wurden und an das ehemalige Münzmeisterhaus an der Ecke der Straßen Dominikánská, Mečová und Panská erinnern. Ein weiteres wertvolles Baudenkmal, die gotische, 1297 von König Wenzel II. gegründete Königskapelle, wurde 1908 bei einer großflächigen Stadtsanierung abgerissen.

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Die römisch-katholische St.-Michael-Kirche (Kostel sv. Michala) befindet sich direkt neben dem Neuen Rathaus (Nová radnice). Um 1228 schenkte der mährische Markgraf Přemysl die kleine Kirche des heiligen Michaels mit ihrer Umgebung dem Dominikanerorden für die Erbauung eines Klosters. Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche stark durch die schwedische Armee beschädigt. Ihre gegenwärtige barocke Gestalt ist das Werk des Brünner Baumeisters Jan Křtitel Erna. An der Südwand der Kirche in der Dominikánská-Straße befindet sich die Kapelle des Heiligen Grabes, erbaut nach dem Modell der Jerusalemkapelle im Inneren der Kirche des Heiligen Grabes.

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Neues Rathaus - Nová Radnice am Dominikanerplatz - Dominikánské námesti

Ein Blickfang über dem Dominikanerplatz ist das barocke Areal des Neuen Rathauses, wo der Primator und die kommunale Vertretung der Stadt Brünn ihren Sitz haben. Das Rathaus schließt sich an das ehemalige Dominikanerkloster an, das bereits im 13. Jahrhundert den Landesständen als Tagungsgebäude diente. Ende der 80er Jahre des 16. Jahrhunderts entstanden hier neue prachtvolle Säle - der Tagungs- und der Rittersaal mit reichen Fresken und einer Renaissanceaußentreppe. Mitte des 18. Jahrhunderts erhielt das Areal seine barocke Gestalt und 1935 wurde es den Zwecken der Stadtverwaltung angepasst. Im ersten Hof befindet sich eine Büste Karls des Älteren von Zierotin von Vincenc Makovský, und die Durchgänge der beiden Innenhöfe schmücken Portale einiger abgerissener Brünner Stadtpaläste.

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Freiheitsplatz - Náměstí Svobody
Bedeutend ist auch die funktionalistische Fassade der Komerční Bank vom Architekten Bohuslav Fuchs, die zu Zeiten ihrer Entstehung für große Aufregung sorgte. Auf ähnlich kontroverse Reaktionen stieß auch die leuchtende Fassade des Omega-Palais aus dem Jahr 2006 der Architekten Tomáš Pilař und Ladislav Kuba.

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Brünner Astronomische Uhr - Brněnský orloj
Das meist diskutierte ist die sog.  Zeitmaschine, ein Menhir aus schwarzem Granit, aus dem jeden Tag um elf Uhr eine Glaskugel herausfällt. Die unscheinbare Linie auf dem Boden des Platzes kopiert den Grundriss der nicht mehr existenten St.-Nikolaus-Kirche.

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Im Durchgang hängen zwei Andenken an bekannte Brünner Legenden – das Wagenrad und das Krokodil oder Brünner Drachen ( Brno Dragon, Brněnský drak). Der Innenhof mit seinen Renaissancearkaden aus dem Ende des 16. Jahrhunderts ist das Werk italienischer Baumeister, weitere Änderungen sind das Ergebnis von Umbauten im Frühbarockstil. Das Alte Rathaus diente seinem Zweck bis zum Jahr 1935, danach übersiedelten die Ämter in die Räumlichkeiten des Neuen Rathauses auf dem Dominikanerplatz (Dominikánské náměstí).

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Parnas-Brunnen (Kašna Parnas) am Kohlmarkt (Zelný trh)

 Brno - Brünn, Februar 2023

Dreifaltigkeitssäule (Sloup Nejsvětější Trojice) vor dem Theater 'Divadlo Husa na provázku'

 Brno - Brünn, Februar 2023

Parnas-Brunnen (Kašna Parnas) am Kohlmarkt (Zelný trh)

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Kirche der Auffindung des Hl. Kreuzes (Kostel Nalezení sv. Kříže) und Kapuzinergruft (Kapucínská hrobka) am Kapucínské námesti

Die Kapuziner kamen 1604 auf Einladung des Olmützer Bischofs František von Dietrichstein nach Brünn. Für ihr erstes Kloster wählten sie einen Ort in der östlichen Vorstadt, der „Vor dem Mönitzer Tor“ (Před Měnínskou bránou) genannt wurde. Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges während der Belagerung Brünns durch die Schweden verloren die Kapuziner ihr Kloster, weil der Militärkommandant der Stadt Raduit de Souches anordnete, alle Gebäude vor den Stadtmauern niederzureißen. Die Ordensbrüder fanden zunächst im Alten Rathaus (Stará radnice) Asyl und später in einem Bürgerhaus neben dem Bischofshof (Biskupský dvůr). Für ihr zweites Kloster wählten die Kapuziner einen Platz auf dem damaligen „Kohlemarkt“ (Uhelný trh).

Der Bau dauerte acht Jahre, begleitet von finanziellen und technischen Problemen. Die Kirche der Auffindung des Hl. Kreuzes (Kostel Nalezení sv. Kříže) wurde am 7. Mai 1656 geweiht. Bereits sechs Jahre später musste ihr Ziegelgewölbe aufgrund der schlecht gebauten Wände und dem instabilen Fundament abgetragen werden. Für fast weitere 100 Jahre ersetzte dieses eine flache Holzdecke. Während des 18. Jahrhunderts wurde das Areal intensiv renoviert. 1753 wurde die Kirche um die St.-Fidelis-Kapell (kaple sv. Fidela) erweitert und die Holzdecke durch ein Ziegelgewölbe ersetzt. Das Kloster vergrößerte sich um den sog. „Trenck-Flügel“ (Trenckovo křídlo) und 1764 wurde der Bau der Bibliothek in diesem Teil des Klosters fertiggestellt, die bis heute die originalen Barockmöbel enthält und eine Sammlung von etwa 8000 Bänden umfasst. Die Decke schmückt ein Fresko vom Maler Josef Stern. Die Krypta unter der Kirche diente als Begräbnisstätte für Ordensleute, Adlige und Wohltäter des Ordens. Die Gruft, in der die durch Luft mumifizierten menschlichen Überreste zu sehen sind, ist für die Öffentlichkeit zugänglich.

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Gedenkkreuz (Pamětní kříž)

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Nové sady am Nádražní

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Festung Spielberg (Hrad Špilberk)

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Obelisk im Pak Denisovy sady

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Šilingrovo náměstí in der Husova
Schillingerplatz ist einer der kleinsten und verkehrsreichsten Plätze in Brünn. Im Mittelalter wurde dieser Platz als Schweinemarkt (Svinský trh) bezeichnet. Aufgrund des Gestanks wurde später der Markt mit den Schweinen hinter die Stadtmauern verlegt und zwar hinter das Brünner Tor (Brněnská brána), das nachts abgeschlossen wurde. Aus Sicherheitsgründen konnte der Markt auch nur an bestimmten Tagen stattfinden, der strategisch wichtige Bereich vor dem Tor sollte so überschaubar wie möglich bleiben. Neben Viehhändlern hielten sich hier auch Dirnen auf, denen es verboten war, ihre Dienste innerhalb der Stadtmauern anzubieten.

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Die Burg Spielberg (Hrad Špilberk) wurde im 13. Jahrhundert von Přemysl Otakar II. zum Schutz des tschechischen Staates und der Stadt Brünn gegründet. Die Burg, auf der sich gelegentlich die mährischen Markgrafen aufhielten, verwandelte sich während des 17. und 18. Jahrhunderts in eine massive militärische Festung. Im Jahr 1783 wurde die Burg auf Beschluss des Kaisers Josef II. zu einem Zivilgefängnis für Schwerstverbrecher und bald auch für politische Gefangene aus den Ländern der gesamten Habsburger Monarchie. Zu jener Zeit hatte Spielberg den Ruf des härtesten Gefängnisses Europas und zu den bekanntesten Insassen gehörten die italienischen Carbonari, angeführt von dem Dichter Silvio Pellico. Auch der berühmte Räuber Václav Babinský war hier inhaftiert.

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Festung Spielberg (Hrad Špilberk)

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Abteikirche Mariä Himmelfahrt (Bazilika Nanebevzetí Panny Marie) am Mendlovo námesti

 Brno - Brünn, Februar 2023

Kathedrale St. Peter und Paul (Katedrála svatých Petra a Pavla)
Gotische katholische Kathedrale mit barockem Inneren und ungewöhnlichem Läuten der Mittagsglocken um 11 Uhr.

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Kathedrale St. Peter und Paul (Katedrála svatých Petra a Pavla) am Petrov

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The Cloud (Mrak) von Marek Jan Štěpán, 2021

Die Wolke, die sich seltsamerweise über der Terrasse des Museums für Angewandte Kunst verkeilt hat, mag einem Kunstobjekt ähneln, das auf die schönen Wolken in den Gemälden von Josef Šíma verweist. Ebenso kann es als Vordach gesehen werden, das den Außenbereich des Museums angenehmer macht und den zweiten Eingang betont. Beides trifft zu, da steuerbare RGB-Leuchten im Inneren der Wolke aufgehängt sind, um eine interne Beleuchtung zu ermöglichen. Zusätzlich zu den Lichteffekten kann die Cloud Geräusche abgeben, die eine Reaktion auf Umweltreize sein oder Teil einer bewusst komponierten audiovisuellen Show werden können. Dass die Cloud multimediale und utilitaristische Funktionen vereinen kann, liegt an dem Material, das ihre Oberfläche bildet. Es ist eine ETFE-Folie (kurz für Ethylen-Tetrafluorethylen), die sich durch ihre Festigkeit, Haltbarkeit und Beständigkeit gegen hohe und niedrige Temperaturen auszeichnet. Im Vergleich zu dem weiter verbreiteten Glas ist es haltbarer und flexibler, und da ETFE-Folien als eine Art aufblasbare Kissen verwendet werden, können sie in mehrere gekrümmte Ebenen geformt werden, ähnlich wie unsere Wolke.

Marek Jan Štěpán gründete 1997 zusammen mit seiner Frau Vanda das Atelier Štěpán. Große Aufmerksamkeit erregte er durch die Gestaltung mehrerer Sakralbauten.
Die St.-Wenzels-Kirche in Sazovice wurde in die Auswahl der zehn besten Gebäude der Welt durch das Magazin Azure aufgenommen. Die Brünner Kirche der Seligen Restituta in der Wohnsiedlung Lesná gehört zu den zehn besten Innenräumen der Welt. Die architektonische Arbeit von Ateliér Štěpán zeichnet sich durch ein sorgfältiges Lesen des Ortes, ein Verständnis für den Zweck des Gebäudes und den Versuch aus, ihn symbolisch sichtbar zu machen.


Projekt: 2015-2017, Entwurf: Marek Jan Štěpán
Mitarbeit: Zdeněk Hirnšal, Marin Kopecký, Jan Vodička, Vanda Štěpánová, Paul Elsner und Bader Shams Al-Deen

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Měsíční kašna - Brunnen mit Allegorien der zwölf Monate, gefertigt für die Ausstellung der zeitgenössischen Kultur der Tschechoslowakei 1928, mit welcher der Betrieb des Brünner Messegeländes eröffnet wurde.

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Innenhof mit Drahe im Neues Rathaus (Nová Radnice)

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Neues Rathaus in Brünn (Nová radnice v Brně)

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Neues Rathaus in Brünn (Nová radnice v Brně)
Ursprünglich Sitz der Landesregierung der mährischen Stände, wo in den Jahren 1585-1783 deren Gerichts- und Ratssitzungen stattfanden. Ab 1642 diente es auch als Gerichts- und Grundbuchamt sowie als höchstes mährisches Königsamt mit weitreichenden politischen und gerichtlichen Befugnissen. Das Neue Rathaus ist der Sitz der Stadtverwaltung Brünn.

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Stará radnice

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Hotel Grandezza am Zelný trh

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Brno Market (Tržnice Brno)

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Frog Fountain

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Mährisches Landesmuseum (Moravské zemské muzeum)
Barockes Gebäude mit Ausstellung zur mährischen Geschichte und Kultur von der Vorgeschichte bis zur Neuzeit.

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Bischofshof und Kathedrale St. Peter und Paul

Johann Gregor Mendel (1822-1884) ist ein Wissenschaftler, der Weltruf erlangte. Vom 21. Lebensjahr an bis zu seinem Tod arbeitete er in Brünn. Hier führte er seine Experimente mit Pflanzenhybriden durch und veröffentlichte seine Ergebnisse, die den Grundstein für die Genetik legten. Mendels Leben und Werk haben ihn nachhaltig inspiriert. Der Bischofshof war der Sitz der Landwirtschaftlichen Gesellschaft, wo Mendel 33 Jahre wirkte.

Zu Mendels Zeiten ersetzte die Landwirtschaftliche Gesellschaft (Ackerbaugesellschaft) die Rolle einer wissenschaftlichen Akademie in Mähren. Mendel war von 1851 bis zu seinem Lebensende Mitglied. Er war in deren naturkundlichen Abteilungen tätig und saß ab 1868 in ihrem Vorstand. 1817 gründete der Landwirtschaftsverein das Franz-Museum (heute Mährisches Landesmuseum); sie errichtete ein modernes staatliches Bildungssystem, organisierte natur- und sozialwissenschaftliche Forschung und bemühte sich um die Gründung einer Universität. 1861 wurde ihre naturkundliche Abteilung in die Gesellschaft für Naturforschung umgewandelt, wo Mendel 1865 die Ergebnisse seiner Versuche mit Pflanzenhybriden veröffentlichte.

Heute beherbergen die Räumlichkeiten der ehemaligen Landwirtschaftsgesellschaft das Mendelianum von das Mährische Landesmuseum, das sich seit 1962 der systematischen Forschung widmet von Mendels Leben und Werk und die Verbreitung seines wissenschaftlichen und kulturellen Erbes.

 Brno - Brünn, Februar 2023

Die St.-Peter-und-Paul-Kathedrale (tschechisch Katedrála sv. Petra a Pavla) ist die Domkirche des Bistums Brünn in der mährischen Stadt Brünn. Sie befindet sich auf dem Petrov-Hügel im Stadtzentrum, und ihre Silhouette dominiert gemeinsam mit der Festung Špilberk das Stadtbild.

 Brno - Brünn, Februar 2023

Der auf einem hohen Felssporn gebaute, weithin sichtbare Dom St. Peter und Paul steht an der Stelle einer kleinen romanischen Kirche. Die frühgotische Peterskirche entstand Anfang des 13. Jahrhunderts. Im Laufe der Zeit wurde sie erweitert, mehrmals umgebaut und hergerichtet und ihr Patrozinium auch auf den hl. Paul ausgeweitet. Seit 1777 wurde sie nach der Errichtung des Brünner Bistums zur Domkirche. An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wurde sie unter Beibehaltung eines Teils der ursprünglichen barocken Innenverzierung im neugotischen Stil umgestaltet. Zugänglich sind auch die romanische Krypta und ein Turm mit Aussichtsbalkon. Den Dom umgeben malerische barocke Domherrenhäuser, viele mit einem mittelalterlichen Kern, die in der Mehrzahl den Bedürfnissen des Bistums dienen. Eine der Besonderheiten von Petrov ist das Mittagsgeläut, das jeden Tag bereits um elf Uhr vom Dom erklingt. Es erinnert an die Zeit des Dreißigjährigen Krieges und das Jahr 1645, als Brünn als einzige Stadt in Mähren der schwedischen Belagerung standhielt.

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Den Sagen nach erklärte der schwedische General Torstenson nach dreieinhalbmonatiger Belagerung, dass er die Stadt spätestens bis Mittag eines bestimmten Tages erobert haben wolle, anderenfalls breche er die Belagerung ab. Der Kommandant der Verteidiger, Louis Raduit de Souches, benutzte sich damals einer List und ließ an jenem Tag Mittag eine Stunde früher läuten - und die schwedische Armee zog ab, ohne Brünn eingenommen zu haben. Vom Süden ist Petrov von Aussichtsterrassen und dem Denis-Stadtgarten umgeben - einem anmutigen Winkel mit einer Empire-Kolonnade und einem Marmorobelisken, der seit 1818 an die Beendigung der Napoleonischen Kriege erinnert. Es öffnet sich hier ein überraschender Ausblick auf Brünn und seine Umgebung; weit im Süden zeigt sich bei guter Sicht die typische Silhouette der Pollauer Berge (Pálava).

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Wenn das mal nicht wieder der hl. Nepomuk ist.

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St.-Peter-und-Paul-Kathedrale (Katedrála sv. Petra a Pavla) - Ein nicht zu übersehendes Wahrzeichen erhebt sich auf dem Petrov-Hügel.

 Brno - Brünn, Februar 2023

Die spätgotische Kapelle "Mariä Verkündigung“ wurde in der 1. Hälfte des 15. Jhdt. an der südlichen Seite des Presbyteriums angebaut. Der Eingangsbereich wird von einem dreifeldrigen Rippenkreuzgewölbe überdeckt. Ursprünglich war die Kapelle der Aufnahme Mariens in den Himmel geweiht, seit 1795 erinnert sie an Mariä Verkündigung.

Den Altar mit dem Stuckrelief schuf der berühmte Brünner Bildhauer Andreas Schweigl. Dargestellt ist der Erzengel Gabriel mit Maria, dem Mädchen aus Nazareth. Er sagt ihr, dass sie einen Sohn gebären wird, den Sohn Gottes. Ihre Zustimmung war entscheidend für die menschliche Heilsgeschichte. Der frühbarocke Tabernakel aus Ebenholz,
in Wien gefertigt im Jahre 1625, ist mit Goldornamenten verziert und war ein Geschenk des Wiener Bischofs, Philipp Friedrich Breiner. Ursprünglich befand er sich über dem Altar im Presbyterium. Nach der Erhöhung des
Brünner Doms zur Kathedrale bekam er seinen Platz in der Nebenkapelle. Die Orgel stammt aus dem Jahre 1891 und wurde von der Firma Rieger aus Krnov gebaut. Die Kapelle hat zwei Zugänge, sie kann von außen als auch vom Presbyterium aus betreten werden. Von dort kann man die Türme besteigen und in die Schatzkammer gelangen.

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Die erste dem Apostel Petrus geweihte Kirche an dieser Stelle wurde bereits um das Jahr 1180 von Markgraf Konrad Otto im romanischen Stil errichtet. Von diesem Bau ist noch die Krypta erhalten. 1296 wurde St. Peter zum Sitz des Kollegiatstifts von Brünn. Im 14. Jahrhundert, während der Herrschaft der Luxemburger, wurde die Kirche in eine dreischiffige gotische Basilika umgebaut. Um das Jahr 1500 wurde das Patrozinium der Kirche auf den Apostel Paulus ausgeweitet, und sie wurde in eine Hallenkirche umgewandelt.

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Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt Brünn 1643 und 1645 erfolglos von den Schweden belagert. Hierbei wurde die Kirche durch Kanonenfeuer stark beschädigt und brannte nieder. Die Türme stürzten ein. Zwischen 1651 und 1652 wurde die Kirche zunächst nur notdürftig hergestellt, 1743–1746 dann nach Plänen des Architekten Moritz Grimm umfangreich erneuert.

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Bis zur Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte die Kathedrale nur einen einzigen Turm, an ihrer nördlichen Seite. Dieser Turm wurde auf der spätgotischen Vorhalle aus dem Jahre 1500 gebaut und wegen seiner kleinen Höhe wurde „Propitá věž“ genannt. (Anmerkung: Propitá věž ist ein Wortspiel, das nicht ins Deutsche übersetzt werden kann. Es bedeutet ungefähr ,,Der Turm, bei dem man das Geld versoffen hat, das für den Bau gedacht war.")
Bei der Regotisierung wurde er niedriger gemacht, um mit den zwei Türmen nicht zu konkurrieren. Der Umbau der Kirche im neogotischen Stil verlief in zwei Phasen - am Ende des 19. Jahrhunderts wurden die inneren Räume umgestaltet - das Presbyterium und der Altar. In der zweiten Phase wurde die äußere Form der Kirche verändert. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde ein Wettbewerb für die Fertigstellung des Kirchenbaus ausgeschrieben, in dessen Rahmen insgesamt 42 Projekte bewertet wurden. Der Entwurf von August Kirstein hat gesiegt. Kirstein hat in seinem Projekt zwei Türme zwischen die Frontseite des Kreuzschiffes und das Presbyterium gestellt. Es ist ihm gelungen, das Presbyterium optisch zu verkürzen: Im Vergleich mit dem Kreuzschiff hat das Presbyterium viel zu lang ausgesehen.

Bei der Regotisierung wurde auch die westliche Front gebaut und auch die Fassaden wurden anders gestaltet - der Verputz wurde entfernt, die Fassaden wurden mit steinernem Mauerwerk verkleidet und reichlich mit verschiedenen steinernen Teilen verziehrt. Wenn man alle 124 Stufen nach oben steigt, hat man eine einzigartige Aussicht auf die ganze Stadt Brünn und ihre Umgebung. Vom Balkon des südlichen Turms aus sieht man den Hauptbahnhof und den südlichen Teil der Stadt. Bei guter Sicht kann man sogar das Hügelland Pálavské vrchy sehen. Der Durchgang in den zweiten Turm verläuft unter dem eisernen Dach der Kathedrale. Vom nördlichen Turm aus sieht man das Stadtzentrum mit der Festung Spilberk und mit anderen Brünner Kirchen. Auf dem Weg oben zur Aussicht kann man einen kurzen Halt in der Schatzkammer der Kathedrale machen. Sie wurde im Jahre 2005 eröffnet. Hier gibt es verschiedene wertvolle Gegenstände aus der Pfarrei, vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Es handelt sich vor allem um liturgische Gegenstände - zum Beispiel Kelche, Monstranzen oder Reliquare, liturgische Gewänder und andere interessante Dinge.

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1777 wurde St. Peter und Paul zur Bischofskirche des durch Papst Pius VI. neu gegründeten zweiten mährischen Bistums Brünn. Zu diesem Anlass wurde der Innenraum der Kirche im Barockstil neu gestaltet. Aus dieser Zeit stammt unter anderem die monumentale Kanzel.

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Zwischen 1889 und 1891 wurde die Kirche um ein neogotisches Presbyterium erweitert und ein neuer elf Meter hoher Altar hinzugefügt. Auch die Glasfenster mit Szenen aus dem Leben der Kirchenpatrone Petrus und Paulus stammen aus dieser Zeit. Die heute charakteristischen Türme wurden erst 1901–1909 durch den Wiener Architekten August Kirstein erbaut. Kirstein hatte sich mit seinem Entwurf gegen 41 Mitbewerber durchgesetzt.

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Die Geschichte dieses Ortes reicht bis ins 11. – 12. Jahrhundert zurück, als auf dem Petrov-Hügel eine romanische Kapelle erbaut wurde. Ende des 12. Jahrhunderts wurde hier eine Kirche mit Apsis und Krypta errichtet. Im 13. Jahrhundert kam es zu weiteren Umbauten zu einer romanischen Basilika, deren Überreste Anfang des 21. Jahrhunderts im Rahmen einer archäologischen Erforschung der Kathedrale entdeckt wurden und heute auch der Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Kirche wurde dann in frühgotischem Stil umgebaut und zur Probsteikirche und Kollegiatstift ernannt. Im Jahre 1777 wurde das Brünner Bistum gegründet und die Kirche auf dem Petrov-Hügel zur Kathedrale erhoben.

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Der Urheber des barocken Interieurs aus dem 18. Jahrhundert ist der Architekt Mořic Grimm. Der Hauptaltar in seiner heutigen Form stammt aus dem späten 19. Jahrhundert. Sehenswert ist auch die Kanzel namens „Kapistránka“, die sich an der linken Außenseite der Kirche befindet und an das Wirken des Franziskanermönchs Jan Kapistrán erinnert, der in der zweiten Hälfte des Jahres 1451 in Brünn predigte. Die Glocken der hiesigen Türme läuten um elf Uhr zu Mittag und gedenken so der Sage bezüglich einer List, die der General Raduit de Souches bei der Belagerung Brünns durch die schwedische Armee anwandte. Der Legende nach soll der schwedische General Torstenson erklärt haben, dass er die Belagerung abbrechen wird, falls er die Stadt nicht einnimmt, bevor die Mittagsglocken ertönen. Und so ließ de Souches eine Stunde früher zu Mittag läuten.

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Das Mittagsläuten findet in der Kathedrale nicht um 12 Uhr, sondern bereits eine Stunde früher um 11 Uhr statt. Der Legende nach hatten die Schweden versprochen, die Belagerung der Stadt am 15. August zur Mittagszeit abzubrechen. Im Verlauf der Schlacht entschieden die gewitzten Brünner daher, bereits um 11 Uhr zu läuten, und so zogen die Schweden unverrichteter Dinge ab.

 Brno - Brünn, Februar 2023

 Brno - Brünn, Februar 2023

DIE ANBETUNGSKAPELLE wurde im Jahre 2005 an der Stelle eingerichtet, wo einst im 16. Jhdt. ein spätgotischer Turm errichtet worden war. Die Steinelemente und as Netzgewölbe stammen aus der Werkstatt des Bildhauers Otmar Oliva aus Velehrad. Die Anbetungskapelle soll ein Ort der Stille und des Gebets vor dem eucharistischen Christus sein.

 Brno - Brünn, Februar 2023

 Brno - Brünn, Februar 2023

 Brno - Brünn, Februar 2023

 Brno - Brünn, Februar 2023

Glockenläuten in der St.-Peter -und-Paul-Kathedrale
Die Aufgabe der Glocken drückt ein altes lateinisches Sprichwort aus: "Den wahren Gott lobe ich. Ich rufe das Volk. Ich versammle den Klerus. Ich beweine die Toten. Die Seuche verjage ich. Die Feste ziere ich!" Glockenläuten kann in drei Gruppen eingeteilt werden, je nach dem Anlass oder nach dem Zweck. Erstens teilt das Läuten den Tag in drei Teile - Morgen, Mittag und Abend. In der christlichen Tradition sind diese Tageszeiten mit dem Gebet verbunden. Zu den Laudes werden die Glocken um sechs Uhr in der Früh geläutet.

Typisch für die Brünner Kathedrale ist, dass der Mittag schon um elf Uhr geläutet wird. Das erinnert an den Sieg der Stadtverteidiger über die schwedischen Truppen im Jahre 1645. Zu Mariä Himmelfahrt am 15. August 1645 versuchten die Schweden zum letzten Mal, die Stadt endlich zu erobern. Es wurde verabredet, dass sie abziehen, wenn sie es am Vormittag nicht schaffen. Die Verteidiger von Brno wussten aber davon, und weil der kluge Glöckner von der Kathedrale den Mittag eine Stunde früher läutete, hoben die Schweden die Belagerung um eine Stunde früher auf. Sonst wäre die Stadt wahrscheinlich erobert worden.

 Brno - Brünn, Februar 2023

Das abendliche Läuten erinnert an die Vesper. Neben diesem regelmäßigen Läuten kann noch das Läuten am Freitag um 15 Uhr erwähnt werden, das an Christi Tod am Kreuz erinnert. Zweitens ruft das Läuten die Gläubigen zusammen. Die Stimme der Glocken ruft die Christen zur Teilnahme am Gottesdienst. Es wird immer eine Viertelstunde vor dem Beginn der Messe geläutet.

Drittens: Glockenklang kann auch feierlich sein. Dieses Klingen hört man, wenn sich etwas Bedeutendes direkt in der Kathedrale oder in der Kirche ereignet. Dieses festliche Glocken- läuten eröffnet und schließt jeden Gottesdienst, der vom Bischof gelesen wird. Es gibt noch eine Zeitspanne, die nicht vergessen werden darf: Es ist die Zeit, in der die Glocken absichtlich verstummen. Am Abend des Gründonnerstag wird zum letzten Mal geläutet, dann schweigen die Glocken den ganzen Karfreitag und den ganzen Karsamstag. Umso fröhlicher ertönt dann das Glockengeläut am Morgen des Ostersonntag, dem Tag der Auferstehung Jesu Christi. Zu dieser Zeit sagt man,
die Glocken seien nach Rom geflogen. Heutzutage wird nicht mehr manuell geläutet, sondern die Glocken werden elektronisch aus der Sakristei betätigt.

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Die Glocken in der St.-Peter- und-Paul-Kathedrale
Die Glocken hatten ursprünglich die Form von flachen Metallplatten und hatten früher die verschiedensten Gestalten. Die heutige Kelchform, die ein Ergebnis einer langen Suche nach einem harmonisch Klang ist, stammt aus dem 13. Jahrhundert.

In den Türmen der Kathedrale hängen insgesamt fünf Glocken. Im südlichen Turm hängt die größte und älteste Glocke. Sie stammt aus dem Jahre 1649 von Jan Knauff aus Opava (Troppau). Diese Glocke wurde zweimal umgegossen - 1699 von dem Olmützer Glockengießer Pavel Reimer und dann 1852 von dem Brünner Adalbert Hiller. Diese Glocke wird "Bischofsglocke" genannt, sie ist 40 Zentner schwer und auf ihrer Flanke sind die Reliefs der Madonna mit Kind und der Heiligen Peter und Paul zu sehen. Ihr Läuten hört man vor und nach dem Gottesdienst, der vom Bischof gelesen wird.

 Brno - Brünn, Februar 2023

Vier kleinere Glocken befinden sich im nördlichen Turm. Die zwei älteren stammen aus dem Jahre 1658. Damals hat der Brünner Glockengießer David Jakub Streckfus die Glocke von Jan Knauff aus Ostrava (Troppau) umgegossen, denn deren Klang war nicht schön. Streckfus hat gleichzeitig auch eine neue Glocke gegossen und sie mit Reliefs der Heiligen Dreifaltigkeit, der Heiligen Peter und Paul und der Kalvarienberge verziert. Die umgegossene Glocke bekam dann Reliefs des heiligen Wenzel und Sebastian, der Heiligen Kyril und Method und der Jungfrau Maria. Die zwei kleineren Glocken sind wesentlich jünger, nämlich aus dem Jahre 1970. Sie wurden unter dem Bischof Dr. Karel Skoupý angeschafft und sind den heiligen Kyril und Method und dem Hl. Karl Borromäus geweiht.

 Brno - Brünn, Februar 2023

 Brno - Brünn, Februar 2023

 Brno - Brünn, Februar 2023

 Brno - Brünn, Februar 2023

 Brno - Brünn, Februar 2023

 Brno - Brünn, Februar 2023

Kapuzinerplatz (Kapucínské náměstí) - Ein kleiner Platz unweit des Hauptbahnhofs.
Von dem kleinen Platz im historischen Stadtkern hat man eine der schönsten Aussichten auf die Türme der St.-Peter-und-Paul-Kathedrale (katedrála sv. Petra a Pavla). Außer der Kathedrale ist von hier auch die Loggia des Bischofshofes (Biskupský dvůr) und die Statuengruppe des Merkurbrunnens (Merkurova kašna) aus den Jahren 1693–1699 von Ignác Jan Bendl zu sehen. Dank ihrer Fassade mit Terrasse und einer Reihe barocker Plastiken ist auch die Kirche der Auffindung des Heiligen Kreuzes (kostel Nalezení sv. Kříže) als Teil des Kapuzinerklosters (kapucínský klášter) nicht zu übersehen. In deren Untergrund befindet sich einer der berühmtesten Plätze Brünns, die barocke Kapuzinergruft (kapucínská krypta), die vom Architekten Mořic Grimm erbaut wurde. In dieser wurden die Mitglieder des Kapuzinerordens, seine Gönner und weitere bedeutende Persönlichkeiten beigesetzt.

 Brno - Brünn, Februar 2023

Denis-Gärten (Denisovy sady) - Ein Park mit herrlichem Ausblick auf Brünn und seine Umgebung.
Die Terrasse oberhalb der Denis-Gärten bietet einen Ausblick vom nordwestlich gelegenen Spielberg (Špilberk), über das alte Brünn, das nahegelegene Brünner Messegelände (Brněnské výstaviště) und die Bürokomplexe mit dem Wolkenkratzer AZ Tower bis nach Südosten, wo bei gutem Wetter sogar die Pollauer Berge (Pálava) zu sehen sind. Der Stadtpark, der ursprünglich „Františkov“ hieß, erstreckt sich am Hang des Petrov-Hügels zwischen dem Stadtzentrum und der Husova-Straße.

 Brno - Brünn, Februar 2023

In den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der Park dank des Cafés mit Tanzterrasse zu einem beliebten Ort. Seine heutige Gestalt verdankt er einer umfassenden Rekonstruktion im Jahr 2003. Auf der südöstlichen Seite steht ein Kreuz, das an den Papstbesuch Brünns im Jahr 2009 erinnert.

 Brno - Brünn, Februar 2023

 Brno - Brünn, Februar 2023

 Brno - Brünn, Februar 2023

Die Türme der Petrov-Kirche
Es gibt wohl niemanden, der sich das Brünner Panorama ohne die typische Silhouette der zwei Kathedraltürme vorstellen könnte. Die zwei schlanken Türme, beide 81 Meter hoch, sind ein Werk des österreichischen Architekten August Kirstein. Sie wurden in den Jahren 1904 und 1905 gebaut, von Bischof Huyn gesegnet und gehören seitdem untrennbar zu der Stadt.

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Adam Velíšek / Army (2013-2022) Serie von gegossenen Keramik-Hundefiguren
Adam Velíšek (*1990) ist einer der prominentesten Absolventen des Ateliers von Jan Hendrych sowie einer von Hendrychs engsten Mitarbeitern. Neben den Arbeiten seines ehemaligen Professors präsentiert er Army (2013-2022), eine Serie bestehend aus 66 identischen Hundefiguren. Mit ihrer radikalen Form und präzisen Modellierung bestätigen sie, dass Velíšek das Wissen seines Lehrers nutzt und in seinen Werken zu originellen Lösungen in Bezug auf Ausdruck und Inhalt gelangt. Die Gruppe hohler Hundetorsos bewegt sich unaufhaltsam durch den Weltraum und überschwemmt die Welt. Doch die Horde kopfloser Krieger hat weder einen Anführer noch eine feste Anordnung, wie sie der Künstler gerne ändert. Velíšeks Armee ist somit ein hirnloser, zahnloser Mob, dessen Stärke in seiner schieren Zahl und der unendlichen Variabilität seiner Zusammensetzung liegt.

Die Einheitlichkeit der Formen und der Hauch von Entpersönlichung, die Hauptmerkmale dieser Installation, machen Army zu einer sich selbst verschlingenden Falle. Die Authentizität eines Individuums, seine Würde und Verantwortung für sein Handeln wird erschüttert und in eine monotone Masse verwandelt. Velíšeks Armee wird so zu einem philosophischen „Bild“ einer lebendigen, fließenden Struktur, die nach den Prinzipien des Strukturalismus interpretiert werden kann, einer wissenschaftlichen Methode, die sich nicht auf die Teile konzentriert, die ein Ganzes bilden, sondern die Verbindung zwischen ihren Teilen untersucht und das eigentliche System, in dem diese Verbindung stattfindet.

 Brno - Brünn, Februar 2023

Nach der Auflösung des Gefängnisses im Jahr 1855 diente das Areal als Kaserne. In seiner früheren Funktion als Strafanstalt fungierte das Objekt während beider Weltkriege, als hier die Gegner des österreichischen Regimes bzw. tschechische Patrioten während der Besetzung durch die Nationalsozialisten gefangen gehalten wurden. Im Jahr 1962 wurde Spielberg zum nationalen Kulturdenkmal erklärt.

Auf der Südseite befinden sich auch ein Aussichtspavillon (Altánek) aus dem Jahr 1885 und ein Pétanque-Spielfeld.

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Neben den atemberaubenden Ausblicken, die sich einem von den Burgmauern auf die Stadt bieten, gibt es hier auch ein Kulturzentrum – auf dem Spielberg hat das Museum der Stadt Brünn (Muzeum města Brna) seinen Sitz, es finden hier zahlreiche Konzerte, Theateraufführungen und verschiedene Festivals statt.

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Auf dem Gelände befinden sich unter anderem auch ein aus fünfzehn Glocken bestehendes Glockenspiel, ein Aussichtspunkt im Eckturm der Burg und eine der Allerheiligsten Dreifaltigkeit geweihte, barocke Kapelle. Ein beliebtes Touristenziel sind auch die Kasematten, dunkle Gewölbegänge, die von einer Reihe romantischer und schauriger Mythen umwoben sind.

Jan-Skácel-Statue (socha Jana Skácela) von Jiří Sobotka - Skulptur des Brünner Dichters, Schriftstellers und Übersetzers.

Das überdimensionale Gesicht aus Stahlrohren ermöglicht es hindurch zu blicken und so symbolisch Alt-Brünn mit den Augen des Dichters zu betrachten. Den stilisierten Kopf von Jan Skácel bilden aneinander geschweißte, nahtlose Stahlrohre, der Sockel ist aus Vratza-Kalkstein. Das Gesicht, dessen Proportionen so konzipiert sind, dass sich die Augen des Dichters und des Betrachters auf gleicher Höhe befinden, ist Alt-Brünn zugewandt. Die hintere, halb geschlossene Seite kopiert die Gesichtszüge im Negativformat. Von einem bestimmten Blickwinkel aus kann man durch die Statue hindurch sehen und so symbolisch Alt-Brünn mit den Augen von Skácel betrachten. In den Sockel sind auf jeder der vier Seiten Schwerpunktthemen von Skácel gemeißelt, die sein Werk durchdringen: Kindheit, Stille, Landschaft und Tod. Auf dem Denkmal befindet sich auch ein QR-Code, mit dem der Betrachter auf eine Applikation mit der akustischen Version von Werken des Meisters und seinen biographischen Angaben zugreifen kann. Die Skulptur wurde 2016 enthüllt.

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Parkanlage

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Schillingplatz (Šilingrovo náměstí) vom Aussichtspunkt Husova - Denisovy sady
1937 und erneut 1946 wurde der Platz nach dem bedeutenden katholischen Brünner Politiker und Journalisten Tomáš Eduard Šilinger benannt.

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Burg Spielberg (Hrad Špilberk)
Die Burg Spielberg wurde im 13. Jahrhundert von Přemysl Otakar II. zum Schutz des tschechischen Staates und der Stadt Brünn gegründet. Die Burg, auf der sich gelegentlich die mährischen Markgrafen aufhielten, verwandelte sich während des 17. und 18. Jahrhunderts in eine massive militärische Festung. Im Jahr 1783 wurde die Burg auf Beschluss des Kaisers Josef II. zu einem Zivilgefängnis für Schwerstverbrecher und bald auch für politische Gefangene aus den Ländern der gesamten Habsburger Monarchie. Zu jener Zeit hatte Spielberg den Ruf des härtesten Gefängnisses Europas und zu den bekanntesten Insassen gehörten die italienischen Carbonari, angeführt von dem Dichter Silvio Pellico. Auch der berühmte Räuber Václav Babinský war hier inhaftiert.

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Zu Ehren des französischen Historikers Ernest Denis, der zur Entstehung der Tschechoslowakei beitrug, wurde 1919 der Park in Denis-Gärten umbenannt. Hier befinden sich eine Kolonnade mit einem Brunnen und ein Obelisk aus dem Jahr 1818, zum Gedenken an den Sieg über Napoleon.

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Brno Market (Tržnice Brno)

 Brno - Brünn, Februar 2023

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Krautmarkt (Zelný trh) - ein Platz mit einem Markt, einem Brunnen, einer Statuengruppe und zwei Theatern.

Der Krautmarkt ist seit jeher ein Ort, wo die Brünner Obst, Gemüse, Blumen u.Ä. kaufen können. Am unteren Teil das Platzes befindet sich der Eingang zum Labyrinth unter dem Krautmarkt, ein Komplex einzigartiger unterirdischer Gänge und Keller aus mittelalterlichen Zeiten. Den Platz dominiert der monumentale barocke Parnass-Brunnen (kašna Parnas) von Johann Bernhard Fischer von Erlach. Ein interessantes Objekt stellt auch die „Reduta“ dar, eines der ältesten Theatergebäude in Mitteleuropa. Vor diesem erhebt sich die Statue von Wolfgang Amadeus Mozart, die an ein Konzert des elfjährigen Wunderkindes im Jahr 1767 zu Weihnachten in eben diesem Theater erinnert. Oberhalb des Platzes befindet sich das von 1614 bis 1618 erbaute Palais Dietrichstein (Dietrichsteinský palác), in dem das Mährische Landesmuseum (Moravské zemské muzeum) seinen Sitz hat. Gleich daneben befinden sich zwei barocke Palais – das Haus der Äbte des Žďárer Klosters und das Palais der Familie Hausperský von Fanal (palác Hausperských z Fanalu), heute Sitz des Theaters „Husa na provázku“. Vor diesem befindet sich die beachtenswerte barocke Statuengruppe der Allerheiligsten Dreifaltigkeit aus dem Jahr 1729, ein Werk des Bildhauers Antonín Schweigl. Am oberen Teil des Platzes befindet sich auch ein Block aus vier Häusern im Stil der Gotik und Renaissance, der unter dem Namen „Malý Špalíček“ bekannt ist. Neu auf dem Krautmarkt ist eine Markthalle im rekonstruierten Gebäude des ehemaligen „Hauses der Lebensmittel“.

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Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag, kann sich gerne dieses Video antun: