Ferrara

Emilia-Romagna, Juni 2026

Ferrara ist eine Stadt in Norditalien in der östlichen Po-Ebene in der Region Emilia-Romagna und liegt am rechten Ufer des Po. Entstanden im frühen Mittelalter im Grenzgebiet zwischen Langobardenreich und byzantinischem Exarchat, entwickelte sich Ferrara im frühen Mittelalter zur Residenz der Familie Este und wurde Hauptstadt des gleichnamigen Herzogtums. Die Universität Ferrara, gegründet 1391, gehört zu den ältesten akademischen Einrichtungen Europas.

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Der Aquädukt von Ferrara (acquedotto di Ferrara oder serbatoio dell’acquedotto) ist ein Wasserturm in der italienischen Stadt Ferrara und befindet sich auf der Piazza XXIV Maggio. Der Bau wurde zwischen 1930 und 1932 von dem Ingenieur Carlo Savonuzzi entworfen. Das Aquädukt von Ferrara ist ein modernes Bauwerk, das gleichzeitig an Bauten aus der Renaissance erinnert. Das Gebäude besteht fast vollständig aus Stahlbeton und wirkt auf den ersten Blick recht imposant, liegt jedoch auf einem großen Platz, der von Grünflächen und hohen Bäumen umgeben ist.

Das Bauwerk ist etwa 37 Meter hoch und ruht auf einem annähernd kreisförmigen Sockel, der an antike Renaissance-Tempel erinnert. Die Basis bildet ein Erdwall, von dem zwei Treppen nach oben führen. Eine dieser Treppen führt zu einem eindrucksvollen Springbrunnen. Auf dem zwölfeckigen, mit Trachyt verkleideten Sockel erheben sich zwölf 12 Meter hohe Säulen, die das große Speicherbecken mit einem Fassungsvermögen von 2.500 m³ tragen. Das Bauwerk wird von einer großen Stufenkuppel abgeschlossen.

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Das Bersaglieri-Denkmal (Monumento ai Bersaglieri) befindet sich auf der Piazza XXIV Maggio, inmitten der Gärten des imposanten Aquädukts. Die Bersaglieri waren eine Militäreinheit, deren Mitglieder Freiwillige aus Ferrara waren. Sie kämpften am 8. Mai 1848 in der ersten Schlacht um die Unabhängigkeit.

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Porta Paola zeigt sich als eines der schönsten Eingangstore der Stadt Ferrara. Erbaut wurde es nach einem Entwurf des Architekten Giovanni Barista Aleotti 1612 zu Ehren des regierenden Papstes Paul V. Eine Namensänerung verfügten die Franzosen 1798. Infolge Veränderungen im Stadtgebiet wich ein Teil der Stadtmauer an den Flanken und so sehen wir die Porta Paola freistehend. Porta Reno blickt stadteinwärts auf die Piazza del Travaglio, die sich am Besuchstag als Großbaustelle präsentierte.

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Die wirtschaftliche Entwicklung Ferraras zeigt sich in einer antiken Gasse, bestehend aus Bögen und Übergängen. Eine der beeindruckendsten und ältesten Gassen Ferraras ist die Via delle Volte, eine mittelalterliche Straße, welche die Lagerhallen mit den Handwerksläden verband. Die Bögen (Italienisch: “volte”), die der Gasse ihren Namen verleiht, dienten als Verbindung zwischen Wohnung und Arbeitsplatz. Heutzutage ist es eine Art städtisches Denkmal, das fast intakt ist.

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Piazza Trento - Trieste mit Torre dell'Orologio, Volto del Cavallo und Loggia dei Merciai

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Piazza Savonarola mit dem Monumento a Girolamo Savonarola vor dem Castello Estense
Die Statue von Girolamo Savonarola ist ein Werk von Stefano Galletti (Cento, 1832 - Rom, 1905) aus dem Jahr 1875.

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Rotonda Foschini beim Teatro Claudio Abbado (Teatro Comunale di Ferrara)

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Monumento a Giuseppe Garibaldi
In jeder Stadt zu sehen, in Ferrara in einen kleinen Park an der Viale Carvour, das Denkmal des Nationalhelden Giuseppe Garibaldi. Auf einen Obelisken befindet sich seine Büste. Davor wird auf einen Steinblock lehnend der Sterbende Garibaldi mit einen Lorbeerkranz dargestellt. Für die Elemente wurde Bronze verwendet.

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Chiesa di Santo Stefano Protomartire
EXISTIERTE IM 11. JAHRHUNDERT, WIEDERAUFBAU IM 16. JAHRHUNDERT.
PORTAL AUS DEM 16. JAHRHUNDERT, FRÜHER DER KIRCHE SANTA SILVESTRO.
CORPUS VON SANTA LEONE II, BISCHOF VON VOGHENTINO.
MALER: SCARSELLINO, G. PAROLINI, AVANZI GANDOLFI, PAGANINI, COZZA (ATTRIB.)

Die Fassade zeichnet sich durch eine vertikale Dreiteilung aus, die der Tradition mittelalterlicher Kirchen in Ferrara folgt: ein zentraler Rundbogen und zwei flankierende Bögen. Besonders bemerkenswert ist die kunstvolle Verwendung von dekorativem Terrakotta. Im Mittelteil befindet sich eine Renaissance-Rosette mit dem radialen Christusmonogramm, umgeben von zwölf Terrakotta-Medaillons, die die Apostel darstellen. Extrem interessant sind die beiden Terrakotta-Medaillons in den seitlichen Fassadenfeldern mit den Büsten der Jungfrau Maria (links) und des Heiligen Stephanus (rechts). Unterhalb der zentralen Rosette wurde Ende des 19. Jahrhunderts ein Rundfenster eingebaut, um den Innenraum in der Dämmerung zu erhellen. Alle Fenster bestehen aus Alabasterpaneelen in besonders warmen Farben, nicht aus Glas oder Buntglas.

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Chiesa Parrocchiale di Santo Stefano
Die Kirche Santo Stefano oder San Stefano Protomartire gehört zu den ältesten Kirchen in Ferrara, Italien. Sie befindet sich an der Piazetta Sant'Etienne, wenige Blocks westlich der Kathedrale von Ferrara.

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Die Kirche Santo Stefano ist eine der ältesten Kirchen Ferraras. Sie wurde vor dem Jahr 1000 in der jungen Stadt erbaut, die sich linear am linken Ufer des Po ausbreitete. Sie stand an einer der wichtigsten Wasserstraßen der Stadt, der heutigen Piazza Saint-Étienne. Nach einem Einsturz wurde der Glockenturm 1275 in seiner heutigen Form wiederaufgebaut. Vermutlich wurden bei dieser Gelegenheit die Wände der Kapelle am Fuße des Turms mit Fresken aus dem Leben des Heiligen Maurelius (Mitpatron der Stadt neben dem Heiligen Georg) verziert.
Die Kirche wurde beim Erdbeben von 1570 so schwer beschädigt, dass sie wiederaufgebaut und um drei Schiffe erweitert wurde.

1825 wurde das Marmorportal der zerstörten Kirche San Silvestro an der Fassade angebracht. Im 20. Jahrhundert wurde die Kirche mehrfach restauriert. Im September 1944 wurde Ferrara von einem schweren Bombenangriff getroffen, der die Kirche schwer beschädigte. Die Restaurierungsarbeiten wurden 1947 abgeschlossen, und das Gebäude wurde wieder für Gottesdienste geöffnet. Die Fresken wurden vermutlich im Zuge weiterer Restaurierungsarbeiten Anfang 1949 entdeckt.

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Die um das Jahr 960 gegründete Kirche wurde mehrfach umgebaut. Der 1100 errichtete Glockenturm stürzte 1275 beinahe ein. Das Erdbeben von 1570 richtete großen Schaden an. Das heutige Bauwerk verdankt seine Struktur Biagio Rossetti. 1657 wurde die Kirche der Kongregation des Oratoriums San Filippo Neri übergeben. 1796 wurde die Kongregation aufgelöst. Bombenangriffe im Jahr 1944 beschädigten die Deckenfresken (1882) von Francesco Ferrari schwer. Das Portal der Kirche gehörte einst zur Kirche San Silvestro. Im Inneren befinden sich Altarbilder und Werke von Giacomo Parolini, Ippolito Scarsella, Carlo Bononi, Gaetano Gandolfi, Paganini, Giuseppe Avanzi und Antonio Randa.

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GIUSEPPE AVANZI: Das Martyrium des Heiligen Laurentius (Öl auf Leinwand, 17. Jahrhundert)

Gemälde, A. Randa zugeschrieben: Der heilige Franz von Sales billigt die Regeln der heiligen Johanna von Chantal (Öl auf Leinwand, 17. Jahrhundert)

GIACOMO PAROLINI: Der heilige Leo der Große, der heilige Antonius von Padua, der heilige Franz von Paola (1689 – Öl auf Leinwand)

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Im Oval: Unsere Liebe Frau von der Gnade, von einem unbekannten Künstler aus dem 15./16. Jahrhundert
Die Heiligen Johannes und Paulus (Öl auf Leinwand von Ippolito Scarsella, genannt Lo Scarsellino – 16. Jahrhundert)

MALER AUS FERRARA (17. JAHRHUNDERT): Die Madonna legt das Kind in die Arme der heiligen Katharina Vegri
(Bemaltes Holz, 17. Jahrhundert)

Kreuz (Bemaltes Holz, von einem unbekannten Künstler aus Ferrara aus dem 17. Jahrhundert)

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Fachbereich Wirtschaftswissenschaften und Management der ​​Universität Ferrara (Dipartimento di Economia e Management - Università degli Studi di Ferrara)

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Chiesa di Santa Maria della Pietà o Chiesa dei Teatini
Die Kirche der Theatiner (Teatini), auch bekannt als Santa Maria della Pietà, ist eine römisch-katholische Kirche und ein Kloster im Barockstil am Corso della Giovecca im Zentrum von Ferrara in der Region Emilia-Romagna, Italien.

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Die Theatiner (auch Regularkleriker genannt) sind ihr offizieller Name; sie wurden am 14. September 1524 in der Kirche gegründet. Der heilige Cajetan Thiene gilt als ihr Gründer und Vater; Gian Piero Carafa, Bonifacio de Colli und Paolo Consiglieri sind ihre Mitbegründer. Carafa war Thienes wichtigster Mitarbeiter; ihm verdankt der Orden seine Anerkennung, seine Entstehung, seine anfängliche Entwicklung und den Beinamen „Theatiner“.
Carafa, Bischof von Chieti und somit ein Theatiner, später Kardinal und Papst (Paul IV.), ein Prälat von herausragendem Ansehen und anerkannter kirchlicher Heiligkeit, gab den Jüngern des heiligen Cajetan auch den Beinamen weiter, den sie ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts annahmen, da sie sich mit der carafischen Bedeutung des Namens identifizieren wollten: „fähige und heilige Geistliche“.

Die Theatiner-Regularien sind der erste Orden der katholischen Reformation. Mit der Heiligkeit ihres kirchlichen Lebens und dem Eifer ihres heiligen Dienstes tragen sie zur Erneuerung der Kirche bei. Alle kirchlichen Dienste im Dienst des Volkes Gottes gehören zur Sendung der Theatiner, Ausdruck und Verwirklichung ihres Charismas als „Ordenspriester“ nach dem Vorbild von Thiene und Carafa. Über sie wurde geschrieben: „… alle frommen Werke … gehen durch ihre Hände, sie sorgen für alle und dürsten nach dem Heil der Seelen.“ Getreu dem evangelischen Auftrag: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit“, haben sie von der Gründung des Instituts bis heute – fast fünf Jahrhunderte lang – der Kirche in allen Bereichen, in denen das Reich Gottes aufgebaut und das Heil vollbracht wird, spezialisierte Dienste geleistet.

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Bummelzug am Castello Estense

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Chiesa del Gesù - Jesuitenkirche
ARCHITEKT ALBERTO SCHIATTI ODER GIOVANNI TRISTAN
KÜNSTLER: BASTAROLO, G. CRESPI, GHEDINI, PAROLINI
MAZZONI: TRAUER UM DEN TOTEN CHRISTI
MAUSOLEUM DER BARBARA VON ÖSTERREICH, 16. Jahrhundert

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Die Chiesa del Gesù ist eine römisch-katholische Pfarrkirche in der oberitalienischen Stadt Ferrara in der Emilia-Romagna. Sie befindet sich in der Via Borgo dei Leoni 56. Sie wurde 1570 nach einem Entwurf von Alberto Schiatti oder Giovanni Tristano für die Jesuiten gebaut.

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Hinter dem barocken Hochaltar aus Marmor befindet sich das Grabdenkmal der 1572 verstorbenen Herzogin Barbara von Österreich, Ehefrau von Alfonso II. d’Este. Das Werk wurde zwanzig Jahre nach ihrem Tod fertiggestellt und wird Francesco Casella nach einem Entwurf des Hofantiquars und Humanisten Pirro Ligorio zugeschrieben. In der Kirche befinden sich auch Arbeiten des Barockmalers Giacomo Parolini.

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Links vom Eingang steht die Skulpturengruppe aus polychromer Terrakotta aus dem 15. Jahrhundert von Guido Mazzoni, welche die Klage über den toten Christus darstellt und sich ursprünglich in der Kirche Santa Maria della Rosa befand (durch Bombenangriffe während des Zweiten Weltkriegs beschädigt und dann in den fünfziger Jahren abgerissen). Das Werk von Mazzoni, das im Ferrara-Dialekt auch unter dem Namen Pianzun d’la Rosa bekannt ist, wurde nach der Ferraraer Renaissance-Ausstellung 1933 an seinen heutigen Standort verlegt, der als prestigeträchtiger angesehen wurde.

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Monumento a Ludovico Ariosto am Piazza Ariostea
Das Denkmal für Ludovico Ariosto in Ferrara, im Zentrum der Piazza Ariostea gelegen, wurde 1833 zum Gedenken an Ludovico Ariosto errichtet. Die Statue des Dichters ruht auf einer Säule aus der Renaissance, die im Laufe der Jahrhunderte auch andere Kunstwerke beherbergte.

Ludovico Ariosto (deutsch Ariost; 1474 - 1533) war ein italienischer Humanist, Militär, Höfling und Autor. Sein Hauptwerk, das Versepos Orlando furioso („Der rasende Roland“), gilt als einer der wichtigsten Texte der italienischen Literatur und wurde in ganz Europa rezipiert.

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Der Palazzo dei Diamanti (deutsch: Palast der Diamanten) ist ein Museumsgebäude in der Provinzhauptstadt Ferrara in der Region Emilia-Romagna in Oberitalien, das eine wichtige, vorwiegend aus Werken ferraresischer Maler bestehende Gemäldegalerie beherbergt. Das von Biagio Rossetti entworfene Gebäude verdankt seinen Namen der architektonisch eigenwilligen Gestaltung seiner Marmor-Fassade, die auf Anordnung des Bauherrn Ercole I. aus 12.600 Marmorblöcken zusammengesetzt wurde, deren Stirnseiten nicht flach sind, sondern pyramidenförmig und die deshalb an geschliffene Diamanten erinnern. Ein geschliffener Diamant war das Wahrzeichen Ercoles I., das er auch in seinem Wappen verwendete. Der Frührenaissancebau wurde 1492 begonnen und 1567 mit dem Kreuzgesims vollendet.

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Parrocchia San Benedetto Abate
TEMPIO DI S. BENEDETTO (TEMPEL DES HL. BENEDIKT)
ENTWURF VON BIAGIO ROSSETTI, GRUNDLAGE 3. JULI 1496
GEWEIHT 23. MÄRZ 1563, ZERSTÖRT 1944
WIEDERAUFBAU UND GEWEIHT 21. MÄRZ 1954
KÜNSTLER: LUDOVICO SETTEVECCHIE, 16. JAHRHUNDERT (KUPPEL- UND DECKENMALEREI)
GIOVANNI ANTONIO DA CHIAVENNA (SÄULENVERZIERUNG)
GLOCKENTURM, 1621–46
ARCHITEKT: GIOVANIO BATTISTA ALEOTTI

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Die Kirche wurde zwischen 1496 und 1553 von den Benediktinern erbaut, die Pomposa aufgrund der Malaria verlassen hatten. Sie wurde 1563 geweiht. Der Glockenturm wurde später, im Jahr 1621, errichtet. Während der Cisalpinen Republik diente das Gebäude als Kaserne und Stallungen und wurde 1812 nach einer Restaurierung, die durch den Verkauf der aufgehobenen Kirchen San Romano, San Pietro und Ognissanti finanziert wurde, wieder für Gottesdienste geöffnet. Das später erbaute Kloster wurde den Salesianern anvertraut, die dort 1912 ein dem Heiligen Karl geweihtes Kolleg gründeten.

1944 wurde die Kirche durch britische Bombenangriffe (28. Januar und 5. Juni) schwer beschädigt. Sie wurde unter Berücksichtigung des Originalentwurfs vollständig wiederaufgebaut und am 20. Mai 1954 von Bischof Ruggero Bovelli, dem Bischof von Ferrara, geweiht. Am folgenden Tag wurde die Kirche mit einer feierlichen Messe, zelebriert von Kardinal Alfredo Ildefonso Schuster und in Anwesenheit des Staatssekretärs für öffentliche Arbeiten, Emilio Colombo, wiedereröffnet.

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Hochaltar und Bronzekruzifix - Geweiht am 19. März 1954.
Nach der Zerstörung im Krieg 1944 enthält der Heilige Stein die Reliquien von: Hl. Johannes Bosco, Hl. Benedikt, Hl. Georg, Hl. Johannes Savio und Hl. Maria Goretti. Großes Kruzifix, eine Kopie eines Werkes von Tacca aus dem 17. Jahrhundert, hergestellt 1954 von der Firma Tesconi aus Pietrasanta.

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Gebet zu Maria, Hilfe der Christen, von Johannes Bosco
O Maria, Hilfe der Christen, gesegnete Mutter des Erlösers, deine Hilfe für die Christen ist unermesslich.
Durch dich wurden die Irrlehren besiegt und die Kirche ging aus jeder Bedrohung siegreich hervor.
Durch dich wurden Familien und Einzelne befreit und sogar vor schwerstem Unglück bewahrt.
Gib, o Maria, dass mein Vertrauen in dich stets lebendig sei, damit auch ich in jeder Not erfahren darf,
dass du wahrlich die Hilfe der Armen, der Schutz der Verfolgten, die Heilung der Kranken, der Trost der Betrübten, die Zuflucht der Sünder und die Beharrlichkeit der Gerechten bist. Amen.

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Altar des Hl. Josef, erschaffen 1975
Entwurf: Architekt Enrico Alessandri, Skulptur eines unbekannten Künstlers
Fenster links: Hl. Johanna von Orléans; Fenster rechts: Hl. Klara

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Altar des Heiligen Antonius von Padua
Geweiht am 12. Juni 1959, gestiftet von Familie Rizzo. Entwurf: Architekt Enrico Alessandri
Errichtet von der Firma Pasini aus Portomaggiore
Fenster links: Hl. Agnes; Fenster rechts: Hl. Cäcilia

Altarbild mit hölzernem Basrelief der Heiligenfigur, gefertigt von der Firma Augusto Runggaldier aus St. Ulrich.
Geweiht am 12. Juni 1959, gestiftet von Familie Rizzo.
Entwurf: Architekt Enrico Alessandri; Errichtet von der Firma Pasini aus Portomaggiore

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Taufbecken
Bronzestatuette des Heiligen Johannes des Täufers, von einem unbekannten Künstler. Hergestellt 1955.

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Altar des Hl. Johannes Bosco
Entworfen vom Architekten Enrico Alessandri. Hergestellt von der Firma Pasini in Portomaggiore.
Geweiht am 17. November 1960.
Fenster links: Schöpfungsgeschichte Tage 1–3; Fenster rechts: Schöpfungsgeschichte Tage 4–7

Das Altarbild wurde 1960 von P. G. Crida aus Biella auf Leinwand gemalt. Es zeigt den „Hl. Johannes Bosco mit Kindern, betend vor der Madonna“. Signiert und datiert „P. G. Crida 1960“. Paolo Giovanni Crida, geboren 1886 in Graglia und gestorben 1967 in Turin, war Student an der Accademia Albertina und eng mit der salesianisch-piemontesischen Kirche verbunden. Er schuf mehrere Gemälde in der Kirche Santa Maria Ausiliatrice in Turin, von denen er eines in Ferrara auf dieser Leinwand reproduzierte.

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In den Jahren 1999/2000 wurde das neue Salesianer-Oratorium errichtet und der Glockenturm vollständig restauriert. 2001 wurde eine Orgel aus der Herz-Jesu-Kirche in Bologna installiert. Am 15. Juni 2007 brach in der zentralen Apsis der Kirche ein Großbrand aus, vermutlich durch Brandstiftung verursacht, der das Kircheninnere schwer beschädigte. Betroffen waren die Tragkonstruktion, die technischen Anlagen, die Orgel und die Kunstwerke. Ein Großteil der Kirchenausstattung ging verloren.

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Centro Storico Ferrara ist das historische Zentrum von Ferrara
Vom Piazza Trento e Trieste blickt man auf Torre dei Ribelli, Torre dell'Orologio, Torre della Vittoria vom Palazzo Ducale und Loggia dei Merciai

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BASILICA DI S. FRANCESCO
ENTWORFEN VON BIAGIO ROSSETTI – ERÖFFNET IM JAHR 1508
KÜNSTLER: BONONI, BONFANTI, GAROFALO, GHEDINI, MONA SCARSELLINO, COZZA, NASELLI, DOMENICHINI PAROLINI, A. BOLDINI
MAUSOLEUM VON GHIRON FRANCESCO VILLA (17. JAHRHUNDERT) SARKOPHAG AUS RAVENNA (5. JAHRHUNDERT)

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Basilica di San Francesco Apsis: WALNUSSHOLZCHOR, Werk der Meister Lamberto und Nicolò di Fiandra (1570–80).
Die Apsis wird vom Triptychon von Domenico Mona aus Ferrara (1550–1602), einem Schüler Bastarolos, dominiert.
Links: Kreuzabnahme (1580). Mitte: Himmelfahrt (1583). Rechts: Auferstehung (1580).
Die fünf Tafeln am unteren Rand des Triptychons mit den Heiligen Augustinus, Antonius, Franziskus, Bonaventura und Ludwig von Anjou stammen von Nicolò Roselli (1568–69).

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San Francesco ist eine spätrenaissancezeitliche, römisch-katholische Basilica minor in der Via Terranuova in Ferrara, Emilia-Romagna, Italien. An dieser Stelle wurde bereits 1232 eine kleine Franziskanerkirche mit Kloster errichtet; bald darauf begann man jedoch mit dem Bau einer größeren Kirche. Der heutige, gotische Grundriss, der zwischen 1341 und 1344 entstand, wird den Meistern Armanno, Taddeo und Falconetto da Fontana zugeschrieben. In den folgenden Jahrhunderten wurden Kapellen hinzugefügt. Während des von Ercole I. d’Este geförderten Erkulischen Anbaus wurde die Kirche vom Architekten Biagio Rossetti im Renaissancestil umgebaut. 1570 zerstörte ein Erdbeben das Dach und einen Teil der Fassade, was den heutigen Wiederaufbau erforderlich machte. 1957 erhob Papst Pius XII. die Kirche zur Basilica minor. Das Erdbeben von 2012 führte zur Schließung der Basilika.

Im 20. Jahrhundert wurde ein Großteil der Kunstwerke in die Pinakothek von Ferrara verbracht und durch Kopien ersetzt. Zu den erhaltenen Werken gehört das Fresko der Gefangennahme Christi (1524) von Garofalo in der ersten Kapelle links. Die Kirche beherbergt noch immer das barocke Kenotaph des Marchese Ghiron Francesco Villa, eines Condottiere aus Ferrara, der 1668 die venezianischen Truppen bei der unglückseligen Verteidigung Candias gegen die Osmanen anführte. Das Denkmal umfasst eine Statue des Marchese von Emanuel Tesauro und Basreliefs, die seine Taten als Feldherr darstellen.

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Auf dem Altar: Statue der Unbefleckten Empfängnis von Angelo Piò, entstanden 1767.
Rechts: Madonna mit Kind und die Heiligen Karl Borromäus, Antonio, Bernhardin und Maurelien von Francesco Parolini aus Ferrara (1789).
Links: Madonna mit Kind und die Heilige Katharina Vigri von Giovanni Battista Cozza (1676–1742).

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Unsere Liebe Frau von der Gnade (13. Jahrhundert), Altes byzantinisches Bildnis.
Auf dem Altar befindet sich ein wertvoller, mit Halbedelsteinen eingelegter Tabernakel, der 1636 von Kardinal Bonifacio Bevilacqua aus Rom gesandt wurde.
Links: Leinwandbild mit dem seligen Antonio Conini vom Maler Giuseppe Alemanni aus Ferrara (18. Jahrhundert).
Rechts: Leinwandbild mit dem heiligen Hieronymus von einem anonymen Künstler des 18. Jahrhunderts.

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Im linken Querschiff befindet sich die moderne, große Orgel, erbaut von den Bolognesern Quintino und Cesare Rasori. Sie stand ursprünglich in den Jahren 1860/61 über dem alten Chor.

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Basilika Santa Maria in Vado - Heiligtum des Wunders vom Blut Jesu am 28. März 1171
Gegründet vor dem 10. Jahrhundert; Renoviert von Biagio Rossetti (1495); Restauriert 1829–1835
Künstler: Bastianino, Bononi, Cromer, Ferreri, Filippi, Ghedini, Mona, Panetti Roy

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Santa Maria in Vado ist eine Kirche in der Via Borgovado 3 in Ferrara, Region Emilia-Romagna, Italien. Die Kirche verdankt ihren Namen einer nahegelegenen Furt (im Dialekt „vado“). An diesem Ort wurde bereits im 10. Jahrhundert eine Kirche erwähnt. Ostern 1171 ereignete sich jedoch ein eucharistisches Wunder: Während der Wandlung spritzte Blut aus der Hostie. Dies machte die Kirche zu einem Wallfahrtsort. Dieses Wunder, das die Transsubstantiation zu bestätigen scheint, ähnelt den späteren Ereignissen in Raffaels Gemälde „Die Messe von Bolsena“. Der Wiederaufbau begann 1495 unter der Schirmherrschaft von Ercole de’ Roberti nach Entwürfen von Biagio Rossetti. Die Kirche beherbergt Gemälde von Carlo Bononi, Camillo Filippi, Prospero Fontana, Giuseppe Antonio Ghedini und Domenico Mona.

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Die heutige Basilika wurde ab 1494 im Auftrag von Herzog Ercole I. d’Este erbaut. Das Projekt wurde dem Hofarchitekten Biagio Rossetti, dem bedeutenden Stadtplaner Ferraras, anvertraut, der vom Baumeister Bartolomeo Tristano unterstützt wurde. Beide nutzten Zeichnungen von Ercole de’ Roberti. Das Kircheninnere ist reich an Gemälden der wichtigsten Künstler Ferraras aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Die „Verkündigung“ im großen zentralen Altarbild stammt von Camillo Filippi, während die „Taufe Christi“ in der Taufkapelle von Sebastiano Filippi, genannt Bastianino, um 1575 gemalt wurde. In der Sakristei befinden sich unter anderem Werke von Bononi und Scarsellino, und das Gewölbe der Apsis ziert die „Allegorie der aufgehenden Kirche“ von Gabriele Bonaccioli, genannt Gabrielletto.

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Orgel der Santa Maria in Vado

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Alessandro Balbi - Heiligtum ca. 1594
Seit jenem fernen Jahr 1171 pilgern unzählige Gläubige aus aller Welt zur Kapelle des Wunders – vom einfachen Gläubigen bis hin zu illustren Persönlichkeiten wie Papst Clemens VIII. (1598), dem seligen Pius IX. (1857) und dem heiligen Johannes Paul II. (22. September 1990). Letzterer verweilte hier im Gebet, fast so, als schöpfte er aus dem Blut Christi jenen lebendigen Glauben, den er später in seinen Ansprachen an die Bürger zum Ausdruck brachte.

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Kuppel der Vierung der Santa Maria in Vado

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Das eucharistische Wunder ereignete sich in der alten Kirche Santa Maria Anteriore, später in vado (Furt) genannt: Es war der 28. März 1171, Ostersonntag. Während der Feier der feierlichen Messe, die Prior Pietro da Verona vor der gesamten versammelten Gemeinde zelebrierte, spritzten Blutstropfen aus der konsekrierten Hostie und erreichten das kleine Gewölbe über dem Altar. Es war eine Zeit großer religiöser Auseinandersetzungen, und das Ereignis wurde als eindeutige Widerlegung der Häresie der Katharer und Patariner begrüßt, die die Realpräsenz Christi in Brot und Wein der Eucharistie leugneten. Unter den historischen Dokumenten, die sich auf das Wunder beziehen, ist der Bericht des walisischen Reisenden Giraldo Cambrensis in der „Gemma ecclesiastica“ (1197) erwähnenswert.

Gewölbe und Kapelle des eucharistischen Wunders

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DIE GESCHICHTE DES WUNDERS
Am Ostersonntag, dem 28. März 1171, verwandelte sich in der Kirche Santa Maria in Vado während der feierlichen Eucharistiefeier unter dem Vorsitz von Prior Pietro da Verona und assistiert von Pater Bono, Pater Leonardo und Pater Aimone, beim Brechen des Brotes die konsekrierte Hostie in Fleisch, und ein starker Blutstrom ergoss sich und färbte das kleine, niedrige Gewölbe über dem Altar. Als die Nachricht sich rasch in der ganzen Stadt verbreitete, eilten der damalige Erzbischof Amato und sein Amtskollege in Ravenna, Gherardo, zum Ort des Geschehens. Nach Befragung der Augenzeugen erklärten sie, es handele sich um das wahre und wundersame Blut unseres Herrn.

Das angebliche Wunder wird auch in anderen Quellen erwähnt: 1197 verfasste Giraldo Cambrensis die Gemma Ecclesiastica, in der er das Ereignis beschrieb. Papst Eugen IV. schrieb in einer päpstlichen Bulle vom 30. März 1442, dass die Kirche Santa Maria in Vado „geehrt werden müsse, weil dort Leib und Blut Christi während der Messe sichtbar erschienen seien“. Papst Benedikt XIV. erinnerte in „De servorum Dei bea-tificatione et beatorum canonizatione“ an diese Begebenheit. Zu den illustren Pilgern zählten die Päpste Alexander III. (1177), Urban III. (1187), Eugen IV. (1438), Clemens VIII. (1598), Pius IX. (1857) und Johannes Paul II. am 20. September 1990.

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Im rechten Seitenschiff ist die „Byzantinische Madonna“, auch bekannt als „Madonna von Konstantinopel“, von besonderem Interesse. Diese „Mutter Gottes der Passion“ wird dem Ikonenmaler Andrea Rizo (15. Jahrhundert) zugeschrieben und erinnert an den ursprünglichen Standort des Sakralgewölbes in der kleinen, bereits der Verkündigung geweihten Kirche, die im 7. Jahrhundert um ein verehrtes Marienbildnis nahe einer Furt des Po (Ferrauolo) erbaut wurde.

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Die Decke des Mittelschiffs ziert eine wertvolle „Darstellung Mariens im Tempel“ von Giulio Cromer sowie Gemälde von Carlo Bononi, darunter das Tondo mit der „Krönung Mariens“ im Zentrum des Querschiffs und die Oktagone, die die Ereignisse des eucharistischen Wunders im Querschiff darstellen. Bononi malte außerdem „Die Erhöhung des Namens Gottes“, ein Ölgemälde auf Gips in der Apsis, und mehrere Gemälde im Presbyterium, ebenso wie Werke von Domenico Mona.

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PALAZZO DUCALE ESTENSE (JETZT RATHAUS), 13.–20. Jahrhundert
MONUMENTALES TREPPENHAUS, ERBAUT 1481

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Castello Estense - Imposantes Wasserschloss aus dem 14. Jh. mit Kapelle, Gefängnis, Museum und prachtvollen Privatgemächern.

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Corso Martiri della Libertà Palazzo Ducale und Torre dell'Orologio

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Torre dell'Orologio am Piazza Trento - Trieste

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Kirche San Romano, das Kathedralmuseum Ferrara (Museo della Cattedrale) am Piazza Trento e Trieste

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Piazza Trento e Trieste mit Torre della Vittoria am Palazzo Ducale und Loggia dei Merciai an der Kathedrale von Ferrara (Duomo di San Giorgio)

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Castello Estense

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Der Uhrenturm Torre dell'Orologio an der Piazza Trento-Trieste. Sein jetziges Aussehen geht auf einer Restauration im Jahre 1603 zurück. Es war ein Auftragswerk des Architekten Gian Battista Aleotti. 1864 erhielt der Turm eine Uhr mit Leuchtzifferblatt.

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Die Kathedrale von Ferrara (Duomo di San Giorgio) aus dem 12. Jh. mit verzierter, 3-stöckiger Marmorfassade, barockem Interieur sowie Museum (gegenüber), ist zugleich der Bischofssitz und ein monumentales Gebäude in der Altstadt. Die Fassade zeigt Elemente der Renaissance und des Barock auf. Ansonsten ist das Gebäude, bis auf den Campanile, eher schlicht. Im Kirchenraum finden sich viele Kunstwerke aus allen Epochen. Der Zugang ist barrierefrei und kostenlos. Leider war sowohl der Turm, als auch die Vorderseite am Besuchstag verhüllt.

 Ferrara - Emilia-Romagna, Juni 2026

Die 1135 erbaute und gegen Ende des 13. Jahrhunderts mit Marmor verzierte Kathedrale ist eine perfekte Mischung aus romanischer und gotischer Architektur. Die Fassade begann im unteren Bereich im romanischen Stil mit ihren Rundbögen und wurde im oberen Bereich gotisch vollendet. Vor dem Hauptportal befindet sich eine Vorhalle aus dem 12. Jahrhundert mit Basreliefs, die den „Heiligen Georg im Kampf mit dem Drachen“ und Szenen aus dem Neuen Testament darstellen und von Nikolaus stammen. Die Seite der Kathedrale zum Piazza Trento Trieste wird von zwei Loggien mit Skulpturensäulen und der Loggia dei Merciai, einem seit dem Mittelalter von Geschäften genutzten Portikus, geziert. Von dort gelangt man zum Renaissance-Glockenturm aus weißem und rosafarbenem Marmor, der Leon Battista Alberti zugeschrieben wird.

Die nahegelegene Apsis, erbaut von Biagio Rossetti, ist mit dem bemerkenswerten Fresko des „Jüngsten Gerichts“ geschmückt, einem Meisterwerk aus Bastianinos Spätwerk. Das Innere wurde im 18. Jahrhundert vollständig umgestaltet. Die nahegelegene Kirche San Romano beherbergt das sehenswerte Dommuseum mit seinen historischen Sammlungen.

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Die Kathedrale liegt im Stadtzentrum in unmittelbarer Nähe des Palazzo Comunale, also des Rathauses. Auch das berühmte Castello Estense ist nicht weit entfernt. Die Kathedrale ist durch eine überdachte Passage mit dem Palast des Erzbischofs verbunden. Die romanisch-gotische Kathedrale wurde als Bestandteil des historischen Stadtkerns von Ferrara von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.

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Das barocke Innere ist dreischiffig mit einem dreiteiligen Querschiff. Der 1728 geweihte Hauptaltar steht im Zentrum. Er ist ein Werk von Celio Tirini, einem venezianischen Bildhauer, der in Ravenna lebte. Er verwendete dafür Marmor von Gebäuden in Ravenna, vorwiegend aus den Ruinen des Palastes von König Theoderich. Links vom Altar befindet sich das Grab von Papst Urban III. (gestorben 1187 in Ferrara), rechts die Büste von Papst Clemens XI.

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Die letzte Kapelle des linken Seitenschiffs ist die Baptisteriumskapelle. Sie ist im neugotischen Stil erbaut und stammt aus dem späten 19. Jahrhundert. Im Inneren befindet sich das Taufbecken, das aus einem einzigen Marmorblock mit acht Seiten gefertigt und kürzlich Nikolaus zugeschrieben wurde.

KAPELLE DES HEILIGEN SAKRAMENTS

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In den Seitenkapellen befinden sich außerdem die „Thronende Madonna mit Heiligen“ von Garofalo, die „Krönung Mariens mit Heiligen“ von Francesco Francia und die „Madonna in Glorie mit den Heiligen Barbara und Katharina“ von Bastianino (16. Jahrhundert). Letzterer malte zwischen 1577 und 1581 auch das Fresko des Jüngsten Gerichts in der Apsis über dem Chor, inspiriert von Michelangelos Fresko in der Sixtinischen Kapelle.

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Die Kathedrale wurde im romanischen Stil begonnen, aber im Lauf der Zeit kamen Formen der Gotik und schließlich der Renaissance hinzu. Wie für die italienische Architektur nicht unüblich, verschwand die Verwendung von Rundbögen in der gotischen Epoche nicht ganz. An der von sichtbarem Backstein geprägten Südfassade gibt es eine wohl frühgotische Galerie aus Rundbögen mit gotisch spitzen Überfangbögen und darüber unter der Traufe eine Zwerggalerie aus Werkstein mit filigran gestalteten Säulen und Bögen mit runder Innenkontur und Kielbögen als Außenkontur.

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Der 1728 geweihte Hauptaltar ist ein Werk von Celio Tirini, einem venezianischen Bildhauer, der in Ravenna lebte.

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Westfront Cattedrale di San Giorgio

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Die Colonna di Borso d’Este ist ein würdevolles und symbolträchtiges Monument, das Ferraras Aufstieg zu Macht und Ansehen während der Renaissance widerspiegelt. Die Säule, die prominent im historischen Zentrum steht, wird von einer Statue von Borso d’Este gekrönt, der ruhig auf die Stadt blickt, zu deren Umgestaltung er maßgeblich beigetragen hat.

Borso d’Este (1413–1471) war einer der einflussreichsten Herrscher Ferraras und eine zentrale Figur im goldenen Zeitalter der Stadt. 1471 wurde er Herzog von Ferrara und erhob die Stadt damit erstmals in den Rang eines Herzogtums – eine enorme politische Leistung, die den Status der Stadt unter den italienischen Staaten deutlich erhöhte. Bereits seit 1452 war er Herzog von Modena und Reggio, ein Titel, der ihm vom Kaiser Friedrich III. verliehen worden war.

Die Statue von Herzog Borso d’Este befindet sich auf dem Volto del Cavallo, einem Säulengang des Rathauses. Das heutige Werk, geschaffen von Giacomo Zilocchi im Jahr 1927, ist eine Kopie einer Originalstatue aus dem Jahr 1451, die während der französischen Besatzung im Jahr 1796 zerstört wurde.

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Piazza del Municipio mit Comune di Ferrara - Palazzo Municipale

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Castello Estense

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Castello Estense

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Das Schloss Estense in Ferrara ist eines der wenigen Schlösser in Europa, das vollständig von Wasser umgeben ist. Dieses Wasser wird vom Fluss Po über ein System künstlicher unterirdischer Leitungen in den Burggraben geleitet. Die Fauna besteht hauptsächlich aus pflanzenfressenden Karpfen.

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Botanischer Garten der Universität Ferrara (Orto Botanico dell'Università di Ferrara)

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Musaceae und Strelitziaceae
Die Musaceae sind krautige, einkeimblättrige Pflanzen, die mitunter sehr groß werden und essbare Früchte (Bananen) tragen. Die Strelitziaceae ähneln den Musaceae, ihre Früchte sind jedoch trocken und nicht essbar. Strelitzia reginae (Paradiesvogelblume) ist die bekannteste Art und wird aufgrund ihrer wunderschönen Blüten häufig kultiviert.

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DER BOTANISCHE GARTEN
1771 erhielt die Universität Ferrara die Genehmigung, einen Botanischen Garten anzulegen, der bereits existierte, damals aber als „Orto dei Semplici“ bekannt war. Ursprünglich neben dem alten Palazzo Paradiso, dem damaligen Sitz der Universität, gelegen, zog der Garten im Laufe der Jahrhunderte mehrmals um, bis er 1963 an seinen heutigen Standort, den Palazzo Turchi-Di Bagno aus dem 16. Jahrhundert, verlegt wurde.

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Der Botanische Garten hat eine annähernd rechteckige Form mit unregelmäßig geformten Blumenbeeten, die sich über eine Fläche von 4.500 Quadratmetern erstrecken. Ein gewundener Pfad durch von Bäumen gesäumte Rasenflächen und Blumenbeete, die von niedrigen immergrünen Hecken begrenzt werden, ermöglicht es den Besuchern, alle Ausstellungsstücke zu betrachten. Rund 700 Arten werden präsentiert, unterteilt in drei Bereiche: Systematik, Nutzpflanzen, Gärten und Umwelt.

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Die Gewächshäuser gliedern sich in einen großen, unbeheizten zentralen Raum (Kaltgewächshaus) und zwei seitliche (gemäßigtes und warmes Gewächshaus). Ein kleineres Gewächshaus ist Sukkulenten gewidmet. Die Gewächshauspflanzen, rund tausend Arten, hauptsächlich aus tropischen und subtropischen Regionen, bilden hochinteressante Sammlungen. In den Sommermonaten werden viele dieser Pflanzen in spezielle Außengehege verlegt, die einen vierten Ausstellungsbereich bilden: Exotische Pflanzen.

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Sukkulentengewächshaus
Dieses Gewächshaus beherbergt Sukkulenten, die eine Mindesttemperatur von 5–6 °C und mäßige Bewässerung benötigen. Von Oktober bis Mai ist das Gewächshaus für die Öffentlichkeit geschlossen. Von Juni bis September kann es (sofern nicht anders angegeben) frei besichtigt werden.

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Botanischer Garten: Seerosenteich

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Botanischer Garten der Universität Ferrara (Orto Botanico dell'Università di Ferrara)

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Der Massari-Park (Parco Massari) entstand auf Geheiß des Marquis Camillo Bevilacqua Cantelli, der 1780 den Architekten und Maler Luigi Bertelli aus Ferrara mit dem Entwurf eines vier Hektar großen Gartens und eines eleganten Gebäudes am Corso Ercole I d'Este, dem sogenannten Kaffeehaus, beauftragte.
Der 1787 fertiggestellte Park ist in Archivdokumenten für seine zahlreichen Skulpturen und die Vielfalt an Zitrusbäumen, Zierpflanzen und Blumen bekannt, die die Wege und Grünflächen schmückten. Mitte des 19. Jahrhunderts erwarben die Grafen Massari den Palast und wandelten die gesamte Anlage in einen Park im englischen Stil um, dessen Erscheinungsbild er bis heute bewahrt hat. 1936 verkauften die Grafen den Park an die Stadt Ferrara, die diese weitläufige, malerische Grünanlage noch immer besitzt.

Am Eingang des Parks mit Blick auf den Corso Porta Mare befindet sich ein großer Brunnen mit einem schlichten, runden Becken. In dessen Mitte steht ein flacher, kelchförmiger Aufsatz, aus dem ein Wasserstrahl sprudelt. Er ist auf Karten aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verzeichnet, wurde aber vermutlich im 20. Jahrhundert größtenteils erneuert.

Der Brunnen ist zwar funktionsfähig, befindet sich aber in einem bedenklichen Zustand. Besonders auffällig ist der Ausfall des Hauptwasserstrahls aufgrund eines seitlichen Lecks in der Zuleitung unterhalb des Zierkelchs am Brunnenfuß. Aus diesem Leck tritt ein unregelmäßiger, horizontaler Strahl aus, der den Hauptstrahl stark beeinträchtigt. Zudem sickert Wasser aus dem Abfluss am Beckenboden in den Boden. Die Steinoberflächen des Brunnenfußes und des oberen Kelchs weisen aufgrund der Einwirkung von Feuchtigkeit, Wasser und Luftverschmutzung starke biologische und chemische Schäden auf. Damit der Brunnen ordnungsgemäß funktioniert, ist eine allgemeine Restaurierung des Beckens und der zentralen Schale erforderlich, sowie eine Umnutzung mit dem Einbau eines Wasserfilter- und -aufbereitungssystems.

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Giacomo Zilocchi, Büste von Giuseppe Verdi

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DANTE ALIGHIERI, 1265-1321
In dieser Fata Morgana befindet sich ein Engelstempel, der nur von Liebe und Licht begrenzt wird…
Paradies XXVIII, Verse 53–54
AUF DER HÖCHSTEN POESIE IM JUBILÄUMSJAHR 2000, 700 JAHRE NACH DER GÖTTLICHEN KOMÖDIE, DEM „DANTE ALIGHIERI VON FERRARA“

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Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag, kann sich gerne dieses Video antun: