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Der Elbauenpark ist ein Familien- und Freizeitpark im Nordosten von Magdeburg. Das Parkgelände ist etwa 100 Hektar groß und besteht aus den Teilen Kleiner Anger und Großer Anger, die durch die verkehrsreiche Herrenkrugstraße getrennt, aber mit einer Fußgängerbrücke verbunden sind. Der Park hat insgesamt vier kombinierte Ein- und Ausgänge sowie drei Ausgänge. Laut dem Magazin Stern ist der Elbauenpark die beste Freizeitattraktion in Sachsen-Anhalt.
Der Elbauenpark entstand anlässlich der Bundesgartenschau 1999 in
Magdeburg auf dem Cracauer Anger. Auf dem heutigen Gelände waren in den
1930er Jahren Wehrmachtskasernen und Schießwälle gebaut worden. Nach
dem Zweiten Weltkrieg wurden die Kasernen von der Westgruppe der
sowjetischen Streitkräfte genutzt. Aus den Trümmermassen der
Kriegszerstörungen war hier eine riesige Müllkippe entstanden. In
wenigen Jahren gelang es, sämtliche Kampfmittel, Geschosse und
unzählige Kriegstrümmer zu beseitigen und einen Park anzulegen, der
zahlreiche Besucher anzieht. Seit 2014 findet das Love Music Festival
mit zahlreichen Rap- und Electro-Acts im Elbauenpark statt.
Attraktionen des Parks: Die Sommerrodelbahn, eine 400 Meter lange
Blech-Rodelbahn; Die Spielwälle: Zahlreiche Kletter- und
Erholungsmöglichkeiten
Das Schmetterlingshaus mit 200 exotischen Schmetterlingen
Das Schmetterlingshaus wurde im August 2000 eröffnet, bestand also zur
Eröffnung des Parks zur Bundesgartenschau 1999 noch nicht. Die
nachträgliche Anschaffung einer weiteren Attraktion war eine Reaktion
der Parkleitung auf die nach Abschluss der Bundesgartenschau deutlich
nachlassenden Besucherzahlen.
Neben zahlreichen tropischen Pflanzen ist ein kleiner Wasserlauf
angelegt, über den eine Holzbrücke führt. Zuzüglich zum Parkeintritt
muss für den Besuch des Schmetterlingshauses kein Eintritt gezahlt
werden.
Im an der Nordseite des Parks gelegenen Schmetterlingshaus werden auf
360 m² zwischen 200 und 300 Falter aus circa 25 Arten gezeigt. Die
Falter werden als Puppen von einer britischen Farm bezogen, zum Teil
jedoch auch selbst nachgezogen und schlüpfen dann in einem für die
Besucher einsehbaren Schaukasten. Im Haus besteht ein tropisches Klima
von 28 bis 29 Grad Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit von 90 %. Die
Innengestaltung ist ebenfalls den Tropen nachempfunden.
Der Park zeigt Gartenkunst zu Themen wie Rosengärten, Bambushain,
Staudengarten, Europagarten, paradiesische Gärten oder nachwachsende
Rohstoffe und bietet auch einen Skaterparcours, den Kneippgarten, eine
Frisbeegolf-Anlage, einen Fitness-Parcours mit umfangreichen
Erläuterungen, einen Wasserspielplatz, ein Bienenhaus, das Schulprojekt
„Entdeckungstouren“ und das Gottes-Garten-Haus, das während der
Bundesgartenschau als ökumenisches Begegnungszentrum genutzt wurde und
jetzt für Feiern vermietet wird.
Der Jahrtausendturm ist ein 60 Meter hoher Ausstellungs- und
Aussichtsturm in Magdeburg in Sachsen-Anhalt. und zeigt in einer
Ausstellung 6000 Jahre Menschheitsgeschichte.
Der Jahrtausendturm wurde anlässlich der Bundesgartenschau 1999 im
Magdeburger Elbauenpark errichtet. Er beherbergt eine Ausstellung zur
Entwicklung der Wissenschaften mit vielen anschaulichen, teils
interaktiven Experimenten.
Im Inneren des Turms befindet sich eine 6.000 Jahre in die
Vergangenheit reichende, chronologisch geordnete Ausstellung über
wissenschaftliche Errungenschaften der Menschheit. Sie beginnt im
untersten Geschoss und führt den Besucher bis hinauf in die fünfte
Etage.
Erste Ebene: Frühe Hochkulturen und Anfänge der Menschheitsgeschichte.
Begehbares römisches Haus (u. a. mit Peristyl), Taltempel der
ägyptischen Pyramiden mit dem "Gang der Erleuchtung". Veranschaulichung
von physikalischen und mathematischen Problemen der frühesten Zeit.
Ein Foucaultsches Pendel, das in der Turmspitze aufgehängt ist, demonstriert die Rotation der Erde.
Modell vom Rathaus der Landeshauptstadt Magdeburg
Modell vom Magdeburger Reiter
Zweite Ebene: Mittelalter (500–1500). Antike Weltsysteme und Medizin,
einfache Maschinen und das frühe Arabien. Anschauliche Darstellung der
goldenen Regel der Mechanik (schiefe Ebene mit Fass, Flaschenzug).
Mit seinen Magdeburger Halbkugeln demonstrierte Otto von Guericke
mehrfach in der Öffentlichkeit auf spektakuläre Weise die Wirkung des
Luftdrucks. 1654 zeigte Guericke auf dem Reichstag in Regensburg
verschiedene Vakuum-Experimente. Ab 1656 ließ er in Magdeburg erste
Versuche mit den Magdeburger Halbkugeln durchführen. Danach trat er mit
seinen populärwissenschaftlich inszenierten Experimenten vielerorts
auf, so 1657 in Magdeburg und 1663 auch am Hof des Kurfürsten Friedrich
Wilhelm von Brandenburg.
Ausblick vom Jahrtausendturm auf die Altstadt von Magdeburg
Die Seebühne, eine Open-Air-Bühne für 1.600 Zuschauer, dahinter Kletterturm und Sommerrodelbahn
Der mit seiner asymmetrischen Kegelform „schief“ konstruierte Holzturm
besteht aus formverleimten Brettschichthölzern und ist mit einer
lichtdurchlässigen Folie überspannt. Er enthält sechs Etagen, die durch
ein Treppenhaus im Inneren und eine begehbare spiralförmige Rampe an
der Außenhaut erreichbar sind.
* * *
Die Gruson-Gewächshäuser sind ein Botanischer Garten in Magdeburg und
enthalten eine bedeutende, bis in das 19. Jahrhundert zurückgehende
Pflanzensammlung. Sie gehören heute zum Netzwerk Gartenträume
Sachsen-Anhalt.
Cactaceae: Mammillaria bombycina - Seidenhaariger Warzenkaktus, Mexiko (Jalisco)
Cactaceae: Opuntia microdasys - Hasenohrkaktus, Goldpunkt-Opuntie, Mexiko
Cactaceae: Mammillaria parkinsonii - Parkinsons Warzenkaktus, Mexiko
In den zehn Schauhäusern der Gewächshausanlage werden unter 4000 m²
überdachter Fläche inkl. der Anzuchtgewächshäuser etwa 4.900
Pflanzenarten bzw. 5.400 Taxa (d. h. Arten, Unterarten, Varietäten,
Sorten und Hybriden) gehalten. Die von der Stadt Magdeburg
betriebene Anlage beherbergt Pflanzen aus fünf Kontinenten, die
allermeisten stammen aus den Tropen und Subtropen.
Erweiterte Leuchterblume (Ceropegia ampliata)
Die Gattung Ceropegia (Leuchterblume) ist durch ihren einzigartigen,
komplizierten Blütenbau gekennzeichnet. Die Kronblätter sind zu einer
Röhre verwachsen, die Kronblattzipfel sind an ihrer Spitze ebenfalls
miteinander verwachsen und bilden dadurch fünf „Fenster". Die durch
Duftstoffe angėlockten Insekten werden durch Reusenhaare in der Blüte
gefangen gehalten. Erst nachdem sie sich mit Pollenpaketen beladen
haben, erschlaffen die Reusenhaare. Die Erweiterte Leuchterblume hat
relativ große, weiß-grüne, am Grund bauchig erweiterte Blüten. Die
Kletterpflanze kommt im östlichen Südafrika und in Madagaskar vor.
links: Goldkugelkaktus (Echinocactus grusonii) im Kakteenhaus
Beim Rundgang durch die Gewächshäuser begibt man sich auf eine Reise
durch verschiedene Vegetationszonen der Tropen und Subtropen. Mit
wenigen Schritten kommt man aus dem Mittelmeergebiet zu den Kakteen und
Agaven der Trockengebiete Südamerikas, vorbei an der Fynbosvegetation
am Kap der Guten Hoffnung zur Dornsavanne Madagaskars, nach einem
Abstecher in den tropischen Bergregenwald zu den Bromelien und
Orchideen der Tieflandregenwälder, weiter durch die subtropischen
Lorbeerwälder Ostasiens und der Kanaren zu den tropischen
Trockenwäldern und der Farngrotte.
Auf der Reise begegnet man tropischen Nutzpflanzen wie Kakaobaum,
Bananenstaude, Zimtbaum und Papaya genauso wie seltenen Orchideen,
Bromelien und Kakteen. Altbekannte Zimmerpflanzen stehen neben bizarren
Gewächsen mit nie gehörten Namen. Imposante Palmen und Riesenbambus
sind hier ebenso zu bestaunen wie nur wenige Millimeter kleine
Orchideenblüten.
In den Tropenhäusern schlägt einem feuchtwarme Luft entgegen, in
anderen Häusernist es je nach Jahreszeit kühl oder heiß, trocken oder
feucht, so wie es die dort wachsenden Pflanzen mögen.
Die Gruson-Gewächshäuser sind ein traditionsreicher botanischer Garten
unter Glas. In zehn Schauhäusern und den nicht öffentlichen
Anzuchtgewächshäusern werden ca. 5000 tropische und subtropische
Pflanzenarten kultiviert. Die Stadt Magdeburg führt seit 1896 die
exotische Pflanzensammlung des Maschinenbauunternehmers Hermann Gruson
(1821-1895) - mit der seinerzeit bedeutendsten Kakteensammlung in
Europa fort.
Die Gruson-Gewächshäuser sind der einzige tropischbotanische Garten und
der am längsten in kommunaler Trägerschaft befindliche botanische
Garten in Deutschland.
Gruson-Gewächshäuser - Der tropisch-botanische Garten in Magdeburg
Das 16 Meter hohe Palmenhaus ist Standort für ca. 50 Palmenarten,
Baum-Strelitzien und auch für den Riesenbambus. Ein im Haus
befindlicher Baumkronenpfad ermöglicht es den Besuchern, bis in die
Höhe der Baumwipfel aufzusteigen.
Bahia-Riesenvogelspinne - Lasiodora klugi
Diese Vogelspinne kann eine Beinspannweite von über 20 cm erreichen
(Körperlänge bis zu 10 cm) und zählt somit zu den größeren
Vogelspinnen. Sie hat eine längliche und rötlich gefärbte Behaarung und
verfügt zur Verteidigung neben ihrem giftigen Biss über Brennhaare, mit
welchen sie einen potentiellen Gegner bombardieren kann. Der
Lebensräume der Bahia-Vogelspinne liegen im ostbrasilianischen Bahia.
Dort ist sie vorwiegend im Trockenwald der Chapada Diamantina zu finden
aber auch in den Strauchsteppen Bahias. Sie lebt vorwiegend am Boden
unter Steinen oder Holzresten, wo sie sich eine Wohnröhre anlegt. Die
Bahia-Riesenvogelspinne hält keine Winterruhe wie andere Spinnenarten.
Die nachtaktive Spinne unternimmt größere Wanderungen auf der Suche
nach Beute und versteckt sich tagsüber meist in ihrer Wohnröhre. Sie
ist im Vergleich mit anderen Arten deutlich aktiver und zeigt eine hohe
Abwehrbereitschaft. In Terrarien gehaltene Weibchen der
Bahia-Riesenvogelspinnen können bis zu 20 Jahre alt werden. Die
Männchen sind mit bis zu sieben Jahren deutlich kurzlebiger.
Pfeilgiftfrösche: Färberfrosch - Dendrobates tinctorius
Die Heimat des Färberfrosches sind die tropischen Regenwälder Guyanas,
Französisch-Guayanas und Surinames sowie im Norden Brasiliens. Er lebt
in der Laubschicht am Boden, in kleinen Höhlen oder Spalten und ernährt
sich von Insekten. Die männlichen Tiere werden bis zu 5 cm groß,
Weibchen sogar bis 6 cm. Hier sehen Sie die blaue Variante mit
schwarzen Punkten (früher als Blauer Baumsteiger bezeichnet). Die
Nominatform hat blaue Beine mit schwarzen Punkten, eine schwarze
Oberseite mit gelben Streifen.
Exotische Tiere bereichern die Gewächshäuser - darunter Kaimane, bunt
schillernde Straußwachteln, Chamäleons und Pfeilgiftfrösche. In den
Aquarien sind unter anderem Piranhas, Malawi-Buntbarsche, Korallen und
Clownfische zu sehen.
Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag,
kann sich gerne diese Videos antun:
ElbauenPark Magdeburg, September 2024
Gruson-Gewächshäuser Magdeburg, September 2024: