Pinkafeld

im Südburgenland, Juli 2026

Pinkafeld (ungarisch Pinkafő) ist eine Stadtgemeinde mit knapp 6000 Einwohnern im Burgenland im Bezirk Oberwart (Österreich). Die Stadt Pinkafeld ist hauptsächlich als Schul- und Hochschulstadt bekannt. Namensgebend ist die Pinka, ein Nebenfluss der Raab. Die erste bekannte urkundliche Erwähnung stammt vermutlich aus dem Jahre 860. Damit wäre Pinkafeld eine der ersten deutschsprachigen Siedlungen des heutigen Burgenlandes.

Der Hauptplatz in Pinkafeld wurde umgestaltet. Zu den Schwerpunkten zählten die Neuanordnung der Blumenbeete, neue Rasenflächen mit automatischer Bewässerung, Beseitigung der veralteten Steinwände, Ummantelung des alten Springbrunnens mit burgenländischen Sandstein sowie die Buchseinfassung um den Brunnen.

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Durchgangshaus: 1924 errichtete Josef Karl Homma im so genannten Durchgangshaus ein Heimatmuseum mit überregionaler Bedeutung. Es war dies die erste Museumsgründung des 1921 neu geschaffenen österreichischen Bundeslandes Burgenland. Das Museum enthielt unter anderem wertvolle Funde aus der Römerzeit. In den Nachkriegsjahren wurden die Schauräume im Durchgangshaus aufgelöst und sehr viele Sammelstücke gingen verloren. Das Durchgangshaus in der Stadtmitte besteht noch heute.

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Im Durchgangshaus (Hinteransicht) war in den 1920er-Jahren das Heimatmuseum untergebracht.

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Mariensäule (im Volksmund auch „Frauensäule“ genannt) im Zentrum der Stadt: Die Säule wurde 1757 in der kanonischen Visitation erstmals erwähnt. Historiker nehmen an, dass sie aus Dankbarkeit über die endgültige Abwehr der Türken, die Pinkafeld im Jahre 1532 zerstört und auch später überfallen hatten, errichtet wurde.

Dein heil'ger Nam ist unsre schönste Zierde, Deines Sohnes Kreuz sei unsre liebste Bürde,
Drum bitt bei Deinem Sohn für uns um Stärke, Dass unser frommer Wille werd zum Werke!

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Die erste urkundliche Erwähnung stammt vermutlich aus dem Jahre 860. Während der folgenden 1000 Jahre war Pinkafeld die meiste Zeit beim Königreich Ungarn. Dennoch war die Bevölkerung, wie im Großteil des ehemaligen Deutsch-Westungarn (heute Burgenland), seit der Zeit Karls des Großen überwiegend deutschsprachig. Historisch gesehen ist Pinkafeld eine Stadt von Handwerkern und Bürgern. Die Stadt erwarb schon im späten Mittelalter zahlreiche Privilegien wie die Blutgerichtsbarkeit, das Markt- und Mautrecht und die Zollfreiheit. Im weiteren Verlauf der Geschichte hatten die Pinkafelder Bürger stets großes Interesse daran, diese Privilegien zu erhalten. Und tatsächlich wurden die Pinkafelder Vorrechte von vielen Kaisern, Königen und regionalen Herrschaftsinhabern immer wieder bestätigt und erweitert. Vom 17. Jahrhundert bis ins frühe 20. Jahrhundert prägte das Tuchmachergewerbe die Stadt.

Sieb- & Rübenhobelerzeugung von Alex. Ferber

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Das neue Rathaus wurde von 1951 bis 1954 errichtet. Das alte Rathaus befand sich seit 1728 im Rindsmaul'schen Gutshaus, das heute das Stadtmuseum beherbergt. Über dem Eingang ist das Wappen der Stadt angebracht. Die erste Form des Wappens stammt von einem Siegelstock aus dem Jahr 1639. Seit der Stadterhebung im Jahr 1937 wird dieses Wappen als Stadtwappen wieder verwendet. Die Farben des Stadtwappens und somit auch der Stadtfahne sind weiß-blau.

Neues Rathaus: Das neue Rathaus wurde von den Architekten Prestiansky und Putsch geplant und 1954 fertiggestellt. Der Bau ist in typisch pannonischem Stil mit Rundbögen und Durchgängen gehalten und eines der dominierenden Gebäude am Hauptplatz. 2020 wurde am Platz der Erinnerung vor dem Rathaus ein Denkmal aufgestellt und eingeweiht, zur Erinnerung an 33 Personen, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Das Denkmal aus Stein und Glas wurde von Gottfried Reszner gestaltet.

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ZUM GEDENKEN AN ALLE ERMORDETEN FRAUEN, MÄNNER UND KINDER AUS PINKAFELD, DIE VON 1938 BIS 1945 OPFER DER NATIONALSOZIALISTISCHEN GEWALTHERRSCHAFT WURDEN.

WIR GEDENKEN ALLER WIDERSTANDSKÄMPFER, ALLER „JÜDISCH" VERFOLGTEN (OPFER DER SHOAH), ALLER ROMNIJA UND ROMA SOWIE ALLER „EUTHANASIE"-OPFER (AUFGRUND IHRER KÖRPERLICHEN UND GEISTIGEN BEHINDERUNG ERMORDETE KINDER UND ERWACHSENE) AUS PINKAFELD.
WIR GEDENKEN DER ÜBER 1000 ROMNIJA UND ROMA AUS DEM DAMALIGEN KREIS OBERWART, DIE MIT DER BAHN VON PINKAFELD AUS IN GHETTOS UND VERNICHTUNGSLAGER DEPORTIERT WURDEN.
WIR GEDENKEN ALLER ANDEREN NAMENLOS GEBLIEBENEN ERMORDETEN, DA ES TROTZ INTENSIVER RECHERCHEN UND BEMÜHUNGEN NICHT GELANG, ALLE OPFER DER NATIONALSOZIALISTISCHEN GEWALTHERRSCHAFT ZU IDENTIFIZIEREN.

Errichtet 2020 nach einem Beschluss des Pinkafelder Gemeinderates vom 7. Juni 2018:
„Die Stadtgemeinde Pinkafeld errichtet anlässlich des Gedenkjahres 2018 einen Gedenkort für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Pinkafeld."

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Der Pinkafelder Geisterpfad
Ein geheimnisvolles Glöckchen; ein strafender Heiliger; ein Leichenschuster; ein Fenster, das stets geschlossen ist; ein aufgeknüpfter Räuberhäuptling; ein Teufel, der zum Tanz lädt; ein grüngekleideter Troll und ein feuriger Reiter - Pinkafeld ist eine Stadt mit Geschichte(n). Der Pinkafelder Geisterpfad macht lokale Sagen zum Hör-Erlebnis. Spazieren Sie entlang der geschichtsträchtigen Orte und tauchen Sie mit Nachtwächter Christian Putz in die Vergangenheit und die Welt der Geister ein. Jede der acht Stationen wird von einem Troll der Grünjankerl-Familie bewacht. Dauer: ca. 1,5 Stunden (4 km). Schneller geht's mit dem Fahrrad.

Pinkafelder Geisterpfad - Der Leichenschuster (The Cobbler to the Corpses)

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Röm.-kath. Pfarrkirche
Die röm.-kath. Pfarrkirche wurde in den Jahren 1772 bis 1774 im spätbarocken Stil an der Stelle der alten abgerissenen Kirche erbaut. Die Weihe zu Ehren der Apostel Petrus und Paulus erfolgte 1786. Das Altarbild „Christi Geburt" wurde 1774 von Anton Jäntl gemalt. Der Hochaltar von Nikolaus Minich stammt ebenfalls aus dem Jahr 1774. Philipp Jakob Prokopp errichtete um 1780 das Taufbecken und die Kanzel. Bei der letzten Renovierung 1991 wurde der Altarraum von Thomas Resetarits neu gestaltet.

Das einschiffige Langhaus mit einem eingezogenen Chor mit einer flachrunden Apsis hat im Westen einen Fassadenturm mit einer zweifachen Zwiebelhaube und einer Laterne. Auf beiden Seiten des Chores sind zweigeschoßige Sakristei- und Oratorienanbauten. Die westliche, dreiachsige gegliederte Giebelfassade hat drei Wandnischen mit Steinfiguren der ungarischen hll. Könige Ladislaus und Stephan und mittig ein Kruzifix mit der trauernden Maria.

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Pinkafeld, Pfarrkirche Hl. Peter und Paul
Die Pfarrkirche mit einem Fassadenturm wurde ab 1773 neu erbaut, 1786 geweiht.

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Die Katholische Pfarrkirche Pinkafeld hll. Peter und Paul als spätbarocke Wandpfeilerkirche mit einem Fassadenturm wurde ab 1773 unter Grund- und Patronatsherr Graf Adam III. Batthyány neu erbaut, 1786 geweiht, und 1807 fertiggestellt, nachdem die Kirche, die 1532 errichtet wurde, zu wenig Platz bot. Nördlich der Kirche steht ein Steinkreuz aus dem Jahr 1825, das an den ehemaligen Friedhof erinnert, der sich bis 1779 rund um die Kirche befand.

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Die Orgel auf der Westempore hat ein Rückpositiv in der Emporenbrüstung. Sie wurde 1790 durch Joseph Klügel (Kliegel), „Bürgerlicher Orgel und Instrument Macher“ aus Güns erbaut. Ins original erhaltene Orgelgehäuse installierte die Salzburger Firma Dreher und Reinisch 1966 eine neue Orgel. Diese wurde 2022 durch ein neues Instrument von Hermann Eule Orgelbau Bautzen ersetzt. Es verfügt über 35 Register, die auf drei Manualen und Pedal verteilt sind.

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Auf dem spätbarocken Hochaltar aus 1773/1774 von dem Bildhauer Nikolaus Minich steht ein spätbarockes Altarblatt Geburt Christi von Anton Jantl aus Graz. Der marmorierte Tabernakel wurde auf einem gemauerten Altartisch errichtet und ist von zwei korinthischen Säulen und zwei großen knienden Engeln flankiert. Eine Glocke goss 1840 Johann Feltl in Graz. Die neue Einrichtung des Altarraumes mit Altartisch, Ambo, Kerzenständer, Kreuz und die Sessel aus Kirschholz schuf 1991 der Bildhauer Thomas Resetarits.

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Die Kanzel und das Taufbecken werden dem Bildhauer Philipp Jakob Prokop (1740–1814) zugeschrieben. Das Taufbecken stammt aus der Zeit um 1780 und wurde als bewusstes Gegenstück zur Kanzel errichtet. Es hat die Form einer Trommel, die auf ein zweistufiges Holzpodest gesetzt ist. Darauf befindet sich ein Stuckfigurengruppe, die die Taufe Christi darstellt. Der darüber liegende Deckel mit der Hl.-Geist-Taube auf der Unterseite und einem Engel mit einer Schriftrolle auf dem Aufsatz ist dem Kanzeldeckel sehr ähnlich.

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Geschichte der röm. kath. Pfarre Pinkafeld
Nach den bisherigen Forschungen stellt Pinkafeld die älteste Mutterkirche der späteren Herrschaft Bernstein dar. Nach der Inbesitznahme Pinkafelds durch das Erzbistum Salzburg im Jahr 860 wird angenommen, dass damals bereits eine Holzkirche existiert hat oder errichtet worden ist. Dafür gibt es aber keine Beweise. Vom 11. Jahrhundert bis 1777 gehörte Pinkafeld zur Diözese Raab. Aus dem Bereich der Mutterkirche Pinkafeld lösten sich im Laufe des Mittelalters die Pfarren Bernstein, Mariasdorf, Kitzladen, Wolfau, Buchschachen, Allhau und später noch Grafenschachen heraus. Die erste ausdrückliche Erwähnung einer Kirche in Pinkafeld stammt aus dem Jahr 1289. Die Reimchronik Ottokars von der Gaal berichtet über die Zerstörung der Wehrkirche „ze Pinkavelde" durch Herzog Albrecht I. von Österreich im Verlauf der „Güssinger Fehde". Die erste namentliche Nennung eines Pfarrers von Pinkafeld erfolgte 1373: „Johannes presbyter, rector et plebanus". 1505 wurden ein „Cunradus plebanus" und ein „Michaelis cappellanus" genannt. Im Jahr 1532 zerstörten die Türken die Kirche, die danach an derselben Stelle wieder neu aufgebaut worden ist. Die Reformation machte auch vor Pinkafeld nicht halt. So war die Pfarre zwischen 1576 und 1644 von protestantischen Predigern besetzt. Nach der Übernahme der Herrschaft durch die Grafen Batthyány im Jahr 1644, die nun die Patronatsherrn der Pinkafelder Kirche waren, erfolgte die Rekatholisierung, wobei es noch weiterhin eine beträchtliche Zahl von Protestanten gegeben hatte. Seit damals ist die Liste der Pinkafelder Pfarrer lückenlos.

In der Mitte des 18. Jhs. setzte eine rege Kirchenbautätigkeit der Batthyánys ein. So wurden die Josephikapelle (um 1730), die Kalvarienbergkirche mit dem Kreuzweg (um 1748), die Antoniuskapelle (1755) und die Kirche in Sinnersdorf (1756) errichtet. Da die Pfarrkirche für den aufstrebenden Markt zu klein wurde, riss man sie 1772 ab und erbaute bis 1774 die heutige Pfarrkirche, die 1786 den Kirchenpatronen Petrus und Paulus geweiht wurde. Das älteste Gotteshaus im Pfarrgebiet ist die Wiesflecker Filialkirche, die bereits im Mittelalter errichtet worden ist. In der ersten Hälfte des 19. Jhs erlebte Pinkafeld eine kulturelle und religiöse Blütezeit durch das Wirken von Pfarrer Joseph Michael Weinhofer (1806-1859) und Gräfin Franziska von Batthyány (1783-1861). Pfarrer Weinhofer war nicht nur ein hervorragender Seelsorger, sondern auch ein bedeutender Katechet und Prediger, ein religiöser Erneuerer und wichtiger Bauherr. Bekannt ist er auch als Verfasser der „Weinhoferchronik", in der er nicht nur über das Pfarrgeschehen, sondern auch über politische und alltägliche Ereignisse und den herrschenden Zeitgeist berichtet hat.

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Gräfin Franziska galt zu recht als größte Wohltäterin und Unterstützerin der Pfarre und ihrer Bewohner sowie als bedeutende Förderin von Wissenschaft, Kunst und Theologie. So versammelte sie in den Sommermonaten im Pinkafelder Schloss den so genannten „Wiener Romantikerkreis", dem u. a. Zacharias Werner, Johann Emanuel Veit, Roman Sebastian Zängerle, Leopold Kuppelwieser und auch Clemens Maria Hofbauer angehörten. In dieser Zeit kam es neben einer regen Bautätigkeit - Errichtung der neuen Filialkirche von Riedlingsdorf (1811-15), der Kirche von Hochart (1823), der Friedhofskapelle (1835) und des Klosters der Barmherzigen Schwestern („Haus zum heiligsten Herzen Jesu") (1854/55) - auch zu einer geistigen Erneuerung. So berief die Gräfin 1852 die Barınherzigen Schwestern nach Pinkafeld und bereits 1832 wurde der „Pinkafelder Herz-Jesu-Verein" gegründet, dem im Jahr 1877 19.710 Mitglieder angehörten. In dieser Zeit lebte auch Dr. Michael Haas, der einzige Pinkafelder, der zum Bischof geweiht worden ist. Er wirkte von 1858 bis 1866 in der Diözese Szathmár im damaligen Ostungarn. 1808 wurde das Dekanat Pinkafeld errichtet.

Im Jahr 1856 entstand im Kloster eine Pfarrmädchenschule, die erst 1967 aufgelöst worden ist. Der „R. k. Gesellenverein Pinkafeld", die heutige Kolpingfamilie, wurde 1894 gegründet. Im Jahre 1910 errichtete man den heutigen Pfarrhof. Nach dem Anschluss des Burgenlandes an Österreich erfolgte auch die kirchliche Neuorientierung. Pinkafeld, das seit 1777 zur Diözese Steinamanger gehörte, liegt nun im Bereich der Apostolischen Administratur Burgenland, die 1960 zur Diözese Eisenstadt erhoben wurde. In der Zeit des Nationalsozialismus war das kirchliche Leben ziemlich eingeschränkt, es hat sich aber nach dem 2. Weltkrieg rasch wieder normalisiert.

1969/70 wurde die neue Filialkirche in Hochart errichtet. Seit den 1970er Jahren erfolgte eine Öffnung und Intensivierung der pastoralen Tätigkeit in der Pfarre. Die zahlreichen Gruppen, von den Kindern bis zu den Senioren, die heute in der Pfarre tätig sind, zeugen von einem regen Glaubensleben. Daneben erfolgten Renovierungen der Pfarrkirche, der Kapellen und Filialkirchen und die Errichtung eines Pfarrheims in der ehemaligen Weinhoferschule (1985). Zur Pfarre Pinkafeld gehören heute die Filialen Hochart, Riedlingsdorf, Wiesfleck mit Schreibersdorf sowie die Lokalseelsorgestelle Sinnersdorf. Das Kloster der Barmherzigen Schwestern, das immer wieder umgebaut und erweitert worden ist, betreibt heute ein Alten- und Pflegeheim. Am Kalvarienberg lebt seit 1982 die Franziskusgemeinschaft, eine vom Bischof anerkannte ordensähnliche Gemeinschaft für Familien und Einzelpersonen. Heute leben in der Pfarre Pinkafeld, der zweitgrößten des Burgenlandes, mit seinen Filialen rund 5.500 Katholiken. Mit der evangelischen Pfarrgemeinde gibt es eine gute ökumenische Zusammenarbeit.

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Der Innenraum vom Typus einer spätbarocken Wandpfeilerkirche besteht aus einem vierjochigen Langhaus mit einem Platzlgewölbe zwischen Gurten auf vorgezogenen Pilastern vor tief eingebuchteten Fensternischen. Das Turmjoch hat Seitenräume, im Westen die dreiachsige Empore mit einem Platzlgewölbe und einer mittig vorgezogenen Emporenbrüstung. Hinter dem breit einschwingenden, rundbogigen Triumphbogen folgt das Chorjoch mit einem Querplatzlgewölbe und einer Apsis unter einer Schale.

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Stadtmuseum
Das heutige Stadtmuseum wurde Anfang des 17. Jahrhunderts erbaut und ist das älteste Gebäude Pinkafelds. Die Freiherren von Rindsmaul bewohnten das Gutshaus bis 1728. Im selben Jahr erwarb die Gemeinde das Gutshaus. Bis 1848 diente es als Landgericht des privilegierten Marktes Pinkafeld und bis 1954 als Rathaus. Der Pranger vor dem Gebäude wurde im Jahr 1804 angebracht. Seit 1989 befindet sich hier das Stadtmuseum Pinkafeld mit dem Garnisons-, Feuerwehr-, Kirchen- und Tuchmachermuseum.

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Stadtmuseum mit Garnisons-, Feuerwehr- und Kirchenmuseum seit 1989
Im Zuge der für 1997geplanten Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der Stadterhebung Pinkafelds wurde die Idee geboren, im ehemaligen Rindsmaul schen Gutshaus altes Rathaus ein neues Stadtmuseum einzurichten. Das Gebäude wurde mit Mitteln von Bund, Land und Stadtgemeinde von 1984 bis 1988 renoviert. Die Einrichtung der neuen Sammlung, um zahlreiche Objekte der Feuerwehr und Garnison erweitert, wurde vom Bgld. Landesmuseum vorgenommen. Am 16. Juni 1989 erfolgte die Eröffnung, Weihe und Segnung des neueingerichteten Stadt-, Garnisons- und Feuerwehrmuseums. Im Jahr 1991 wurde das Museum um das Kirchenmuseum erweitert.

Tuchmachermuseum seit 2004
Das Tuchmachermuseum wurde vom Pinkafelder Künstler und Museumsgestalter Andreas Lehner eingerichtet.
Der Großteil der Maschinen und Geräte stammt von der Familie Adolf Posch, die in Pinkafeld bis 1993 einen Textilbetrieb führten, weiters haben zahlreiche Pinkafelder Familien Exponate und Fotos zur Verfügung gestellt. In der Scheune wurden zwei mechanische Webstühle und eine Kett- und Schussspulmaschine, die von Erich Gamauf und Annemarie Beigelböck zur Verfügung gestellt wurden, aufgestellt. Am 15. Oktober 2004 erfolgte die feierliche Eröffnung des Tuchmachermuseum.

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Im Stadtmuseum ist die Siedlungs- und Rechtsgeschichte anhand von zahlreichen Exponaten dargestellt. Weiters sind interessante archäologische Funde, die bis in die Jungsteinzeit zurückgehen, sowie Fossilien zu besichtigen.
Das Tuchmachermuseum zeigt die Entwicklung des Tuchmachergewerbes, den Übergang zur Tuchmachergenossenschaft und den Wandel zur Textilindustrie. Zahlreiche Maschinen und Geräte illustrieren die einzelnen Vorgänge vom Waschen der Rohwolle bis zum Färben des fertigen Tuches. Museumsbesucherinnen sind eingeladen, einzelne Arbeitsschritte der faszinierenden Handwerkstechnik selbst auszuprobieren.
Das Garnisonsmuseum, einmalig im Burgenland, zeigt die wechselvolle Geschichte jener Heereseinheiten, die seit der Errichtung der Turbakaserne im Jahr 1932 hier stationiert waren, sowie Ausstellungsstücke zum k. u. k. Infanterieregiment Nr. 83.
Im Feuerwehrmuseum ist anhand zahlreicher Objekte (Saug- u. Druckspritze, Dampfspritze, Motorspritzen ...) die Geschichte der ältesten Feuerwehr des Burgenlandes (gegr. 1871) dargestellt.
Das Kirchenmuseum, eine einzigartige Einrichtung in einem burgenländischen Museum, zeigt Exponate der katholischen und evangelischen Pfarre von Pinkafeld.

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Die Besiedlung der Landschaft um Pinkafeld läßt sich - wenn auch zur Zeit nur in wenigen Zeugnissen - bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgen. In das Burgenländische Landesmuseum gelangte ein kleines, schmalnackiges Grünsteinbeil, das 1924 beim Bahnbau auf dem Pielfeld zum Vorschein kam; eine Klinge aus dunkelrotem Radiolarit wurde 1936 auf dem Wege nach Wiesfleck gefunden.

In Funden läßt sich die Bronzezeit um Pinkafeld bisher noch nicht nachweisen, dagegen aber die nachfolgende Eisenzeit (800 v. Chr. Geb.) sowohl mit der illyrischen Hallstatt-, als auch durch die keltische La Téne-Kultur. Der Hallstatt-Kultur (ältere Eisenzeit, 800 - 400 v. Chr.) gehören zwei Grabhügel der Hügelgräbergruppe im Sauerwald an. Im Jahre 1925 stieß K. Schirmer im Tumulus I auf eine Steinsetzung mit einigen Keramikbruchstücken und einem Spinnwirtel in Turbanform, Tumulus II, 1928 von J. K. Homma ergraben, bot reichere Aufschlüsse.
Aus der jüngeren Eisenzeit (400 v. Chr. - Chr. Geb.; Keltenzeit) liegt noch kein geschlossener Fundverband vor. Einzelne Streuscherben der La Téne-Kultur lassen aber doch eine Siedlungskontinuität von der späten Hallstatt über die La Téne- bis in die Römerzeit annehmen.

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Rindsmaulsches Gutshaus - Standort des heutigen Stadtmuseums
Seit 1989 befindet sich das neu eingerichtete und erweiterte Stadtmuseum im renovierten „Alten Rathaus", dem ehemaligen Rindsmaulschen Gutshaus, dem ältesten Haus Pinkafelds. Diese Gebäude ist zu Beginn des 17. Jhs. von der Familie Rindsmaul errichtet worden. Diese Freiherrenfamilie stammte aus Tirol, von wo sie in die Steiermark übersiedelt ist und u. a. die Herrschaft Pernegg (in der Nähe von Schäffernsteg, nördlich von Pinkafeld) erworben hat. Von hier wurde die Familie während der Gegenreformation wegen ihres protestantischen Glaubens vertrieben und siedelte sich in Pinkafeld an, das damals zu Ungarn gehört hat. Die Ungarn waren nämlich den Protestanten gegenüber toleranter als die katholischen Habsburger. Im Jahr 1728 wurde dieser Gutshof von der damaligen Marktgemeinde Pinkafeld gekauft, die dieses Haus bis ins 19. Jh. als Landgericht benutzte - der Pranger mit dem Gerichtsarm und dem Schwert an der Außenfassade erinnert noch daran. Außerdem stand dieses Gebäude bis 1951 als Rathaus in Verwendung.

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Die Ortschaft Sinnersdorf wird in der Geschichte zum ersten Mal in einer Urkunde vom 19. April 1388 erwähnt. Zu dieser Zeit verpfändete König Sigismund das Gebiet an seinen Kanzler Kanizsay. Eine finanzielle Notlage zwang den König, die Burg Bernstein mit den dazugehörigen Herrschaften abzugeben. In der Urkunde scheint die Ortschaft erstmals als Syndersdroh auf. 1392 wird das Dorf als Syndramsdorf erwähnt. Die meisten Historiker nehmen an, dass der Ort einem Syndraham gehörte, von dem er auch seinen Namen erhielt. In weiterer Folge entstanden die Namen Sindersdorf und letztendlich Sinnersdorf.

Für diese Namensherkunft bestehen die Annahmen, dass die Bezeichnung auf Sinder und Sinter (mittelalterlich Bezeichnung für Hammerschlag bzw. Metallschlacke) zurückzuführen ist, wobei dabei auch in übertragenem Sinne,„Sünderkruste" gemeint sein kann. Die kann möglicherweise darauf beruhen, dass Sinnersdorf fast zur Gänze von Pinkafeld und Hochart eingeschlossen ist und sich der Ort und seine Bewohner schon früh aus dem Gemeindegebiet von Pinkafeld absonderte. Da mit Sinter jedoch auch der gewöhnliche Hammerschlag in Verbindung gebracht wird, kann die Namensherkunft auch auf die alte Hammerschmiede an der Pinka, die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in Betrieb war, zurückgeführt werden. Rund um das Gebiet der Hammerschmiede entstand die erste Häuserrotte des Dorfes. Maximilian I. wurde 1490 bei der Eroberung von Thalberg unterstützt, dafür kam Sinnersdorf mit dem Weiler Oberwaldbauern an die Herrschaft Thalberg.

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Die Geschichte der Feuerwehr Sinnersdorf
Am 1. Juli 1928 wird bei herrlichem Wetter und massenhaften Besuch das Gründungsfest abgehalten, am 14. Juni 1931 wird die erste Motorspritze eingeweiht und 14. Mai 1933 findet der 1. Bezirksfeuerwehrtag des Gerichtsbezirkes Friedberg in Sinnersdorf statt. 15 Feuerwehren haben mit insgesamt 108 Feuerwehrmännern daran teilgenommen. Wenn man die damaligen Transportmöglichkeiten im ländlichen Raum in Betracht zieht, kann man diese Zahl gar nicht hoch genug einschätzen.

Heute ist die FF Sinnersdorf bestens gerüstet und ausgebildet. Dazu beigetragen hat sicherlich auch die Bereitschaft der Feuerwehrmitglieder, sich laufend zu schulen und an Übungen aller Art mitzumachen. An dieser Stelle sei die seit Jahrzehnten bestehende gute Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren, auch ganz besonders mit den burgenländischen, bei Einsätzen und Übungen erwähnt. Aber auch einige spektakuläre Einsätze waren im Laufe der Jahre zu bewältigen: Ein Großbrand in der Deckenfabrik 1970, ein Jahrhunderthochwasser im Jahre 1968, ein wochenlang andauernder Umwelteinsatz 1996 in Schäffernsteg und Verkehrsunfälle auf der B 63, um nur einige zu erwähnen.

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Krippe, 1826
gestiftet von Gräfin Franziska Batthyany, geb. Szechenyi.

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Bibel - Altes und Neues Testament nach Martin Luther. Wittenberg, 1661
Hausbild für evangelische Familien mit Spieluhr, 19. Jhdt.
Ansuchen von Pinkafelder Gemeindebürgern um Genehmigung der evangelischen Gemeindegründung nach dem Toleranzpatent von 1781, Pinkafeld, 1783
Ehevertrag des Johann Gschrey, Hufschmiedemeister, und der Anna Maria Hutter, Pinkafeld, 1801.

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Kampfanzug 57 (Tarnanzug) 15 teilig
Bestehend aus: Stahlhelm mit Tarnnetz und Innenhelm, Tarnhose und Tarnjacke mit Dienstgraden Fähnrich, 1 Paar Feldschuhe Leicht, Leibriemen und Traggerüst M57, 2 Magazintaschen für STG 58 mit 4 Magazinen/STG 58, 1 Paar Feldfäustlinge

rPak 66/70 (rückstoßfreie Panzerabwehrkanone)
Österreichische Version auf LOHNER - Radlafette, Kaliber: 10,6 cm, Gewicht: 350 kg, Einschießgewehr M8: 12,7 mm, Feuerfolge: 3 Granaten/Minute, Einsatzschussweite gegen Panzer bis zu 1.000m
Verschossen wurden: Quetschkopfgranaten gegen Panzer, Splittergranaten gegen ungepanzerte Ziele
Die 10,6 cm rückstoßfreie Panzerabwehrkanone 66/70 war die Hauptwaffe der Jägertruppe zur Panzerabwehr. Sie wurde von 1967 bis 1997 in der s-Kp eingesetzt. Mit Kartusche für 10,6 cm rPAK

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M.95 - Repetiergewehr (System Mannlicher)
Kaliber: 8 mm, Magazin: 5 Patronen, Baujahr: 1918 (WN-Stempel), mit Mannschaftsbajonett M-95

M.95 - Karabinerstutzen (System Mannlicher)
Kaliber: 8 mm, Magazin: 5 Patronen, Baujahr: 1918, mit Unteroffiziersbajonett M-95

Infanteriegewehr M.1891 (System Moisin-Nagant))
ca. 2 Mio Stück dieser Beutewaffen aus Russland wurden 1915 in der K.u.K.Armee vor allem für den Landsturm verwendet.

Infanteriegewehr 1867/77 (System Werndl)
Kaliber: 11 mm, mit Mannschaftsbajonett M-95, Zu Beginn 1. Weltkrieg 1914 waren die Landwehrverbände damit ausgerüstet.

Extra Corps Gewehr 1873/77 (System Werndl)
Kaliber: 11 mm, damit waren Pionier, Eisenbahn- u. Tel-Truppen ausgerüstet

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Vermittlung: Großer Feldklappenschrank FK 16
Bestehend aus : Vermittlungselementen für 60 Anschlüsse
20 Steckern, 1 Handapparat, 2 Wählscheiben, 1 Handkurbelgenerator, 1 Batteriefach, 20 Gegengewichte.
Aufgebaut auf Vermittlungstisch, Vermittlungselemente Wählscheiben und Batteriefach in Holzelementen eingebaut
Eingesetzt im 2. Weltkrieg, verblieb anschließend beim Österreichischen Bundesheer und wurde bis 1966 auch in der Turbakaserne Pinkafeld eingesetzt.

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Geschichte der Garnison Pinkafeld
k.u.k. ungarisches Infanterieregiment Nr. 83
Bis 1918 gehörte das Gebiet des heutigen Burgenlandes zur ungarischen Reichshälfte Österreich-Ungarns. Viele junge Männer aus dem südburgenländischen Raum dienten vor und während des Ersten Weltkrieges (1914-1918) im k.u.k ungarischen Infanterieregiment Nr. 83. In den Garnisonsorten Szombathely (Steinamanger), Komárom (Komorn) und Köszeg (Güns) seit 1883 disloziert, wurde dieses historische Regiment 1967 den in der Garnison Pinkafeld stationierten Verbänden des Österreichischen Bundesheeres als Traditionstruppenkörper zugewiesen.

I. Republik (1918-1938)
Nach dem Zusammenbruch der Habsburgermonarchie 1918 gelangte das westungarische Gebiet des heutigen Burgenlandes nach schwierigen Friedensverhandlungen, Volksabstimmungen und auch bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Österreich und Ungarn 1921 als neues Bundesland zur Republik Österreich. Zur militärischen Sicherung der neuen Ostgrenze Österreichs wurde nach der Landnahme des Burgenlandes politisch entschieden die Kasernen Pinkafeld und Oberwart zu errichten und mit Truppen zu versehen. Die Gemeindevertretung von Pinkafeld bemühte sich seit 1926 intensiv um den Neubau einer Kaserne. Mit tatkräftiger Unterstützung des damaligen Heeresministers Carl Vaugoin (1873-1949) erfolgte am 21. Juli 1929 die Grundsteinlegung der „Jäger-Kaserne" in Pinkafeld. Nach feierlicher Schlusssteinlegung am 28. Juni 1932 bezog das „Burgenländische Feldjägerbataillon Nr. 2" die neue Garnison Pinkafeld.

Zweiter Weltkrieg und Besatzungszeit (1939-1955)
1938 wurde mit dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland das Bundesheer in die deutsche Wehrmacht eingegliedert. Die Kaserne in Pinkafeld diente zunächst der Unterbringung von Einheiten des Schützenregimentes 11. Es folgte sodann ein Bataillon des Gebirgsjägerregimentes 138 und nach dessen Verlegung bei Kriegsbeginn 1939 nach Polen, ein Bataillon des Infanterie Regimentes 499. 1941 wurde die Kaserne Pinkafeld als Reservelazarett und ab 1. Jänner 1945 als Kriegslazarett verwendet. Im April 1945 besetzten russische Kosakenverbände die Kaserne. 1950 wurde die Garnison zum Großteil von russischen Besatzungstruppen geräumt. Bis zum endgültigen Abzug der Besatzungsmacht 1955 verblieb ein Restkommando der russischen Truppen zur Aufrechterhaltung des Dienstes an der Demarkationslinie in der Kaserne Pinkafeld.

II. Republik (1955-heute)
Nach Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages 1955 und der Wiedererlangung der Souveränität Österreichs, wurde die stark beschädigte Kaserne renoviert und für die Aufnahme von Truppen des neu aufzustellenden österreichischen Bundesheeres vorbereitet. Am 15. Oktober 1956 rückten die ersten Wehrpflichtigen nach Pinkafeld zum Infanteriebataillon Nr. 2 ein, das am 1. September 1957 zum neuen Jägerbataillon 19 wurde. In der Kaserne in Pinkafeld befanden sich zu dieser Zeit das Bataillonskommando, die Stabskompanie und eine Jägerkompanie des Jägerbataillons 19. Eine weitere Kompanie wurde in der Kaserne Oberwart stationiert. 1962 erfolgte der Bau einer neuen Kaserne in Güssing und das Jägerbataillon 19 wurde durch die Neuaufstellung um eine Kompanie erweitert. 1964 stiftete die Stadtgemeinde Pinkafeld dem Jägerbataillon 19 eine Fahne, deren feierliche Übergabe am 15. Mai 1964 erfolgte.

Mit einem neuen Traditionserlass des Bundesministeriums für Landesverteidigung 1967 wurde die Jäger-Kaserne Pinkafeld in Turba-Kaserne umbenannt. Oberst im Generalstab Josef Turba (1872-1932) war der letzte Regimentskommandant des k.u.k. Infanterieregiments Nr. 83. (Traditionsverband des Jägerbataillons 19)
Ein neues Verteidigungskonzept - die „Raumverteidigung" - führte 1979 zur Neustrukturierung des gesamten Österreichischen Bundesheeres. In Pinkafeld wurde aus dem Jägerbataillon 19 das „Landwehrstammregiment 13". Dieses Regiment mit seinen Garnisonen in Pinkafeld, Oberwart und Güssing zeichnete für die Ausbildung und Führung von zahlreichen neuen Milizverbänden verantwortlich, die in der Zeit von 1978 bis 1994 aufgestellt wurden und über 5000 Milizsoldaten in ihren Reihen zählten. Das Landwehrstammregiment 13 bildete auch die militärische Heimat hunderter Milizoffiziere, die ihre Offiziersgrundausbildung (EF-Jahr) in den Garnisonen des Regiments erhielten und den Miliztruppen des Regiments zur Dienstleistung zugewiesen wurden. Nach dem Ende des „Kalten-Krieges" im Jahre 1989 und dem Wegfall der Bedrohung eines großen militärischen Konfliktes zwischen den beiden Großmächten USA und der ehemaligen Sowjetunion wurde das Bundesheer schrittweise den neuen Gegebenheiten angepasst. Mit der Heeresgliederung „Neu" 1994 wurde das Landwehrstammregiment 13 in Jägerregiment 1 umbenannt und ab 1. April 1999 wieder zum Jägerbataillon 19 rückgegliedert. Mit dem Neubau der Kaserne Güssing 2010-2013 übersiedelte das gesamte Jägerbataillon 19 im Dezember 2013 nach Güssing. Damit fand die über 80-jährige militärische Nutzung des Kasernenareals in Pinkafeld ihr Ende.

 Pinkafeld im Südburgenland, Juli 2026

Hydrophor 1881
Vier-Mann-Handdruck-Ansaugpumpe, gezogen von einem Pferdegespann. Außer der Pumpeinrichtung wurden Saugschläuche, Druckschläuche und wasserführende Armaturen mitgeführt. Der Hydrophor wurde 1881 zum zehnjährigen Bestandsjubiläum der Feuerwehr angekauft. Hersteller: Firma Wm. Knaust Wien

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Tragkraftspritze der Betriebsfeuerwehr Putsch 1930er Jahre
mit wasserführenden Armaturen, Feuerwehrgurten und Helm Rosenbauer TS R60
25 PS, Förderleistung: 600 1 bei 8 bar

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Hydrophor, um 1868
Handgezogene Saug- und Druckspritze. Von der Marktgemeinde Pinkafeld drei Jahre vor der Gründung der Feuerwehr angekauft. Hersteller: Fabrik Seltenhofer in Ödenburg (Sopron)

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Dampfspritze 1909 - Gezogen von einem pferdebespannten Wagen.
Kaufpreis: 8.500 Kronen, mit Zubehör: ca. 10.000 Kronen, Kesselinhalt 80 Liter, Betriebsdruck 10 atü,
Dampfmaschinenleistung 23 PS; 3-Zylinder-Kolbenpumpe, Leistung 800 bis 1000 Liter/min bei 10 bar
Hersteller: Firma Union, Wien, Hersteller Dampfkessel: Firma R. Czermack, Teplitz und Wien

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Gastgeschenke und Wimpel der Partnerfeuerwehren aus Österreich, Ungarn, Deutschland und Finnland

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GESCHICHTE der Stadtfeuerwehr Pinkafeld
Bereits im Jahr 1868 hat die Marktgemeinde Pinkafeld eine für die damalige Zeit moderne Feuerspritze angeschafft. Es handelte sich um eine handgezogene Saug- und Druckspritze, dem sog. Hydrophor. Nun erkannte man die Notwendigkeit einer möglichst gut organisierten Bedienungsmannschaft für diese Spritze. Daher kamen einige tatkräftige Pinkafelder, wahre Pioniergeister ihrer Zeit, auf die Idee, eine Freiwillige Feuerwehr ins Leben zu rufen. Am 28. August 1871 fand die Gründungsversammlung des „Freiwilligen Feuerwehr-Vereines von Pinkafeld" statt. Diese Feuerwehr ist somit die älteste des heutigen Burgenlandes und war eine der ältesten des damaligen Westungarns.

Maßgeblichen Anteil an der Gründung hatten zwei, sehr unterschiedliche Männer. Einerseits der spätere Textilfabrikant Andreas Friedrich, der Mitbegründer der Putschfabrik, der zum ersten Kommandanten gewählt wurde, und andererseits der Maler und Vergolder Johann Rohrer, Gründungsmitglied des Pinkafelder Männergesangvereins. Der Pinkafelder Männergesangsverein, der bereits 1863 gegründet wurde, hatte somit maßgeblichen Anteil an der Gründung des Freiwilligen Feuerwehr-Vereins, denn die Mitglieder sind geschlossen der Feuerwehr beigetreten. In der Chronik heißt es dazu:„ ...die Sänger, welche nur alles Gute, Schöne und Edle unterstützen, haben den Vereinsgeist in den Feuerwehrverein mitgebracht und festgehalten,...".  Von Anfang an bis heute waren und sind bei der Feuerwehr Männer mit Pioniergeist und Weitblick tätig, die auch immer die modernsten Geräte und Fahrzeuge zur Brandbekämpfung angeschafft haben. Somit hat die Pinkafelder Feuerwehr von ihren Anfängen bis heute eine Vorreiterrolle im burgenländischen Feuerwehrwesen inne.

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Mechanischer Tuchwebstuhl - „Schönherr Typ Webmeister" Baujahr um 1940
230 Webbreite (16/4 sächsische Normung) mit Pappkarten
Crompton-Schaftmaschine für 25 Schäfte Schützenwechsel mit 5 Kästen, automatische Rücklaufvorrichtung Motorantrieb mit Keilriemen und Konuskupplung
Zur Erzeugung von schweren Wollstoffen, Decken und technischen Geweben. Bei Firma Adolf Posch, Decken- und Wollwarenerzeugung, fallweise noch zur Herstellung von Spezialartikel wie Reiter-decken, Wollteppiche usw. bis 1993 in Verwendung.

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Mechanischer Webstuhl, Baujahr um 1890
Oberschläger mit Hattersley-Schaftmaschine, ca. 120 Schuss/Minute
Auf diesem einschützigen, mechanischen Webstuhl hat Herr Emmerich Gamauf bis 1965 Perlonsieb-Gewebe hergestellt.
Mit dazugehöriger Kett- und Schussspulmaschine, Baujahr 1953, Fabrikat Starlinger & Co

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Schußspulautomat, Fabrikat Schweitzer

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Spinn- und Zwirnmaschine

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Das Tuchmachermuseum zeigt die Entwicklung des Tuchmachergewerbes, den Übergang zur Tuchmachergenossenschaft und den Wandel zur Textilindustrie. Zahlreiche Maschinen und Geräte illustrieren die einzelnen Vorgänge vom Waschen der Rohwolle bis zum Färben des fertigen Tuches. Museumsbesucherinnen sind eingeladen, einzelne Arbeitsschritte der faszinierenden Handwerkstechnik selbst auszuprobieren.

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Kunstwerk an der Wiener Straße vor dem Friedhof Pinkafeld

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Die Friedhofskapelle Pinkafeld mittig im Friedhof wurde von Nikolaus Graf Batthyány und seiner Frau Franziska 1835 gestiftet. Die denkmalgeschützte Kapelle ist ein frühes Werk des Wiener Architekten Carl Roesner und gilt als kunsthistorisch bemerkenswerter Bau des romantischen Historismus. Das Altarbild „Kreuzigung mit Maria und Johannes" malte Eduard Steinle 1835 im nazarenischen Stil. Die Predella zeigt die „Erlösung der armen Seelen aus dem Fegefeuer". Das Seitenaltarbild „Noli me tangere" wurde von Nepomuk Höfel ebenfalls im nazarenischen Stil gemalt. Die im Jahr 2005 renovierte Kapelle dient heute als ökumenischer Ort des Gebetes und der Stille und als offener Raum für Trauernde.

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Die Pinkafelder Friedhofskapelle liegt inmitten des Friedhofs von Pinkafeld im Burgenland, der 1779 neu errichtet wurde, nachdem man den alten Friedhof bei der katholischen Pfarrkirche aufgelassen hatte. Gestiftet wurde sie von Nikolaus Graf Batthyány und seiner Frau Franziska. Die denkmalgeschützte Kapelle ist ein frühes Werk des Wiener Architekten Carl Roesner und gilt als kunsthistorisch bemerkenswertes Bauwerk des romantischen Historismus. Sie ist ein einfacher neugotischer Bau über rechteckigem Grundriss. Der Grundstein zum Bau der Kapelle wurde am 27. April 1835 gelegt. Die Einweihung erfolgte noch im selben Jahr am 25. Oktober.

Eduard Jakob von Steinle malte das kunsthistorisch bedeutsame Altarbild und die Predella. Altarbild und Predella zählen zu den Frühwerken Steinles und sind von hoher Qualität. Die Bilder verdeutlichen seine akademische Ausbildung im Kreis der Nazarener. Das Altarbild zeigt die Kreuzigung Christi, der Hintergrund ist vergoldet. Die Predella stellt die Erlösung der armen Seelen aus dem Fegefeuer dar. Eduard Steinle war Mitglied des Romantiker-Kreises um die Gräfin Batthyány im Pinkafelder Schloss.

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Evangelische Pfarrkirche
1783 erfolgte die Grundsteinlegung für den Bau des evangelischen Bethauses, das bereits 1785 geweiht wurde. Der Altar stammt aus dem Jahr 1798. Der heutige Kanzelaltar wurde 1877 errichtet. In den Jahren 1822/23 erfolgte der Bau des gemauerten Turms, der an drei Seiten freistehend war. Durch den Umbau und die Vergrößerung von 1877 bis 1882 erhielt die Kirche ihr heutiges Aussehen.

Die Evangelische Pfarrkirche Pinkafeld wurde 1785 fertig gestellt. 1822 entstand ihr gemauerter Turm. Kaiser Joseph II. erteilte den Protestanten das Recht eigene Gotteshäuser zu errichten, jedoch durften diese keinen Turm haben, der Eingang musste vom Ortszentrum abgewendet sein und durfte nicht direkt an der Straße liegen. Deshalb befindet sich die Kirche in einer Nebenstraße, ihr Eingang befindet sich nicht unmittelbar an der Straße und ist vom Ortszentrum abgewendet.

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Geschichte der Evangelischen Pfarrgemeinde Pinkafeld
Die evangelisch-lutherische Pfarrgemeinde in Pinkafeld ist eine Toleranzgemeinde. Sie verdankt ihre Gründung dem Toleranzpatent Joseph II., der damit 1781 die religiöse Duldung für die nichtkatholischen Bewohner Ungarns und Österreichs ermöglicht hatte. Bis zu diesem Zugeständnis des Habsburgischen Kaisers hatten die Evangelischen eine wechselvolle Geschichte erlebt:

Um 1517 predigte der Augustinermönch Dr. Martin Luther den menschlichen Herzen verständliche Glaubensinhalte. Seine Zuhörer und Leser fühlten sich als freie Christenmenschen; ihre Errettung geschieht in Jesus Christus allein durch Gottes Gnade, die im Glauben angenommen und festgehalten wurde. Sakramente sind die Taufe und das Abendmahl in beiderlei Gestalt (Brot und Wein). Diese Wahrheit fand Luther in der Heiligen Schrift. Damit dies jeder nachlesen konnte, übersetzt Luther 1522 das Neue Testament in die deutsche Sprache. Durch Zuhörer und Studenten Luthers wurde die Lehre in entfernte Gegenden getragen. Bereits im Jahre 1576 predigte Jeremias Dissinger in Pinkafeld. Er hatte noch bei Luther Vorlesungen gehört. Die Herren von Königsberg, Anhänger der neuen Lehre, holten ihn als Prediger in ihre Herrschaft Bemstein.

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Der Zeit der Reformation folgte die der Gegenreformation, Leidens- und Läuterungszeit der Evangelischen. In Pinkafeld konnten sie ihren Glauben als Geduldete von den Batthyánys weiterleben. Eine neue Zeit brach erst 1781 durch das Toleranzpatent von Joseph II. an, das den Protestanten die freie Religionsausübung gewährte. Das Toleranzpatent gestand die Gründung einer Gemeinde und den Bau eines Bethauses dort zu, wo sich evangelische Familien zusammenschlossen und die Verantwortung dafür übernahmen. In Pinkafeld fanden sich 75, in Riedlingsdorf 114, in Wiesfleck 46, in Schreibersdorf 20, in Schönherrn 15 und in Aschau 42 Familien, insgesamt also 312. Am 1.10.1783 erfolgte die Gemeindegründung. Seit diesem Tag werden die Heirats-, Tauf- und Sterbebücher der Pfarrgemeinde geführt. Der neu bestellte Pfarrer Michael Schwarz war schon in Dienst. Der Bau eines Bethauses begann. Wie im Toleranzpatent vorgeschrieben, entstand ein großes Haus in einer Seitengasse, der Eingang war hofseitig gelegen, die Fenster klein und unscheinbar. Es war nicht erlaubt einen Glockenturm zu errichten. 1785 wurde das neue Gotteshaus bezogen. Es ist das Zentruun evangelischen Lebens und wurde nach und nach fertig gestellt. 1788 wurde für die Orgel gesammelt, 1798 der Altar aufgestellt, 1800 der Taufstein mit Täufergruppe angeschafft. 1813 durfte ein Turm aus Holz gebaut werden, 1822 entstand der gemauerte Kirchturm. Daneben war das Schulhaus mit Pfarrer- und Messnerwohnung errichtet worden. Zum Erscheinungsbild des Marktes gehörte um 1830, das evangelische Bethaus mit dem Glockenturm, die Schule mit lebhaften Kindern, der evangelische Lehrer mit seiner Familie, der „geistliche Herr" wie der Pfarrer damals genannt wurde - mit Frau und Kindern.

Nach und nach waren in den so genannten Tochtergemeinden Schulen erbaut worden. Pinkafeld, die Muttergemeinde, beschäftigte von 1783 bis 1938 insgesamt 15 verschiedene Lehrer. Die Schulen vermittelten Wissen, aber auch das evangelische Glaubensgut. Zentrum des Gemeindelebens war und ist der sonntägliche Gottesdienst. Durch Lied, Liturgie, Gebet, Predigt, Taufe und Abendmahl wird Gottes vergebende Liebe erfahren. Eine Reihe treu sorgender Pfarrer diente der Gemeinde. Manchen Kummer brachten die Gemeindeglieder zu ihrem Seelsorger. Auch der Rat und die Hilfe der Pfarrfrau waren gefragt. In der Zwischenzeit war das Bethaus fast 100 Jahre alt geworden - Renovierung stand an. 1883 feierte die Gemeinde die Fertigstellung des Umbaus. Eine Kirche präsentierte sich nun dem Ort, der Turm war in das Gebäude eingebunden, große Kirchenfenster wurden eingefügt, innen waren Emporen eingezogen und Stiegenhäuser eingebaut.

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Ein Herzensanliegen wurde der Gemeinde das traurige Schicksal von Waisenkindern. Das Ehepaar Alexander und Amalia Putsch stiftete 1889 ein Waisenhaus. Diakonissen aus Graz und Preßburg wurden die Pflegerinnen. Die Pfarrer Ludwig Ziermann, Friedrich Dörmer und Paul Nitschinger waren unermüdlich um Spenden für das Waisenhaus bemüht. 30 Kinder waren täglich zu versorgen. Bis 1940 blieb das Waisenhaus der Gemeinde Auftrag und Anliegen. Dann griff die Nationalsozialistische Wohlfahrt danach und übernahm Haus und Kinder. Unser Gang durch die vergangenen Zeiten der Evangelischen Kirche ist nun beendet, wir befinden uns bereits in der Gegenwart. Dennoch gedenkt die Gemeinde alljährlich der Vergangenheit. Sie feiert immer am 4. Sonntag im September ihr Gemeindefest, in Erinnerung an den allerersten Gottesdienst, der in der neu gegründeten Pfarrgemeinde gefeiert wurde.

Im Jahr 2005 hat die Gemeinde 2.750 Mitglieder. Amtsführender Pfarrer ist seit 1992 Dr. Gerhard Harkam, mit ihm gemeinsam arbeitet Pfarrer Mag. Martin Schlor. Zentrum des Gemeindelebens ist nach wie vor der Gottesdienst, gleichzeitig versammeln sich die Kinder zum Kindergottesdienst. Einmal monatlich laden wir zum OASE-Gottesdienst für junge Familien und Singles. Die Tochtergemeinde Riedlingsdorf bietet in ihrer Kirche zweiwöchentlich Gottesdienste an, Wiesfleck einmal im Monat und auch Schreibersdorf und Schönherrn feiem in ihren Zentren Gottesdienst. Es gibt viele Veranstaltungen für jedes Alter. Kinder-, Jugend-, Frauen- und Seniorenkreise. Die Bibel wird wie in den Anfangszeiten der Reformation in Hauskreisen und in der Gemeinde gerne gelesen. Seit dem Jahr 1999 besitzt unsere Kirche eine wunderbare, neue Orgel. Es schien, als hätte nur sie noch in der Kirche gefehlt. Eim wichtiges Anliegen ist als Nachfolger zum Waisenhaus das Diakoniezentrum „Burgenlandhaus", eine Heimstätte für alte, behinderte und pflegebedurfige Menschen. Als Bereicherung erleben wir den guten Kontakt zur katholischen Gemeinde und ihrem Pfarrer, Herm Dechant Martin Korpitsch. Daraus entstanden seit zehn Jahren viele gemeinsame Veranstaltungen wie Gottesdienste, Konzerte, Bibelausstellung, Ehevorbereitungen.

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Der langgestreckte Kirchenbau wurde durch weiß gefärbelte Architekturdetails gegliedert. Der Glockenturm über der westlichen Giebelfassade hat einen hohen Zwiebelhelm. Der einfache Saalraum hat ein überhöhtes Deckenmittelfeld. Die Empore auf drei Seiten des Saalraumes steht auf Stützen aus Gusseisen.

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Der Kanzelaltar wurde in spätklassizistischen Formen gestaltet. Der Taufstein entstand um 1800. Die Orgel baute 1949 Max Dreher aus Salzburg.

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Das Schlachtenkreuz - ein schmaler hoher Bildstock mit Giebeldach - wurde im 17. oder 18. Jahrhundert zur Erinnerung an die Schlacht von 1459 am Pinkafelder Lamplfeld zwischen den Truppen von Kaiser Friedrich III. und dem König von Ungarn, Matthias Corvinus, errichtet. Das Tonrelief stammt von J. P. Krutzler.

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Pinkafelder Kreuzweg
Die 14 Stationen wurden gleichzeitig mit der Kalvarienbergkirche um 1748 errichtet. Als 13. Station gilt die Gruppe der drei Kreuze mit den Figuren von Jesus und den beiden Schächern, die im halbkreisförmigen Mauerring unterhalb der Kalvarienbergkirche stehen. Die 14. Station ist das heilige Grab in der Altarmensa der Kirche. Die ursprünglich gemalten Stationsbilder wurden 1981 durch Natursteinmosaike des akademischen Malers Prof. Hermann Bauch ersetzt.

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In den Jahren 1978 bis 1981 erfolgte unter Dechant Martin Sack eine Gesamtrenovierung. Die Bilder wurden neu gestaltet und mit Natursteinmosaiken des Akademischen Malers Professor Hermann Bauch ausgestattet. Die Kosten übernahmen in großzügiger Weise Pinkafelder Familien, die sich in sogenannten „Familienrunden“ trafen.

Die Wegkapellen sind einfache Bauten mit segmentbogig begrenzten Nischen, zarten Stuckrahmen an den Seitenwänden, ziegelgedecktem Satteldach und gekehltem Gesims.

 Pinkafeld im Südburgenland, Juli 2026 Pinkafeld im Südburgenland, Juli 2026

Der Kreuzweg in Pinkafeld, einer der schönsten des Burgenlandes, führt vom westlichen Pinkaufer über das Lamplfeld auf den Kalvarienberg und ist gleichzeitig mit der Kalvarienbergkirche um 1748 errichtet worden. Er besteht aus vierzehn Stationen. Vor der Kalvarienbergkirche befindet sich eine Kreuzigungsgruppe, bestehend aus drei Kreuzen mit den Figuren von Jesus und den beiden Schächern, innerhalb eines halbkreisförmigen Mauerrings, der von zwei Toren durchbrochen ist.

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1832 wird die Bergkirche als aus solidem Material bestehend beschrieben. Sie ist zu Ehren der Schmerzhaften Muttergottes geweiht, deren Fest alljährlich gefeiert wird. Der Altar hat einen Altarstein und trägt passenden Schmuck. Auf dem gemauerten Chor steht eine Orgel mit drei Registern (später sind vier genannt). Ein Oratorium, in den Dachboden über der Sakristei eingebaut, war für die Herrschaft gedacht.

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Graf Adam Batthyány ließ um 1748 die Kalvarienbergkirche im Barockstil erbauen. 1757 wurde sie zu „Ehren der schmerzhaften Muttergottes" geweiht. In den Jahren 1757 bis 1782 befand sich darin eine Eremitage (Einsiedelei). 1982 hat sich dort die Franziskusgemeinschaft angesiedelt. Auf dem Altar mit einer konkav geschwungenen Rückwand und Säulen stehen drei Steinfiguren der hll. Maria Magdalena und Johannes Evangelist mit M(atthias) Steinl bezeichnet und in der Mitte eine Pietà. Es gibt zwei Holzfiguren der hll. Paulus von Tarsus und Antonius Eremita aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts.

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Die Kalvarienbergkirche ist der älteste noch bestehende Kirchenbau Pinkafelds, die Kalvarienbergkirche wurde um 1748 unter Graf Ádám II. von Batthyány erbaut. An die Südseite der Kirche ist eine Eremitage (Einsiedelei) angebaut. Errichtet wurde die Eremitage vor 1757 mit vier Zimmern, Küche und Keller. Zunächst lebten Augustiner-Eremiten in der Eremitage, später Einsiedler der Raaber Eremitenkonföderation. 1782 wurde die Eremitage aufgehoben und das Gebäude ging an die Pfarre Pinkafeld über nachdem Kaiser Joseph II. alle Orden, die "nur beteten" und nicht sozial, cariativ oder wirtschaftlich tätig waren, auflösen ließ. Seit 1982 wird die Eremitage von der Franziskusgemeinschaft bewohnt. Der Kreuzweg zur Kalvarienbergkirche stammt auch aus der Zeit um 1748.

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Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag, kann sich gerne dieses Video antun: