Theodor Kery WP 2/3, A-2491 Neufeld/L.
+43/2624/54014 - office@websteiner.com
Pinkafeld (ungarisch Pinkafő) ist eine Stadtgemeinde
mit knapp 6000 Einwohnern im Burgenland im Bezirk Oberwart
(Österreich). Die Stadt Pinkafeld ist hauptsächlich als Schul- und
Hochschulstadt bekannt. Namensgebend ist die Pinka, ein Nebenfluss der
Raab. Die erste bekannte urkundliche Erwähnung stammt vermutlich aus
dem Jahre 860. Damit wäre Pinkafeld eine der ersten deutschsprachigen
Siedlungen des heutigen Burgenlandes.
Der Hauptplatz in Pinkafeld wurde umgestaltet. Zu den Schwerpunkten
zählten die Neuanordnung der Blumenbeete, neue Rasenflächen mit
automatischer Bewässerung, Beseitigung der veralteten Steinwände,
Ummantelung des alten Springbrunnens mit burgenländischen Sandstein
sowie die Buchseinfassung um den Brunnen.

Durchgangshaus: 1924 errichtete Josef Karl Homma im so genannten
Durchgangshaus ein Heimatmuseum mit überregionaler Bedeutung. Es war
dies die erste Museumsgründung des 1921 neu geschaffenen
österreichischen Bundeslandes Burgenland. Das Museum enthielt unter
anderem wertvolle Funde aus der Römerzeit. In den Nachkriegsjahren
wurden die Schauräume im Durchgangshaus aufgelöst und sehr viele
Sammelstücke gingen verloren. Das Durchgangshaus in der Stadtmitte
besteht noch heute.

Im Durchgangshaus (Hinteransicht) war in den 1920er-Jahren das Heimatmuseum untergebracht.

Mariensäule (im Volksmund auch „Frauensäule“ genannt) im Zentrum der
Stadt: Die Säule wurde 1757 in der kanonischen Visitation erstmals
erwähnt. Historiker nehmen an, dass sie aus Dankbarkeit über die
endgültige Abwehr der Türken, die Pinkafeld im Jahre 1532 zerstört und
auch später überfallen hatten, errichtet wurde.
Dein heil'ger Nam ist unsre schönste Zierde, Deines Sohnes Kreuz sei unsre liebste Bürde,
Drum bitt bei Deinem Sohn für uns um Stärke, Dass unser frommer Wille werd zum Werke!

Die erste urkundliche Erwähnung stammt vermutlich aus dem Jahre 860.
Während der folgenden 1000 Jahre war Pinkafeld die meiste Zeit beim
Königreich Ungarn. Dennoch war die Bevölkerung, wie im Großteil des
ehemaligen Deutsch-Westungarn (heute Burgenland), seit der Zeit Karls
des Großen überwiegend deutschsprachig. Historisch gesehen ist
Pinkafeld eine Stadt von Handwerkern und Bürgern. Die Stadt erwarb
schon im späten Mittelalter zahlreiche Privilegien wie die
Blutgerichtsbarkeit, das Markt- und Mautrecht und die Zollfreiheit. Im
weiteren Verlauf der Geschichte hatten die Pinkafelder Bürger stets
großes Interesse daran, diese Privilegien zu erhalten. Und tatsächlich
wurden die Pinkafelder Vorrechte von vielen Kaisern, Königen und
regionalen Herrschaftsinhabern immer wieder bestätigt und erweitert.
Vom 17. Jahrhundert bis ins frühe 20. Jahrhundert prägte das
Tuchmachergewerbe die Stadt.
Sieb- & Rübenhobelerzeugung von Alex. Ferber

Das neue Rathaus wurde von 1951
bis 1954 errichtet. Das alte Rathaus befand sich seit 1728 im
Rindsmaul'schen Gutshaus, das heute das Stadtmuseum beherbergt. Über
dem Eingang ist das Wappen der Stadt angebracht. Die erste Form des
Wappens stammt von einem Siegelstock aus dem Jahr 1639. Seit der
Stadterhebung im Jahr 1937 wird dieses Wappen als Stadtwappen wieder
verwendet. Die Farben des Stadtwappens und somit auch der Stadtfahne
sind weiß-blau.
Neues Rathaus: Das neue Rathaus wurde von den Architekten Prestiansky
und Putsch geplant und 1954 fertiggestellt. Der Bau ist in typisch
pannonischem Stil mit Rundbögen und Durchgängen gehalten und eines der
dominierenden Gebäude am Hauptplatz. 2020 wurde am Platz der Erinnerung
vor dem Rathaus ein Denkmal aufgestellt und eingeweiht, zur Erinnerung
an 33 Personen, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Das
Denkmal aus Stein und Glas wurde von Gottfried Reszner gestaltet.

ZUM GEDENKEN AN ALLE ERMORDETEN FRAUEN, MÄNNER UND KINDER AUS
PINKAFELD, DIE VON 1938 BIS 1945 OPFER DER NATIONALSOZIALISTISCHEN
GEWALTHERRSCHAFT WURDEN.
WIR GEDENKEN ALLER WIDERSTANDSKÄMPFER, ALLER „JÜDISCH" VERFOLGTEN
(OPFER DER SHOAH), ALLER ROMNIJA UND ROMA SOWIE ALLER
„EUTHANASIE"-OPFER (AUFGRUND IHRER KÖRPERLICHEN UND GEISTIGEN
BEHINDERUNG ERMORDETE KINDER UND ERWACHSENE) AUS PINKAFELD.
WIR GEDENKEN DER ÜBER 1000 ROMNIJA UND ROMA AUS DEM DAMALIGEN KREIS
OBERWART, DIE MIT DER BAHN VON PINKAFELD AUS IN GHETTOS UND
VERNICHTUNGSLAGER DEPORTIERT WURDEN.
WIR GEDENKEN ALLER ANDEREN NAMENLOS GEBLIEBENEN ERMORDETEN, DA ES TROTZ
INTENSIVER RECHERCHEN UND BEMÜHUNGEN NICHT GELANG, ALLE OPFER DER
NATIONALSOZIALISTISCHEN GEWALTHERRSCHAFT ZU IDENTIFIZIEREN.
Errichtet 2020 nach einem Beschluss des Pinkafelder Gemeinderates vom 7. Juni 2018:
„Die Stadtgemeinde Pinkafeld errichtet anlässlich des Gedenkjahres 2018
einen Gedenkort für die Opfer der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Pinkafeld."

Der Pinkafelder Geisterpfad
Ein geheimnisvolles Glöckchen; ein strafender Heiliger; ein
Leichenschuster; ein Fenster, das stets geschlossen ist; ein
aufgeknüpfter Räuberhäuptling; ein Teufel, der zum Tanz lädt; ein
grüngekleideter Troll und ein feuriger Reiter - Pinkafeld ist eine
Stadt mit Geschichte(n). Der Pinkafelder Geisterpfad macht lokale Sagen
zum Hör-Erlebnis. Spazieren Sie entlang der geschichtsträchtigen Orte
und tauchen Sie mit Nachtwächter Christian Putz in die Vergangenheit
und die Welt der Geister ein. Jede der acht Stationen wird von einem
Troll der Grünjankerl-Familie bewacht. Dauer: ca. 1,5 Stunden (4 km).
Schneller geht's mit dem Fahrrad.
Pinkafelder Geisterpfad - Der Leichenschuster (The Cobbler to the Corpses)

Röm.-kath. Pfarrkirche
Die röm.-kath. Pfarrkirche wurde in den Jahren 1772 bis 1774 im
spätbarocken Stil an der Stelle der alten abgerissenen Kirche erbaut.
Die Weihe zu Ehren der Apostel Petrus und Paulus erfolgte 1786. Das
Altarbild „Christi Geburt" wurde 1774 von Anton Jäntl gemalt. Der
Hochaltar von Nikolaus Minich stammt ebenfalls aus dem Jahr 1774.
Philipp Jakob Prokopp errichtete um 1780 das Taufbecken und die Kanzel.
Bei der letzten Renovierung 1991 wurde der Altarraum von Thomas
Resetarits neu gestaltet.
Das einschiffige Langhaus mit einem eingezogenen Chor mit einer
flachrunden Apsis hat im Westen einen Fassadenturm mit einer zweifachen
Zwiebelhaube und einer Laterne. Auf beiden Seiten des Chores sind
zweigeschoßige Sakristei- und Oratorienanbauten. Die westliche,
dreiachsige gegliederte Giebelfassade hat drei Wandnischen mit
Steinfiguren der ungarischen hll. Könige Ladislaus und Stephan und
mittig ein Kruzifix mit der trauernden Maria.

Pinkafeld, Pfarrkirche Hl. Peter und Paul
Die Pfarrkirche mit einem Fassadenturm wurde ab 1773 neu erbaut, 1786 geweiht.

Die Katholische Pfarrkirche Pinkafeld hll. Peter und Paul als
spätbarocke Wandpfeilerkirche mit einem Fassadenturm wurde ab 1773
unter Grund- und Patronatsherr Graf Adam III. Batthyány neu erbaut,
1786 geweiht, und 1807 fertiggestellt, nachdem die Kirche, die 1532
errichtet wurde, zu wenig Platz bot. Nördlich der Kirche steht ein
Steinkreuz aus dem Jahr 1825, das an den ehemaligen Friedhof erinnert,
der sich bis 1779 rund um die Kirche befand.

Die Orgel auf der Westempore hat ein Rückpositiv in der
Emporenbrüstung. Sie wurde 1790 durch Joseph Klügel (Kliegel),
„Bürgerlicher Orgel und Instrument Macher“ aus Güns erbaut. Ins
original erhaltene Orgelgehäuse installierte die Salzburger Firma
Dreher und Reinisch 1966 eine neue Orgel. Diese wurde 2022 durch ein
neues Instrument von Hermann Eule Orgelbau Bautzen ersetzt. Es verfügt
über 35 Register, die auf drei Manualen und Pedal verteilt sind.

Auf dem spätbarocken Hochaltar aus 1773/1774 von dem Bildhauer Nikolaus
Minich steht ein spätbarockes Altarblatt Geburt Christi von Anton Jantl
aus Graz. Der marmorierte Tabernakel wurde auf einem gemauerten
Altartisch errichtet und ist von zwei korinthischen Säulen und zwei
großen knienden Engeln flankiert. Eine Glocke goss 1840 Johann Feltl in
Graz. Die neue Einrichtung des Altarraumes mit Altartisch, Ambo,
Kerzenständer, Kreuz und die Sessel aus Kirschholz schuf 1991 der
Bildhauer Thomas Resetarits.

Die Kanzel und das Taufbecken werden dem Bildhauer Philipp Jakob Prokop
(1740–1814) zugeschrieben. Das Taufbecken stammt aus der Zeit um 1780
und wurde als bewusstes Gegenstück zur Kanzel errichtet. Es hat die
Form einer Trommel, die auf ein zweistufiges Holzpodest gesetzt ist.
Darauf befindet sich ein Stuckfigurengruppe, die die Taufe Christi
darstellt. Der darüber liegende Deckel mit der Hl.-Geist-Taube auf der
Unterseite und einem Engel mit einer Schriftrolle auf dem Aufsatz ist
dem Kanzeldeckel sehr ähnlich.

Geschichte der röm. kath. Pfarre Pinkafeld
Nach den bisherigen Forschungen stellt Pinkafeld die älteste
Mutterkirche der späteren Herrschaft Bernstein dar. Nach der
Inbesitznahme Pinkafelds durch das Erzbistum Salzburg im Jahr 860 wird
angenommen, dass damals bereits eine Holzkirche existiert hat oder
errichtet worden ist. Dafür gibt es aber keine Beweise. Vom 11.
Jahrhundert bis 1777 gehörte Pinkafeld zur Diözese Raab. Aus dem
Bereich der Mutterkirche Pinkafeld lösten sich im Laufe des
Mittelalters die Pfarren Bernstein, Mariasdorf, Kitzladen, Wolfau,
Buchschachen, Allhau und später noch Grafenschachen heraus. Die erste
ausdrückliche Erwähnung einer Kirche in Pinkafeld stammt aus dem Jahr
1289. Die Reimchronik Ottokars von der Gaal berichtet über die
Zerstörung der Wehrkirche „ze Pinkavelde" durch Herzog Albrecht I. von
Österreich im Verlauf der „Güssinger Fehde". Die erste namentliche
Nennung eines Pfarrers von Pinkafeld erfolgte 1373: „Johannes
presbyter, rector et plebanus". 1505 wurden ein „Cunradus plebanus" und
ein „Michaelis cappellanus" genannt. Im Jahr 1532 zerstörten die Türken
die Kirche, die danach an derselben Stelle wieder neu aufgebaut worden
ist. Die Reformation machte auch vor Pinkafeld nicht halt. So war die
Pfarre zwischen 1576 und 1644 von protestantischen Predigern besetzt.
Nach der Übernahme der Herrschaft durch die Grafen Batthyány im Jahr
1644, die nun die Patronatsherrn der Pinkafelder Kirche waren, erfolgte
die Rekatholisierung, wobei es noch weiterhin eine beträchtliche Zahl
von Protestanten gegeben hatte. Seit damals ist die Liste der
Pinkafelder Pfarrer lückenlos.
In der Mitte des 18. Jhs. setzte eine rege Kirchenbautätigkeit der
Batthyánys ein. So wurden die Josephikapelle (um 1730), die
Kalvarienbergkirche mit dem Kreuzweg (um 1748), die Antoniuskapelle
(1755) und die Kirche in Sinnersdorf (1756) errichtet. Da die
Pfarrkirche für den aufstrebenden Markt zu klein wurde, riss man sie
1772 ab und erbaute bis 1774 die heutige Pfarrkirche, die 1786 den
Kirchenpatronen Petrus und Paulus geweiht wurde. Das älteste Gotteshaus
im Pfarrgebiet ist die Wiesflecker Filialkirche, die bereits im
Mittelalter errichtet worden ist. In der ersten Hälfte des 19. Jhs
erlebte Pinkafeld eine kulturelle und religiöse Blütezeit durch das
Wirken von Pfarrer Joseph Michael Weinhofer (1806-1859) und Gräfin
Franziska von Batthyány (1783-1861). Pfarrer Weinhofer war nicht nur
ein hervorragender Seelsorger, sondern auch ein bedeutender Katechet
und Prediger, ein religiöser Erneuerer und wichtiger Bauherr. Bekannt
ist er auch als Verfasser der „Weinhoferchronik", in der er nicht nur
über das Pfarrgeschehen, sondern auch über politische und alltägliche
Ereignisse und den herrschenden Zeitgeist berichtet hat.

Gräfin Franziska galt zu recht als größte Wohltäterin und
Unterstützerin der Pfarre und ihrer Bewohner sowie als bedeutende
Förderin von Wissenschaft, Kunst und Theologie. So versammelte sie in
den Sommermonaten im Pinkafelder Schloss den so genannten „Wiener
Romantikerkreis", dem u. a. Zacharias Werner, Johann Emanuel Veit,
Roman Sebastian Zängerle, Leopold Kuppelwieser und auch Clemens Maria
Hofbauer angehörten. In dieser Zeit kam es neben einer regen
Bautätigkeit - Errichtung der neuen Filialkirche von Riedlingsdorf
(1811-15), der Kirche von Hochart (1823), der Friedhofskapelle (1835)
und des Klosters der Barmherzigen Schwestern („Haus zum heiligsten
Herzen Jesu") (1854/55) - auch zu einer geistigen Erneuerung. So berief
die Gräfin 1852 die Barınherzigen Schwestern nach Pinkafeld und bereits
1832 wurde der „Pinkafelder Herz-Jesu-Verein" gegründet, dem im Jahr
1877 19.710 Mitglieder angehörten. In dieser Zeit lebte auch Dr.
Michael Haas, der einzige Pinkafelder, der zum Bischof geweiht worden
ist. Er wirkte von 1858 bis 1866 in der Diözese Szathmár im damaligen
Ostungarn. 1808 wurde das Dekanat Pinkafeld errichtet.
Im Jahr 1856 entstand im Kloster eine Pfarrmädchenschule, die erst 1967
aufgelöst worden ist. Der „R. k. Gesellenverein Pinkafeld", die heutige
Kolpingfamilie, wurde 1894 gegründet. Im Jahre 1910 errichtete man den
heutigen Pfarrhof. Nach dem Anschluss des Burgenlandes an Österreich
erfolgte auch die kirchliche Neuorientierung. Pinkafeld, das seit 1777
zur Diözese Steinamanger gehörte, liegt nun im Bereich der
Apostolischen Administratur Burgenland, die 1960 zur Diözese Eisenstadt
erhoben wurde. In der Zeit des Nationalsozialismus war das kirchliche
Leben ziemlich eingeschränkt, es hat sich aber nach dem 2. Weltkrieg
rasch wieder normalisiert.
1969/70 wurde die neue Filialkirche in Hochart errichtet. Seit den
1970er Jahren erfolgte eine Öffnung und Intensivierung der pastoralen
Tätigkeit in der Pfarre. Die zahlreichen Gruppen, von den Kindern bis
zu den Senioren, die heute in der Pfarre tätig sind, zeugen von einem
regen Glaubensleben. Daneben erfolgten Renovierungen der Pfarrkirche,
der Kapellen und Filialkirchen und die Errichtung eines Pfarrheims in
der ehemaligen Weinhoferschule (1985). Zur Pfarre Pinkafeld gehören
heute die Filialen Hochart, Riedlingsdorf, Wiesfleck mit Schreibersdorf
sowie die Lokalseelsorgestelle Sinnersdorf. Das Kloster der
Barmherzigen Schwestern, das immer wieder umgebaut und erweitert worden
ist, betreibt heute ein Alten- und Pflegeheim. Am Kalvarienberg lebt
seit 1982 die Franziskusgemeinschaft, eine vom Bischof anerkannte
ordensähnliche Gemeinschaft für Familien und Einzelpersonen. Heute
leben in der Pfarre Pinkafeld, der zweitgrößten des Burgenlandes, mit
seinen Filialen rund 5.500 Katholiken. Mit der evangelischen
Pfarrgemeinde gibt es eine gute ökumenische Zusammenarbeit.

Der Innenraum vom Typus einer spätbarocken Wandpfeilerkirche besteht
aus einem vierjochigen Langhaus mit einem Platzlgewölbe zwischen Gurten
auf vorgezogenen Pilastern vor tief eingebuchteten Fensternischen. Das
Turmjoch hat Seitenräume, im Westen die dreiachsige Empore mit einem
Platzlgewölbe und einer mittig vorgezogenen Emporenbrüstung. Hinter dem
breit einschwingenden, rundbogigen Triumphbogen folgt das Chorjoch mit
einem Querplatzlgewölbe und einer Apsis unter einer Schale.

Stadtmuseum
Das heutige Stadtmuseum wurde Anfang des 17. Jahrhunderts erbaut und
ist das älteste Gebäude Pinkafelds. Die Freiherren von Rindsmaul
bewohnten das Gutshaus bis 1728. Im selben Jahr erwarb die Gemeinde das
Gutshaus. Bis 1848 diente es als Landgericht des privilegierten Marktes
Pinkafeld und bis 1954 als Rathaus. Der Pranger vor dem Gebäude wurde
im Jahr 1804 angebracht. Seit 1989 befindet sich hier das Stadtmuseum
Pinkafeld mit dem Garnisons-, Feuerwehr-, Kirchen- und Tuchmachermuseum.

Stadtmuseum mit Garnisons-, Feuerwehr- und Kirchenmuseum seit 1989
Im Zuge der für 1997geplanten Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum
der Stadterhebung Pinkafelds wurde die Idee geboren, im ehemaligen
Rindsmaul schen Gutshaus altes Rathaus ein neues Stadtmuseum
einzurichten. Das Gebäude wurde mit Mitteln von Bund, Land und
Stadtgemeinde von 1984 bis 1988 renoviert. Die Einrichtung der neuen
Sammlung, um zahlreiche Objekte der Feuerwehr und Garnison erweitert,
wurde vom Bgld. Landesmuseum vorgenommen. Am 16. Juni 1989 erfolgte die
Eröffnung, Weihe und Segnung des neueingerichteten Stadt-, Garnisons-
und Feuerwehrmuseums. Im Jahr 1991 wurde das Museum um das
Kirchenmuseum erweitert.
Tuchmachermuseum seit 2004
Das Tuchmachermuseum wurde vom Pinkafelder Künstler und Museumsgestalter Andreas Lehner eingerichtet.
Der Großteil der Maschinen und Geräte stammt von der Familie Adolf
Posch, die in Pinkafeld bis 1993 einen Textilbetrieb führten, weiters
haben zahlreiche Pinkafelder Familien Exponate und Fotos zur Verfügung
gestellt. In der Scheune wurden zwei mechanische Webstühle und eine
Kett- und Schussspulmaschine, die von Erich Gamauf und Annemarie
Beigelböck zur Verfügung gestellt wurden, aufgestellt. Am 15. Oktober
2004 erfolgte die feierliche Eröffnung des Tuchmachermuseum.

Im Stadtmuseum ist die
Siedlungs- und Rechtsgeschichte anhand von zahlreichen Exponaten
dargestellt. Weiters sind interessante archäologische Funde, die bis in
die Jungsteinzeit zurückgehen, sowie Fossilien zu besichtigen.
Das Tuchmachermuseum zeigt die
Entwicklung des Tuchmachergewerbes, den Übergang zur
Tuchmachergenossenschaft und den Wandel zur Textilindustrie. Zahlreiche
Maschinen und Geräte illustrieren die einzelnen Vorgänge vom Waschen
der Rohwolle bis zum Färben des fertigen Tuches. Museumsbesucherinnen
sind eingeladen, einzelne Arbeitsschritte der faszinierenden
Handwerkstechnik selbst auszuprobieren.
Das Garnisonsmuseum, einmalig
im Burgenland, zeigt die wechselvolle Geschichte jener Heereseinheiten,
die seit der Errichtung der Turbakaserne im Jahr 1932 hier stationiert
waren, sowie Ausstellungsstücke zum k. u. k. Infanterieregiment Nr. 83.
Im Feuerwehrmuseum ist anhand
zahlreicher Objekte (Saug- u. Druckspritze, Dampfspritze, Motorspritzen
...) die Geschichte der ältesten Feuerwehr des Burgenlandes (gegr.
1871) dargestellt.
Das Kirchenmuseum, eine
einzigartige Einrichtung in einem burgenländischen Museum, zeigt
Exponate der katholischen und evangelischen Pfarre von Pinkafeld.

Die Besiedlung der Landschaft um Pinkafeld läßt sich - wenn auch zur
Zeit nur in wenigen Zeugnissen - bis in die Jungsteinzeit
zurückverfolgen. In das Burgenländische Landesmuseum gelangte ein
kleines, schmalnackiges Grünsteinbeil, das 1924 beim Bahnbau auf dem
Pielfeld zum Vorschein kam; eine Klinge aus dunkelrotem Radiolarit
wurde 1936 auf dem Wege nach Wiesfleck gefunden.
In Funden läßt sich die Bronzezeit um Pinkafeld bisher noch nicht
nachweisen, dagegen aber die nachfolgende Eisenzeit (800 v. Chr. Geb.)
sowohl mit der illyrischen Hallstatt-, als auch durch die keltische La
Téne-Kultur. Der Hallstatt-Kultur (ältere Eisenzeit, 800 - 400 v. Chr.)
gehören zwei Grabhügel der Hügelgräbergruppe im Sauerwald an. Im Jahre
1925 stieß K. Schirmer im Tumulus I auf eine Steinsetzung mit einigen
Keramikbruchstücken und einem Spinnwirtel in Turbanform, Tumulus II,
1928 von J. K. Homma ergraben, bot reichere Aufschlüsse.
Aus der jüngeren Eisenzeit (400 v. Chr. - Chr. Geb.; Keltenzeit) liegt
noch kein geschlossener Fundverband vor. Einzelne Streuscherben der La
Téne-Kultur lassen aber doch eine Siedlungskontinuität von der späten
Hallstatt über die La Téne- bis in die Römerzeit annehmen.

Rindsmaulsches Gutshaus - Standort des heutigen Stadtmuseums
Seit 1989 befindet sich das neu eingerichtete und erweiterte
Stadtmuseum im renovierten „Alten Rathaus", dem ehemaligen
Rindsmaulschen Gutshaus, dem ältesten Haus Pinkafelds. Diese Gebäude
ist zu Beginn des 17. Jhs. von der Familie Rindsmaul errichtet worden.
Diese Freiherrenfamilie stammte aus Tirol, von wo sie in die Steiermark
übersiedelt ist und u. a. die Herrschaft Pernegg (in der Nähe von
Schäffernsteg, nördlich von Pinkafeld) erworben hat. Von hier wurde die
Familie während der Gegenreformation wegen ihres protestantischen
Glaubens vertrieben und siedelte sich in Pinkafeld an, das damals zu
Ungarn gehört hat. Die Ungarn waren nämlich den Protestanten gegenüber
toleranter als die katholischen Habsburger. Im Jahr 1728 wurde dieser
Gutshof von der damaligen Marktgemeinde Pinkafeld gekauft, die dieses
Haus bis ins 19. Jh. als Landgericht benutzte - der Pranger mit dem
Gerichtsarm und dem Schwert an der Außenfassade erinnert noch daran.
Außerdem stand dieses Gebäude bis 1951 als Rathaus in Verwendung.

Die Ortschaft Sinnersdorf wird in der Geschichte zum ersten Mal in
einer Urkunde vom 19. April 1388 erwähnt. Zu dieser Zeit verpfändete
König Sigismund das Gebiet an seinen Kanzler Kanizsay. Eine finanzielle
Notlage zwang den König, die Burg Bernstein mit den dazugehörigen
Herrschaften abzugeben. In der Urkunde scheint die Ortschaft erstmals
als Syndersdroh auf. 1392 wird das Dorf als Syndramsdorf erwähnt. Die
meisten Historiker nehmen an, dass der Ort einem Syndraham gehörte, von
dem er auch seinen Namen erhielt. In weiterer Folge entstanden die
Namen Sindersdorf und letztendlich Sinnersdorf.
Für diese Namensherkunft bestehen die Annahmen, dass die Bezeichnung
auf Sinder und Sinter (mittelalterlich Bezeichnung für Hammerschlag
bzw. Metallschlacke) zurückzuführen ist, wobei dabei auch in
übertragenem Sinne,„Sünderkruste" gemeint sein kann. Die kann
möglicherweise darauf beruhen, dass Sinnersdorf fast zur Gänze von
Pinkafeld und Hochart eingeschlossen ist und sich der Ort und seine
Bewohner schon früh aus dem Gemeindegebiet von Pinkafeld absonderte. Da
mit Sinter jedoch auch der gewöhnliche Hammerschlag in Verbindung
gebracht wird, kann die Namensherkunft auch auf die alte Hammerschmiede
an der Pinka, die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in Betrieb war,
zurückgeführt werden. Rund um das Gebiet der Hammerschmiede entstand
die erste Häuserrotte des Dorfes. Maximilian I. wurde 1490 bei der
Eroberung von Thalberg unterstützt, dafür kam Sinnersdorf mit dem
Weiler Oberwaldbauern an die Herrschaft Thalberg.

Die Geschichte der Feuerwehr Sinnersdorf
Am 1. Juli 1928 wird bei herrlichem Wetter und massenhaften Besuch das
Gründungsfest abgehalten, am 14. Juni 1931 wird die erste Motorspritze
eingeweiht und 14. Mai 1933 findet der 1. Bezirksfeuerwehrtag des
Gerichtsbezirkes Friedberg in Sinnersdorf statt. 15 Feuerwehren haben
mit insgesamt 108 Feuerwehrmännern daran teilgenommen. Wenn man die
damaligen Transportmöglichkeiten im ländlichen Raum in Betracht zieht,
kann man diese Zahl gar nicht hoch genug einschätzen.
Heute ist die FF Sinnersdorf bestens gerüstet und ausgebildet. Dazu
beigetragen hat sicherlich auch die Bereitschaft der
Feuerwehrmitglieder, sich laufend zu schulen und an Übungen aller Art
mitzumachen. An dieser Stelle sei die seit Jahrzehnten bestehende gute
Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren, auch ganz besonders mit den
burgenländischen, bei Einsätzen und Übungen erwähnt. Aber auch einige
spektakuläre Einsätze waren im Laufe der Jahre zu bewältigen: Ein
Großbrand in der Deckenfabrik 1970, ein Jahrhunderthochwasser im Jahre
1968, ein wochenlang andauernder Umwelteinsatz 1996 in Schäffernsteg
und Verkehrsunfälle auf der B 63, um nur einige zu erwähnen.

Krippe, 1826
gestiftet von Gräfin Franziska Batthyany, geb. Szechenyi.

Bibel - Altes und Neues Testament nach Martin Luther. Wittenberg, 1661
Hausbild für evangelische Familien mit Spieluhr, 19. Jhdt.
Ansuchen von Pinkafelder
Gemeindebürgern um Genehmigung der evangelischen Gemeindegründung nach
dem Toleranzpatent von 1781, Pinkafeld, 1783
Ehevertrag des Johann Gschrey, Hufschmiedemeister, und der Anna Maria Hutter, Pinkafeld, 1801.

Kampfanzug 57 (Tarnanzug) 15 teilig
Bestehend aus: Stahlhelm mit Tarnnetz und Innenhelm, Tarnhose und
Tarnjacke mit Dienstgraden Fähnrich, 1 Paar Feldschuhe Leicht,
Leibriemen und Traggerüst M57, 2 Magazintaschen für STG 58 mit 4
Magazinen/STG 58, 1 Paar Feldfäustlinge
rPak 66/70 (rückstoßfreie Panzerabwehrkanone)
Österreichische Version auf LOHNER - Radlafette, Kaliber: 10,6 cm,
Gewicht: 350 kg, Einschießgewehr M8: 12,7 mm, Feuerfolge: 3
Granaten/Minute, Einsatzschussweite gegen Panzer bis zu 1.000m
Verschossen wurden: Quetschkopfgranaten gegen Panzer, Splittergranaten gegen ungepanzerte Ziele
Die 10,6 cm rückstoßfreie Panzerabwehrkanone 66/70 war die Hauptwaffe
der Jägertruppe zur Panzerabwehr. Sie wurde von 1967 bis 1997 in der
s-Kp eingesetzt. Mit Kartusche für 10,6 cm rPAK

M.95 - Repetiergewehr (System Mannlicher)
Kaliber: 8 mm, Magazin: 5 Patronen, Baujahr: 1918 (WN-Stempel), mit Mannschaftsbajonett M-95
M.95 - Karabinerstutzen (System Mannlicher)
Kaliber: 8 mm, Magazin: 5 Patronen, Baujahr: 1918, mit Unteroffiziersbajonett M-95
Infanteriegewehr M.1891 (System Moisin-Nagant))
ca. 2 Mio Stück dieser Beutewaffen aus Russland wurden 1915 in der K.u.K.Armee vor allem für den Landsturm verwendet.
Infanteriegewehr 1867/77 (System Werndl)
Kaliber: 11 mm, mit Mannschaftsbajonett M-95, Zu Beginn 1. Weltkrieg 1914 waren die Landwehrverbände damit ausgerüstet.
Extra Corps Gewehr 1873/77 (System Werndl)
Kaliber: 11 mm, damit waren Pionier, Eisenbahn- u. Tel-Truppen ausgerüstet

Vermittlung: Großer Feldklappenschrank FK 16
Bestehend aus : Vermittlungselementen für 60 Anschlüsse
20 Steckern, 1 Handapparat, 2 Wählscheiben, 1 Handkurbelgenerator, 1 Batteriefach, 20 Gegengewichte.
Aufgebaut auf Vermittlungstisch, Vermittlungselemente Wählscheiben und Batteriefach in Holzelementen eingebaut
Eingesetzt im 2. Weltkrieg, verblieb anschließend beim Österreichischen
Bundesheer und wurde bis 1966 auch in der Turbakaserne Pinkafeld
eingesetzt.

Geschichte der Garnison Pinkafeld
k.u.k. ungarisches Infanterieregiment Nr. 83
Bis 1918 gehörte das Gebiet des heutigen Burgenlandes zur ungarischen
Reichshälfte Österreich-Ungarns. Viele junge Männer aus dem
südburgenländischen Raum dienten vor und während des Ersten Weltkrieges
(1914-1918) im k.u.k ungarischen Infanterieregiment Nr. 83. In den
Garnisonsorten Szombathely (Steinamanger), Komárom (Komorn) und Köszeg
(Güns) seit 1883 disloziert, wurde dieses historische Regiment 1967 den
in der Garnison Pinkafeld stationierten Verbänden des Österreichischen
Bundesheeres als Traditionstruppenkörper zugewiesen.
I. Republik (1918-1938)
Nach dem Zusammenbruch der Habsburgermonarchie 1918 gelangte das
westungarische Gebiet des heutigen Burgenlandes nach schwierigen
Friedensverhandlungen, Volksabstimmungen und auch bewaffneten
Auseinandersetzungen zwischen Österreich und Ungarn 1921 als neues
Bundesland zur Republik Österreich. Zur militärischen Sicherung der
neuen Ostgrenze Österreichs wurde nach der Landnahme des Burgenlandes
politisch entschieden die Kasernen Pinkafeld und Oberwart zu errichten
und mit Truppen zu versehen. Die Gemeindevertretung von Pinkafeld
bemühte sich seit 1926 intensiv um den Neubau einer Kaserne. Mit
tatkräftiger Unterstützung des damaligen Heeresministers Carl Vaugoin
(1873-1949) erfolgte am 21. Juli 1929 die Grundsteinlegung der
„Jäger-Kaserne" in Pinkafeld. Nach feierlicher Schlusssteinlegung am
28. Juni 1932 bezog das „Burgenländische Feldjägerbataillon Nr. 2" die
neue Garnison Pinkafeld.
Zweiter Weltkrieg und Besatzungszeit (1939-1955)
1938 wurde mit dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland das
Bundesheer in die deutsche Wehrmacht eingegliedert. Die Kaserne in
Pinkafeld diente zunächst der Unterbringung von Einheiten des
Schützenregimentes 11. Es folgte sodann ein Bataillon des
Gebirgsjägerregimentes 138 und nach dessen Verlegung bei Kriegsbeginn
1939 nach Polen, ein Bataillon des Infanterie Regimentes 499. 1941
wurde die Kaserne Pinkafeld als Reservelazarett und ab 1. Jänner 1945
als Kriegslazarett verwendet. Im April 1945 besetzten russische
Kosakenverbände die Kaserne. 1950 wurde die Garnison zum Großteil von
russischen Besatzungstruppen geräumt. Bis zum endgültigen Abzug der
Besatzungsmacht 1955 verblieb ein Restkommando der russischen Truppen
zur Aufrechterhaltung des Dienstes an der Demarkationslinie in der
Kaserne Pinkafeld.
II. Republik (1955-heute)
Nach Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages 1955 und der
Wiedererlangung der Souveränität Österreichs, wurde die stark
beschädigte Kaserne renoviert und für die Aufnahme von Truppen des neu
aufzustellenden österreichischen Bundesheeres vorbereitet. Am 15.
Oktober 1956 rückten die ersten Wehrpflichtigen nach Pinkafeld zum
Infanteriebataillon Nr. 2 ein, das am 1. September 1957 zum neuen
Jägerbataillon 19 wurde. In der Kaserne in Pinkafeld befanden sich zu
dieser Zeit das Bataillonskommando, die Stabskompanie und eine
Jägerkompanie des Jägerbataillons 19. Eine weitere Kompanie wurde in
der Kaserne Oberwart stationiert. 1962 erfolgte der Bau einer neuen
Kaserne in Güssing und das Jägerbataillon 19 wurde durch die
Neuaufstellung um eine Kompanie erweitert. 1964 stiftete die
Stadtgemeinde Pinkafeld dem Jägerbataillon 19 eine Fahne, deren
feierliche Übergabe am 15. Mai 1964 erfolgte.
Mit einem neuen Traditionserlass des Bundesministeriums für
Landesverteidigung 1967 wurde die Jäger-Kaserne Pinkafeld in
Turba-Kaserne umbenannt. Oberst im Generalstab Josef Turba (1872-1932)
war der letzte Regimentskommandant des k.u.k. Infanterieregiments Nr.
83. (Traditionsverband des Jägerbataillons 19)
Ein neues Verteidigungskonzept - die „Raumverteidigung" - führte 1979
zur Neustrukturierung des gesamten Österreichischen Bundesheeres. In
Pinkafeld wurde aus dem Jägerbataillon 19 das „Landwehrstammregiment
13". Dieses Regiment mit seinen Garnisonen in Pinkafeld, Oberwart und
Güssing zeichnete für die Ausbildung und Führung von zahlreichen neuen
Milizverbänden verantwortlich, die in der Zeit von 1978 bis 1994
aufgestellt wurden und über 5000 Milizsoldaten in ihren Reihen zählten.
Das Landwehrstammregiment 13 bildete auch die militärische Heimat
hunderter Milizoffiziere, die ihre Offiziersgrundausbildung (EF-Jahr)
in den Garnisonen des Regiments erhielten und den Miliztruppen des
Regiments zur Dienstleistung zugewiesen wurden. Nach dem Ende des
„Kalten-Krieges" im Jahre 1989 und dem Wegfall der Bedrohung eines
großen militärischen Konfliktes zwischen den beiden Großmächten USA und
der ehemaligen Sowjetunion wurde das Bundesheer schrittweise den neuen
Gegebenheiten angepasst. Mit der Heeresgliederung „Neu" 1994 wurde das
Landwehrstammregiment 13 in Jägerregiment 1 umbenannt und ab 1. April
1999 wieder zum Jägerbataillon 19 rückgegliedert. Mit dem Neubau der
Kaserne Güssing 2010-2013 übersiedelte das gesamte Jägerbataillon 19 im
Dezember 2013 nach Güssing. Damit fand die über 80-jährige militärische
Nutzung des Kasernenareals in Pinkafeld ihr Ende.

Hydrophor 1881
Vier-Mann-Handdruck-Ansaugpumpe, gezogen von einem Pferdegespann. Außer
der Pumpeinrichtung wurden Saugschläuche, Druckschläuche und
wasserführende Armaturen mitgeführt. Der Hydrophor wurde 1881 zum
zehnjährigen Bestandsjubiläum der Feuerwehr angekauft. Hersteller:
Firma Wm. Knaust Wien

Tragkraftspritze der Betriebsfeuerwehr Putsch 1930er Jahre
mit wasserführenden Armaturen, Feuerwehrgurten und Helm Rosenbauer TS R60
25 PS, Förderleistung: 600 1 bei 8 bar

Hydrophor, um 1868
Handgezogene Saug- und Druckspritze. Von der Marktgemeinde Pinkafeld
drei Jahre vor der Gründung der Feuerwehr angekauft. Hersteller: Fabrik
Seltenhofer in Ödenburg (Sopron)

Dampfspritze 1909 - Gezogen von einem pferdebespannten Wagen.
Kaufpreis: 8.500 Kronen, mit Zubehör: ca. 10.000 Kronen, Kesselinhalt 80 Liter, Betriebsdruck 10 atü,
Dampfmaschinenleistung 23 PS; 3-Zylinder-Kolbenpumpe, Leistung 800 bis 1000 Liter/min bei 10 bar
Hersteller: Firma Union, Wien, Hersteller Dampfkessel: Firma R. Czermack, Teplitz und Wien

Gastgeschenke und Wimpel der Partnerfeuerwehren aus Österreich, Ungarn, Deutschland und Finnland

GESCHICHTE der Stadtfeuerwehr Pinkafeld
Bereits im Jahr 1868 hat die Marktgemeinde Pinkafeld eine für die
damalige Zeit moderne Feuerspritze angeschafft. Es handelte sich um
eine handgezogene Saug- und Druckspritze, dem sog. Hydrophor. Nun
erkannte man die Notwendigkeit einer möglichst gut organisierten
Bedienungsmannschaft für diese Spritze. Daher kamen einige tatkräftige
Pinkafelder, wahre Pioniergeister ihrer Zeit, auf die Idee, eine
Freiwillige Feuerwehr ins Leben zu rufen. Am 28. August 1871 fand die
Gründungsversammlung des „Freiwilligen Feuerwehr-Vereines von
Pinkafeld" statt. Diese Feuerwehr ist somit die älteste des heutigen
Burgenlandes und war eine der ältesten des damaligen Westungarns.
Maßgeblichen Anteil an der Gründung hatten zwei, sehr unterschiedliche
Männer. Einerseits der spätere Textilfabrikant Andreas Friedrich, der
Mitbegründer der Putschfabrik, der zum ersten Kommandanten gewählt
wurde, und andererseits der Maler und Vergolder Johann Rohrer,
Gründungsmitglied des Pinkafelder Männergesangvereins. Der Pinkafelder
Männergesangsverein, der bereits 1863 gegründet wurde, hatte somit
maßgeblichen Anteil an der Gründung des Freiwilligen Feuerwehr-Vereins,
denn die Mitglieder sind geschlossen der Feuerwehr beigetreten. In der
Chronik heißt es dazu:„ ...die Sänger, welche nur alles Gute, Schöne
und Edle unterstützen, haben den Vereinsgeist in den Feuerwehrverein
mitgebracht und festgehalten,...". Von Anfang an bis heute waren
und sind bei der Feuerwehr Männer mit Pioniergeist und Weitblick tätig,
die auch immer die modernsten Geräte und Fahrzeuge zur Brandbekämpfung
angeschafft haben. Somit hat die Pinkafelder Feuerwehr von ihren
Anfängen bis heute eine Vorreiterrolle im burgenländischen
Feuerwehrwesen inne.

Mechanischer Tuchwebstuhl - „Schönherr Typ Webmeister" Baujahr um 1940
230 Webbreite (16/4 sächsische Normung) mit Pappkarten
Crompton-Schaftmaschine für 25 Schäfte Schützenwechsel mit 5 Kästen,
automatische Rücklaufvorrichtung Motorantrieb mit Keilriemen und
Konuskupplung
Zur Erzeugung von schweren Wollstoffen, Decken und technischen Geweben.
Bei Firma Adolf Posch, Decken- und Wollwarenerzeugung, fallweise noch
zur Herstellung von Spezialartikel wie Reiter-decken, Wollteppiche usw.
bis 1993 in Verwendung.

Mechanischer Webstuhl, Baujahr um 1890
Oberschläger mit Hattersley-Schaftmaschine, ca. 120 Schuss/Minute
Auf diesem einschützigen, mechanischen Webstuhl hat Herr Emmerich Gamauf bis 1965 Perlonsieb-Gewebe hergestellt.
Mit dazugehöriger Kett- und Schussspulmaschine, Baujahr 1953, Fabrikat Starlinger & Co

Schußspulautomat, Fabrikat Schweitzer

Spinn- und Zwirnmaschine

Das Tuchmachermuseum zeigt die Entwicklung des Tuchmachergewerbes, den
Übergang zur Tuchmachergenossenschaft und den Wandel zur
Textilindustrie. Zahlreiche Maschinen und Geräte illustrieren die
einzelnen Vorgänge vom Waschen der Rohwolle bis zum Färben des fertigen
Tuches. Museumsbesucherinnen sind eingeladen, einzelne Arbeitsschritte
der faszinierenden Handwerkstechnik selbst auszuprobieren.

Kunstwerk an der Wiener Straße vor dem Friedhof Pinkafeld

Die Friedhofskapelle Pinkafeld
mittig im Friedhof wurde von Nikolaus
Graf Batthyány und seiner Frau Franziska 1835 gestiftet. Die
denkmalgeschützte Kapelle ist ein frühes Werk des Wiener Architekten
Carl Roesner und gilt als kunsthistorisch bemerkenswerter Bau des
romantischen Historismus. Das Altarbild „Kreuzigung mit Maria und
Johannes" malte Eduard Steinle 1835 im nazarenischen Stil. Die Predella
zeigt die „Erlösung der armen Seelen aus dem Fegefeuer". Das
Seitenaltarbild „Noli me tangere" wurde von Nepomuk Höfel ebenfalls im
nazarenischen Stil gemalt. Die im Jahr 2005 renovierte Kapelle dient
heute als ökumenischer Ort des Gebetes und der Stille und als offener
Raum für Trauernde.

Die Pinkafelder Friedhofskapelle liegt inmitten des Friedhofs von
Pinkafeld im Burgenland, der 1779 neu errichtet wurde, nachdem man den
alten Friedhof bei der katholischen Pfarrkirche aufgelassen hatte.
Gestiftet wurde sie von Nikolaus Graf Batthyány und seiner Frau
Franziska. Die denkmalgeschützte Kapelle ist ein frühes Werk des Wiener
Architekten Carl Roesner und gilt als kunsthistorisch bemerkenswertes
Bauwerk des romantischen Historismus. Sie ist ein einfacher
neugotischer Bau über rechteckigem Grundriss. Der Grundstein zum Bau
der Kapelle wurde am 27. April 1835 gelegt. Die Einweihung erfolgte
noch im selben Jahr am 25. Oktober.
Eduard Jakob von Steinle malte das kunsthistorisch bedeutsame Altarbild
und die Predella. Altarbild und Predella zählen zu den Frühwerken
Steinles und sind von hoher Qualität. Die Bilder verdeutlichen seine
akademische Ausbildung im Kreis der Nazarener. Das Altarbild zeigt die
Kreuzigung Christi, der Hintergrund ist vergoldet. Die Predella stellt
die Erlösung der armen Seelen aus dem Fegefeuer dar. Eduard Steinle war
Mitglied des Romantiker-Kreises um die Gräfin Batthyány im Pinkafelder
Schloss.

Evangelische Pfarrkirche
1783 erfolgte die Grundsteinlegung für den Bau des evangelischen
Bethauses, das bereits 1785 geweiht wurde. Der Altar stammt aus dem
Jahr 1798. Der heutige Kanzelaltar wurde 1877 errichtet. In den Jahren
1822/23 erfolgte der Bau des gemauerten Turms, der an drei Seiten
freistehend war. Durch den Umbau und die Vergrößerung von 1877 bis 1882
erhielt die Kirche ihr heutiges Aussehen.
Die Evangelische Pfarrkirche Pinkafeld wurde 1785 fertig gestellt. 1822
entstand ihr gemauerter Turm. Kaiser Joseph II. erteilte den
Protestanten das Recht eigene Gotteshäuser zu errichten, jedoch durften
diese keinen Turm haben, der Eingang musste vom Ortszentrum abgewendet
sein und durfte nicht direkt an der Straße liegen. Deshalb befindet
sich die Kirche in einer Nebenstraße, ihr Eingang befindet sich nicht
unmittelbar an der Straße und ist vom Ortszentrum abgewendet.

Geschichte der Evangelischen Pfarrgemeinde Pinkafeld
Die evangelisch-lutherische Pfarrgemeinde in Pinkafeld ist eine
Toleranzgemeinde. Sie verdankt ihre Gründung dem Toleranzpatent Joseph
II., der damit 1781 die religiöse Duldung für die nichtkatholischen
Bewohner Ungarns und Österreichs ermöglicht hatte. Bis zu diesem
Zugeständnis des Habsburgischen Kaisers hatten die Evangelischen eine
wechselvolle Geschichte erlebt:
Um 1517 predigte der Augustinermönch Dr. Martin Luther den menschlichen
Herzen verständliche Glaubensinhalte. Seine Zuhörer und Leser fühlten
sich als freie Christenmenschen; ihre Errettung geschieht in Jesus
Christus allein durch Gottes Gnade, die im Glauben angenommen und
festgehalten wurde. Sakramente sind die Taufe und das Abendmahl in
beiderlei Gestalt (Brot und Wein). Diese Wahrheit fand Luther in der
Heiligen Schrift. Damit dies jeder nachlesen konnte, übersetzt Luther
1522 das Neue Testament in die deutsche Sprache. Durch Zuhörer und
Studenten Luthers wurde die Lehre in entfernte Gegenden getragen.
Bereits im Jahre 1576 predigte Jeremias Dissinger in Pinkafeld. Er
hatte noch bei Luther Vorlesungen gehört. Die Herren von Königsberg,
Anhänger der neuen Lehre, holten ihn als Prediger in ihre Herrschaft
Bemstein.

Der Zeit der Reformation folgte die der Gegenreformation, Leidens- und
Läuterungszeit der Evangelischen. In Pinkafeld konnten sie ihren
Glauben als Geduldete von den Batthyánys weiterleben. Eine neue Zeit
brach erst 1781 durch das Toleranzpatent von Joseph II. an, das den
Protestanten die freie Religionsausübung gewährte. Das Toleranzpatent gestand die Gründung einer Gemeinde und den Bau
eines Bethauses dort zu, wo sich evangelische Familien
zusammenschlossen und die Verantwortung dafür übernahmen. In Pinkafeld
fanden sich 75, in Riedlingsdorf 114, in Wiesfleck 46, in
Schreibersdorf 20, in Schönherrn 15 und in Aschau 42 Familien,
insgesamt also 312. Am 1.10.1783 erfolgte die Gemeindegründung. Seit
diesem Tag werden die Heirats-, Tauf- und Sterbebücher der
Pfarrgemeinde geführt. Der neu bestellte Pfarrer Michael Schwarz war
schon in Dienst. Der Bau eines Bethauses begann. Wie im Toleranzpatent
vorgeschrieben, entstand ein großes Haus in einer Seitengasse, der
Eingang war hofseitig gelegen, die Fenster klein und unscheinbar. Es
war nicht erlaubt einen Glockenturm zu errichten. 1785 wurde das neue
Gotteshaus bezogen. Es ist das Zentruun evangelischen Lebens und wurde
nach und nach fertig gestellt. 1788 wurde für die Orgel gesammelt, 1798
der Altar aufgestellt, 1800 der Taufstein mit Täufergruppe angeschafft.
1813 durfte ein Turm aus Holz gebaut werden, 1822 entstand der
gemauerte Kirchturm. Daneben war das Schulhaus mit Pfarrer- und
Messnerwohnung errichtet worden. Zum Erscheinungsbild des Marktes
gehörte um 1830, das evangelische Bethaus mit dem Glockenturm, die
Schule mit lebhaften Kindern, der evangelische Lehrer mit seiner
Familie, der „geistliche Herr" wie der Pfarrer damals genannt wurde -
mit Frau und Kindern.
Nach und nach waren in den so genannten Tochtergemeinden Schulen erbaut
worden. Pinkafeld, die Muttergemeinde, beschäftigte von 1783 bis 1938
insgesamt 15 verschiedene Lehrer. Die Schulen vermittelten Wissen, aber
auch das evangelische Glaubensgut. Zentrum des Gemeindelebens war und
ist der sonntägliche Gottesdienst. Durch Lied, Liturgie, Gebet,
Predigt, Taufe und Abendmahl wird Gottes vergebende Liebe erfahren.
Eine Reihe treu sorgender Pfarrer diente der Gemeinde. Manchen Kummer
brachten die Gemeindeglieder zu ihrem Seelsorger. Auch der Rat und die
Hilfe der Pfarrfrau waren gefragt. In der Zwischenzeit war das Bethaus
fast 100 Jahre alt geworden - Renovierung stand an. 1883 feierte die
Gemeinde die Fertigstellung des Umbaus. Eine Kirche präsentierte sich
nun dem Ort, der Turm war in das Gebäude eingebunden, große
Kirchenfenster wurden eingefügt, innen waren Emporen eingezogen und
Stiegenhäuser eingebaut.

Ein Herzensanliegen wurde der Gemeinde das traurige Schicksal von
Waisenkindern. Das Ehepaar Alexander und Amalia Putsch stiftete 1889
ein Waisenhaus. Diakonissen aus Graz und Preßburg wurden die
Pflegerinnen. Die Pfarrer Ludwig Ziermann, Friedrich Dörmer und Paul
Nitschinger waren unermüdlich um Spenden für das Waisenhaus bemüht. 30
Kinder waren täglich zu versorgen. Bis 1940 blieb das Waisenhaus der
Gemeinde Auftrag und Anliegen. Dann griff die Nationalsozialistische
Wohlfahrt danach und übernahm Haus und Kinder. Unser Gang durch die vergangenen Zeiten der Evangelischen Kirche ist
nun beendet, wir befinden uns bereits in der Gegenwart. Dennoch gedenkt
die Gemeinde alljährlich der Vergangenheit. Sie feiert immer am 4.
Sonntag im September ihr Gemeindefest, in Erinnerung an den allerersten
Gottesdienst, der in der neu gegründeten Pfarrgemeinde gefeiert wurde.
Im Jahr 2005 hat die Gemeinde 2.750 Mitglieder. Amtsführender Pfarrer
ist seit 1992 Dr. Gerhard Harkam, mit ihm gemeinsam arbeitet Pfarrer
Mag. Martin Schlor. Zentrum des Gemeindelebens ist nach wie vor der
Gottesdienst, gleichzeitig versammeln sich die Kinder zum
Kindergottesdienst. Einmal monatlich laden wir zum OASE-Gottesdienst
für junge Familien und Singles. Die Tochtergemeinde Riedlingsdorf
bietet in ihrer Kirche zweiwöchentlich Gottesdienste an, Wiesfleck
einmal im Monat und auch Schreibersdorf und Schönherrn feiem in ihren
Zentren Gottesdienst. Es gibt viele Veranstaltungen für jedes Alter.
Kinder-, Jugend-, Frauen- und Seniorenkreise. Die Bibel wird wie in den
Anfangszeiten der Reformation in Hauskreisen und in der Gemeinde gerne
gelesen. Seit dem Jahr 1999 besitzt unsere Kirche eine wunderbare, neue
Orgel. Es schien, als hätte nur sie noch in der Kirche gefehlt. Eim
wichtiges Anliegen ist als Nachfolger zum Waisenhaus das
Diakoniezentrum „Burgenlandhaus", eine Heimstätte für alte, behinderte
und pflegebedurfige Menschen. Als Bereicherung erleben wir den guten
Kontakt zur katholischen Gemeinde und ihrem Pfarrer, Herm Dechant
Martin Korpitsch. Daraus entstanden seit zehn Jahren viele gemeinsame
Veranstaltungen wie Gottesdienste, Konzerte, Bibelausstellung,
Ehevorbereitungen.

Der langgestreckte Kirchenbau wurde durch weiß gefärbelte
Architekturdetails gegliedert. Der Glockenturm über der westlichen
Giebelfassade hat einen hohen Zwiebelhelm. Der einfache Saalraum hat
ein überhöhtes Deckenmittelfeld. Die Empore auf drei Seiten des
Saalraumes steht auf Stützen aus Gusseisen.

Der Kanzelaltar wurde in spätklassizistischen Formen gestaltet. Der
Taufstein entstand um 1800. Die Orgel baute 1949 Max Dreher aus
Salzburg.

Das Schlachtenkreuz - ein
schmaler hoher Bildstock mit Giebeldach - wurde im 17. oder 18.
Jahrhundert zur Erinnerung an die Schlacht von 1459 am Pinkafelder
Lamplfeld zwischen den Truppen von Kaiser Friedrich III. und dem König
von Ungarn, Matthias Corvinus, errichtet. Das Tonrelief stammt von J.
P. Krutzler.

Pinkafelder Kreuzweg
Die 14 Stationen wurden gleichzeitig mit der Kalvarienbergkirche um
1748 errichtet. Als 13. Station gilt die Gruppe der drei Kreuze mit den
Figuren von Jesus und den beiden Schächern, die im halbkreisförmigen
Mauerring unterhalb der Kalvarienbergkirche stehen. Die 14. Station ist
das heilige Grab in der Altarmensa der Kirche. Die ursprünglich
gemalten Stationsbilder wurden 1981 durch Natursteinmosaike des
akademischen Malers Prof. Hermann Bauch ersetzt.

In den Jahren 1978 bis 1981 erfolgte unter Dechant Martin Sack eine
Gesamtrenovierung. Die Bilder wurden neu gestaltet und mit
Natursteinmosaiken des Akademischen Malers Professor Hermann Bauch
ausgestattet. Die Kosten übernahmen in großzügiger Weise Pinkafelder
Familien, die sich in sogenannten „Familienrunden“ trafen.
Die Wegkapellen sind einfache Bauten mit segmentbogig begrenzten
Nischen, zarten Stuckrahmen an den Seitenwänden, ziegelgedecktem
Satteldach und gekehltem Gesims.

Der Kreuzweg in Pinkafeld, einer der schönsten des Burgenlandes, führt
vom westlichen Pinkaufer über das Lamplfeld auf den Kalvarienberg und
ist gleichzeitig mit der Kalvarienbergkirche um 1748 errichtet worden.
Er besteht aus vierzehn Stationen. Vor der Kalvarienbergkirche befindet
sich eine Kreuzigungsgruppe, bestehend aus drei Kreuzen mit den Figuren
von Jesus und den beiden Schächern, innerhalb eines halbkreisförmigen
Mauerrings, der von zwei Toren durchbrochen ist.

1832 wird die Bergkirche als aus solidem Material bestehend
beschrieben. Sie ist zu Ehren der Schmerzhaften Muttergottes geweiht,
deren Fest alljährlich gefeiert wird. Der Altar hat einen Altarstein
und trägt passenden Schmuck. Auf dem gemauerten Chor steht eine Orgel
mit drei Registern (später sind vier genannt). Ein Oratorium, in den
Dachboden über der Sakristei eingebaut, war für die Herrschaft gedacht.

Graf Adam Batthyány ließ um 1748 die Kalvarienbergkirche
im Barockstil erbauen. 1757 wurde sie zu „Ehren der schmerzhaften
Muttergottes" geweiht. In den Jahren 1757 bis 1782 befand sich darin
eine Eremitage (Einsiedelei). 1982 hat sich dort die
Franziskusgemeinschaft angesiedelt. Auf dem Altar mit einer konkav
geschwungenen Rückwand und Säulen stehen drei Steinfiguren der hll.
Maria Magdalena und Johannes Evangelist mit M(atthias) Steinl
bezeichnet und in der Mitte eine Pietà. Es gibt zwei Holzfiguren der
hll. Paulus von Tarsus und Antonius Eremita aus der 2. Hälfte des 18.
Jahrhunderts.

Die Kalvarienbergkirche ist der älteste noch bestehende Kirchenbau
Pinkafelds, die Kalvarienbergkirche wurde um 1748 unter Graf Ádám II.
von Batthyány erbaut. An die Südseite der Kirche ist eine Eremitage
(Einsiedelei) angebaut. Errichtet wurde die Eremitage vor 1757 mit vier
Zimmern, Küche und Keller. Zunächst lebten Augustiner-Eremiten in der
Eremitage, später Einsiedler der Raaber Eremitenkonföderation. 1782
wurde die Eremitage aufgehoben und das Gebäude ging an die Pfarre
Pinkafeld über nachdem Kaiser Joseph II. alle Orden, die "nur beteten"
und nicht sozial, cariativ oder wirtschaftlich tätig waren, auflösen
ließ. Seit 1982 wird die Eremitage von der Franziskusgemeinschaft
bewohnt. Der Kreuzweg zur Kalvarienbergkirche stammt auch aus der Zeit
um 1748.

Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag,
kann sich gerne dieses Video antun: