Rundreise Slowenien

Bei einer Rundfahrt im Juli 2018 durch Österreichs südlichen Nachbarn Slowenien konnten gleich mehrere Sehenswürdigkeiten dieses kleinen Landes besucht werden (Laibach, Koper, Maribor). Klein ist sicher nicht abwertend gemeint, denn für dieses Land gilt eindeutig: Klein, aber oho!

Bled (Veldes oder Feldes) ist der Name einer Gemeinde am Bleder See (Veldeser See) in der Region Gorenjska (Oberkrain) - wenige Kilometer südlich der österreichischen Grenze und rund 50 km nordwestlich der Hauptstadt Ljubljana (Laibach) in Slowenien gelegen.

Marienkirche auf einer kleinen Insel des Bleder Sees
Die Gemeinde lebt besonders vom Fremdenverkehr und profitiert dabei sehr von der Lage des Bleder Sees am Fuße der Julischen Alpen. Der Ort Bled selbst ist Luftkurort.

Aufgrund zahlreicher (besserer) Fotos auf Instagram wurde ich zu diesem Ort hingelockt. Tatsächlich ist ein einstündiger Zwischenstopp zur Mittagszeit der denkbar ungünstigste Zeitpunkt um dort Fotopause zu machen. Wer hätte das gedacht?
Man staut sich auf der Uferstraße um den See ohne Parkmöglichkeit. Hier wäre Übernachtung, Fahrrad und Drohne sinnvoll.

Die Burg von Ljubljana ist eine mächtige Festung auf einem Berg neben der Innenstadt von Ljubljana. Sie ist das bei weitem größte und auffälligste Bauwerk der Hauptstadt von Slowenien. Auf dem Burgberg von Ljubljana stand schon im Mittelalter, im späten ersten Jahrtausend nach Christus, eine Festungsanlage. Die Grundmauern und die Kirche der heutigen Burg sind aus dem 15. Jahrhundert. Viele Teile der Ljubljanski grad (Burg von Ljubljana) wurden allerdings später errichtet, besonders im 16. und 17. Jahrhundert.

1905 kaufte der Bürgermeister Ivan Hribar nach fast zehnjähriger Diskussion die Burg dem Staat um 60.200 Kronen ab. Seither gehört sie der Stadt. Heute sind in der Burg von Laibach unter anderem Ausstellung und kulturelle Veranstaltungen. Es finden Hochzeiten statt, es gibt ein Spitzen-Restaurant und ein Cafe.

Nach dem Mittelalter war die Burg eher eine Bedrohung, als ein Schutz für die Bevölkerung der Umgebung. Das kam daher, dass es gleich zwei Pulvertürme auf der Burg gab. Einen für den Kaiser und einen für den Landesfürsten. In den Jahren 1630, 1686 und 1737 schlug dort jeweils ein Blitz ein ...

Kaiser Joseph II machte aus der Burg eine Strafanstalt, was sie, mit Ausnahme der napoleonischen Besetzung 1809, bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges blieb. Wäre Napoleon jedoch nicht gekommen, hätte man die Burg vielleicht abgerissen. Die Wiener Verwaltung wollte das tun, aber die Landesbevölkerung war dagegen.

Eines der ältesten gemauerten Bauwerke im Burgkomplex ist die Burgkapelle St. Georg. Aufgrund einer kaiserlichen Urkunde aus dem Jahre 1489 wurde sie mehreren Heiligen geweiht: Georg, Pankratius und der Kaiserin Helena. Die ursprüngliche gotische Kapelle wurde im Barockstil umgebaut und 1747 mit den Wappen der Landeshauptleute in Krain bemalt. In kirchlichen Räumen sind Bemalungen mit weltlichem Inhalt nur selten anzutreffen, weshalb die Kapelle diesbezüglich als Besonderheit auch im europäischen Maßstab zählt.

Den bequemsten Aufstieg zur Burg von Ljubljana stellt eine Fahrt mit der Standseilbahn dar, die zugleich auch einen malerischen Ausblick bietet. Über den Platz Krekov trg gelangt man zur unteren Station der Standseilbahn. Die Höhendifferenz zwischen beiden Stationen beträgt knapp 70 Meter - Fahrzeit: eine Minute.

Südlich des Preserenplatzes (Presernov trg) fließt der Fluss Ljubljanica vorbei und wird von der berühmtesten Brücke der Stadt, Tromostovje (Drei Brücken), überquert.

Tromostovje (Drei Brücken) ist eines der Wahrzeichen von Ljubljana. Die erste Erwähnung einer hölzernen Brücke über die Ljubljanica an dieser Stelle datiert um 1280. Die Holzbrücke musste 1657 nach einem Feuer erneut errichtet werden und wurde 1842 durch eine Steinbrücke ersetzt, die von Giovanni Picco, einem italienischen Architekten, entworfen wurde.

Diese Brücke erhielt den Namen Francev most (Franzensbrücke) in Erinnerung an den Erzherzog Karl Franz. Diese Steinbogenbrücke ist das zentrale Element der modernen Brücke. Sie wurde 1929 vom slowenischen Architekten Joze Plecnik (1872-1957) zu einer dreifachen Brücke erweitert. Er fügte auf beiden Seiten Fußgängerbrücken hinzu, verbreiterte die Brücke und verhinderte so, dass sie zu einem Engpass wurde. Sein Werk war 1932 vollendet.

Der Dom St. Nikolaus (Stolnica svetega Nikolaja) am Ciril-Metodov-Platz im Zentrum ist die Kathedralkirche des römisch-katholischen Erzbistums Ljubljana.
Der barocke Dom ist dem Heiligen Nikolaus von Myra geweiht.

1996, anlässlich des Besuchs von Papst Johannes Paul II., wurden zwei massive Bronzetüren mit Reliefdarstellungen der slowenischen Geschichte und der Bischöfe von Ljubljana angebracht.

Die erste Kirche an diesem Ort war ein romanischer Bau und wurde erstmals 1262 erwähnt. Nach einem Brand 1361 wurde sie im Stil der Gotik wiederaufgebaut.
1461 wurde die Diözese Ljubljana eingerichtet und die Kirche somit zur Kathedrale erhoben.

Zwischen 1701 und 1706 wurde die Kirche in ihrer heutigen Gestalt vom Architekten Andrea Pozzo neu errichtet. Das Deckenfresko stammt von Giulio Quaglio.

Francesco Robba gestaltete Mitte des 18. Jahrhunderts den linken Seitenaltar.

Die Hauptorgel des Domes wurde 1911 durch Ivan Milavec als op. 26 erbaut.

Ein Gebäude namens 'Slovensko Narodno Gledalisce Opera in balet Ljubljana'. Wozu es wohl dient?

Die Slowenische Nationalgalerie (Narodna galerija Slovenije) ist ein Kunstmuseum insbesondere für Malerei und Skulpturen in der Presernova Cesta 20 (eine nach dem slowenischen Nationaldichter France Preseren benannte Straße).

Das Stadtwäldchen Tivoli Park ist der größte Park in Ljubljana mit Gärten, befestigten Wegen und Wiesen mit Picknickplätzen auf insgesamt 5 km².

Abseits der geordneten Wege findet man solche Motive.

Panorama mit Fußgängerbrücke über die Ljubljanica und der Ljubljanski grad.
Seit dem Jahr 2012 gibt es im Zentrum eine weitere Fußgänger-Brücke über die Ljubljanica. Da sie am Platz des alten Fischmarkts (Ribji Trg) ist, wird sie häufig Fischmarkt-Brücke genannt.

Das typische Postkartenmotiv dieser Stadt.
Ljubljana (Laibach) ist die Hauptstadt von Slowenien und mit etwa 300.000 Einwohnern zugleich seine größte Stadt.

Die Ljubljanica (Laibach) ist ein unter diesem Namen 41, insgesamt jedoch 85 Kilometer langer Fluss in Slowenien.

Etwa 20 Kilometer seines Verlaufes führen durch unterirdische Karsthöhlen. Die Ljubljanica wird auch 'Fluss mit sieben Namen' genannt, da sich in ihr die Karstflüsse Strzen, Cerkniscica (Zirknitzbach), Unica (Unz), Logascica, Pivka (Poik) und Rak vereinigen, die jeweils abschnittsweise unter anderem Namen zu Tage treten.

Blick vom Gallus Kai (Gallusovo nabrezje) zur Schusterbrücke (Cevljarski most).
Die Schusterbrücke war, wie die Drei-Brücken-Brücke, früher eine Holzbrücke und wurde vom Archtitekten Joze Plecnik als Steinbrücke neu errichtet. Die Schusterbrücke ist rund 100 Meter südlich der Drei-Brücken und verbindet die zentralen Plätze Alter Platz (Stari Trg) und Neuer Platz (Novi Trg).

Die Cevljarski most, wie die Schuhmacher-Brücke oder Schuster-Brücke auf slowenisch heißt, wurde Anfang der 1930er Jahre erbaut. Der Baustil inklusive des Geländers und der Lampen ist typisch für Joze Plecnik, der viele andere Bauwerke in Ljubljana erbaute. Die Schusterbrücke gehört heute zur Fußgänger-Zone der Hauptstadt von Slowenien. Der Name geht auf die Schuhmacher zurück, die auf der alten Holzbrücke in vergangenen Jahrhunderten ihr Handwerk ausübten.

Der Novi trg mit seinem Brunnen (Vodnjak na Novem trgu).

Seit 2004 ist Slowenien Mitglied der EU und der NATO. Im Jahr 2007 trat Slowenien der Eurozone bei. Das Land ist eine demokratisch verfasste parlamentarische Republik. Das Gebiet des heutigen Sloweniens wurde Anfang des 6. Jahrhunderts von den Slawen besiedelt. Im 11. Jahrhundert wurde Slowenien in das Heilige Römische Reich eingegliedert und geriet In den folgenden Jahrhunderten das Territorium an die Habsburgermonarchie. In Folge der Auflösung der Doppelmonarchie 1918 wurde Slowenien Teil des neu gegründeten Königreichs Jugoslawien (SHS-Staat).
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges existierte Slowenien als Gliedstaat im sozialistischen Jugoslawien. Nach Verkündung der Unabhängigkeit am 25. Juni 1991 und dem 10-Tage-Krieg wurde Slowenien ein eigenständiger Nationalstaat. Slowenien ist heute das wohlhabendste Land des ehemaligen Jugoslawien.

Slowenien ist übrigens 20.000 km² groß (also so groß wie der Kruger-Nationalpark in Südafrika) und hat etwa 2 Millionen Einwohner. Es ist wie die Hauptstadt Laibach touristisch ausgezeichnet erschlossen und englisch wird sehr gut verstanden.

Schon wieder das Postkartenmotiv, diesmal drei Stunden später.

In der Mitte des Preserenplatzes (Presernov trg) steht die Statue des slowenischen Nationaldichters France Preseren. Im Norden des Platzes befindet sich die barocke Franziskanerkirche (Franciskanska cerkev Marijinega oznanenja oder einfach Franciskanska cerkev) sowie das Urbanc-Haus aus dem Jahre 1903.

Das Urbanc-Haus ist ein Kaufhaus, dessen Hauptfassade zum Platz nur 5,50 Meter breit ist. Der Haupteingang wird von einem gläsernen Dach geschützt. Auf dem Dach über dem Eingang steht eine Statue von Mercurius, dem Gott des Handels und Beschützer der Kaufleute. Außen wie innen folgt die architektonische Gestaltung dem Jugendstil.

Die Oper 'SNG Opera in balet Ljubljana' vom Gebäude der Nationalversammlung gesehen.

Die Slowenische Nationalgalerie (Narodna galerija Slovenije) sieht ohne Sonnenlicht noch besser aus.

Tromostovje (Drei Brücken) mit der Franziskanerkirche (Franciskanska cerkev).

Metzgerbrücke (Mesarski most) mit den Liebesschlössern mit Blick auf Tromostovje, links die Plecnik Arkaden (Plecnikove arkade). Die Stadt ist berühmt für ihre von Joze Plecnik geplanten Architekturdenkmäler - ein slowenischer Architekt, der in Wien, Prag und Laibach wirkte - sowie für ihre gut erhaltene Innenstadt.

Die Plecnik Arkaden beherrbergen Shops und Lokal, an der Wasserlinie ist der Fischmarkt. Davor bei den drei Brücken ist die Kommunalverwaltung 'Republika Slovenija Upravna Enota Ljubljana - Izpostava Center'.

Die Metzgerbrücke (Mesarski most) ist eine neue Brücke, die im Jahr 2010 eröffnet wurde.
Seitdem bringen verliebte Paare (oder solche, die daran glauben) Vorhangschlösser, meist mit eingraviertem Namen, an den Seilen des Brückengeländers der Metzgerbrücke an. Inzwischen sind es viele tausend Schlösser.

Die Gebäude neben dem Fluss Ljubljanica, die an die venezianischen Paläste erinnern, zählen zu den bekanntesten Gebäuden von Ljubljana. Während sich Joze Plecnik beim Bau der Gebäude an der Flussseite als Vorbild die italienische Renaissance nahm, baute er vor die Toreingänge an der anderen Seite eine Reihe von Säulen, die der Antike ähneln. Die ganze Pracht der Gebäude ist den Bäckereien, den Metzgereien und Fischläden gewidmet.

Die Drachenbrücke (Zmajski most) ist die einzige der fünf Brücken im Zentrum, die heute als Autobrücke genutzt wird. Die im Jahr 1901 fertiggestellte Brücke war eine Revolution der Brücken-Architektur. Es war eine der ersten Stahl-Beton-Brücken in Europa überhaupt.

Das Türmchen am Rathaus (Mestna hisa oder Rotovz) auf dem Mestni trg, dem Stadtplatz in der Altstadt.
Das alte Rathaus, in dem die Stadtgemeinde ihren Sitz hat, wurde im späten 15. Jahrhundert erbaut.

Der Novi trg mit seinem Brunnen (Vodnjak na Novem trgu) von der anderen Uferseite.

Am Gornji trg ist die Straßenbeleuchtung bei der Kirche 'Cerkev Sv. Florjana' ein Luster.

1804 wurde Laibach Teil des neu proklamierten Kaisertums Österreich. Nach dem Frieden von Schönbrunn musste die Stadt mit dem Umland an das napoleonische Frankreich abgetreten werden und die Stadt wurde unter dem Namen Laybach 1809 bis 1813 Hauptstadt der Illyrischen Provinzen Frankreichs. 1814/15 kehrte sie mit dem Wiener Kongress wieder zu Österreich zurück.

1980 starb der jugoslawische Staatspräsident Josip Broz Tito in Ljubljana. Im Jahr 1991 feierte die Stadt ihre Unabhängigkeit und 2002 fand hier das Gipfeltreffen Bush/Putin statt.

Die zentrale Promenade geht entlang der Ljubljanica, über die mehr als ein Dutzend Brücken führt.

Der Nahverkehr in Ljubjana wird ausschließlich mit Bussen betrieben. Bei rund 250.000 Einwohner ist es nicht allzu verwunderlich, dass es in der Stadt keine Strassenbahn, U-Bahn oder S-Bahn gibt. Bargeld und Tickets gibt es nicht, man muss sich vorher eine aufladbare Plastikkarte mit Guthaben kaufen und im Bus kontaktlos bezahlen.

Der 'Kavalir', ein Fahrzeug mit Elektroantrieb, ist ein menschen- und umweltfreundliches Konzept kostenloser Stadtbeförderungen in Ljubljana. Die in der Fußgängerzone des Altstadtkerns fahrenden Kavaliere sind vor allem für ältere Bürger, bewegungsbehinderte Menschen und Touristen bestimmt. Wegen der niedrigen Geschwindigkeit kann man einen Kavalier während seiner Fahrt anhalten und einsteigen.

Derzeit stehen vier Fahrzeuge zur Verfügung, davon zwei als Cabrio und zwei verglast, die in der kalten Jahreszeit auch beheizt werden. Die Fahrer bringen einen, wohin man will, natürlich nur innerhalb der Fußgängerzone. Der Kavalier kann bis zu fünf Fahrgäste aufnehmen und erreicht 25 km/h.

Die Drachen auf der Drachenbrücke (Zmajski most) und andere Elemente im Jugenstil wurden erst später hinzugefügt. Die vier großen, grünen Drachen aus Kupfer sind das Wahrzeichen von Ljubljana. Sie stammen von dem Künstler Jurij Zaninovic aus Kroatien. Ebenso schön sind die Lampen auf der Brücke, die früher mit Gas betrieben wurden. Der Zmaj (Drache) als Wahrzeichen der Stadt Laibach ist auch am Stadtwappen zu sehen.

An der Stelle der heutigen Dreifachbrücke stand schon seit dem späten Mittelalter eine Holzbrücke, die den Fluss Ljubljanica überspannte. Mehrmals wurden dieses Holzbauwerk, vor allem durch Feuer, zerstört. 1842 wurde eine solide Steinbrücke erbaut, welche heute die mittlere der drei Brücken ist. Früher ging sehr viel Verkehr über diese Brücke, also entschloß man sich 1931 die Brücke zu einer Dreifach-Brücke (Tromostovje) zu erweitern. Der Architekt Joze Plecnik fügte links und rechts je eine Brücke für Fußgänger hinzu. Seit etwa 10 Jahren ist die Gegend Fußgängerzone.

Der Preserenplatz (Presernov trg) ist der Hauptplatz in der Altstadt. Der Name des Platzes hieß ursprünglich Marienplatz, welcher nach der Kirche benannt wurde.

Die Mariä-Verkündigung-Kirche (Cerkev Marijinega oznanjenja) oder Franziskanerkirche (Franciskanska cerkev) befindet sich auf dem Preserenplatz und wurde zwischen 1646 und 1660 erbaut. Die Fassade erhebt sich dominierend über den Hauptplatz und die gegenüberliegenden 'Drei Brücken' (Tromostovje) und macht die Kirche damit zu einem der markanten Wahrzeichen Ljubljanas.

Der frühbarocke Bau setzt sich aus dem Hauptschiff und zwei Seitenschiffen zusammen. Nachdem viele der originalen Fresken beim Erdbeben von 1895 zerstört worden waren, wurde der Impressionist Matej Sternen mit der Neugestaltung beauftragt.

Die Orgel der Kirche wurde 1999 von Orglarska delavnica Maribor umgebaut und ist mit 59 Register ausgestattet.

Für die Herkunft des slowenischen Namens der Stadt gibt es mehrere Erklärungen: nach der einen, wohl volksetymologischen Erklärung, kommt er vom slowenischen ljubljena (geliebte Stadt), nach der anderen von dem lateinischen Flussnamen Aluviana.

Im deutschsprachigen Raum hat sich neben dem Namen Ljubljana auch der historische deutsche, ursprünglich wohl wie der gleichlautende Flussname aus dem Slawischen abgeleitete Name Laibach gehalten, der heute vor allem in Österreich gebräuchlich ist.

Der Neboticnik-Skyscraper in der Stefanova ulica 1 bietet ein Restaurant im obersten Stockwerk, Cafe & Cocktailbar (Kavarna) auf der Dachterrasse darüber, eine formschöne Wendeltreppe über alle 10 Etagen und einen der schönsten Ausblicke auf Ljubljana.
Geöffnet ist von 9 Uhr bis nach Mitternacht, der Freigang ist kostenfrei und Fotografen sind Tag und Nacht willkommen.

Ljubljana liegt auf 298 Meter am Rande des Laibacher Beckens an der Ljubljanica, die noch im Stadtgebiet in die Save mündet. Südlich tut sich der Karst auf, nach Norden erlaubt das Becken freien Blick in die Karawanken und die Steiner Alpen.

Die Altstadt liegt an einer Schlinge der Ljubljanica um den Schlossberg.
Hier sind die Franziskanerkirche Mariä-Verkündigung und der Dom St. Nikolaus hintereinander zu sehen.

Auf der Burg gibt es einen kostenpflichtigen Aufstieg zum Burgturm.

Metelkova ist das Zentrum der alternativen Kulturszene. Auf dem ehemaligen Kasernengelände leben Künstler und Studenten der Akademie für Theater, Radio, Film und Fernsehen, dort finden Ausstellungen und andere Veranstaltungen statt. Die seit 1993 andauernde 'Besetzung' des Geländes wird von der Stadt Ljubljana geduldet.

Das Avtonomni kulturni center Metelkova mesto (Autonomes kulturelles Zentrum Metelkova City), kurz Metelkova, ist ein autonomes Zentrum für Politik und Kultur in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs auf einem Gelände der ehemaligen Jugoslawischen Volksarmee, die dort in einem Kasernenkomplex stationiert war. Nach dem Slowenischen Unabhängigkeitskrieg und dem anschließenden Abzug der Armee wurde das Areal 1993 zu einer Art Freizone, einem von Künstlern, Musikern, Galeristen, Veranstaltern und Sozialarbeitern besetzten Gebiet.

Nach dem Rechtsruck 1991 sollte das Gelände in eine Autoparkzone umgewidmet werden. Als Konsequenz und infolge beginnender Abreißarbeiten wurden am 10. September 1993 die schon recht devastierten Gebäude besetzt. Das Gelände besteht aus sieben Gebäuden und hat eine Fläche von 12.500 m².

In der Metelkova gibt es regelmäßig Veranstaltungen und eine große Auswahl an Projekten. Diese beinhalten eine Kunstgalerie, ein Hostel, Bars, Studios, Raum für Designer sowie Büros für die kulturelle Planung und Organisation. Außerdem finden regelmäßig Konzerte mit unterschiedlicher Live-Musik statt. Dabei reicht das angebotene Musikspektrum von Free Jazz, Heavy Metal, Punk über Noise bis hin zu Dub und Techno.

Aller Guten Dinge sind drei.
Nach diesem Motiv bei Tag von der Promenade, bei Nacht von der Brücke, nun auch noch vom Schiff auf dem Wasser.

France Preseren (eingedeutscht früher oft Franz Preschern), 1800-1849, gilt als größter slowenischer Dichter.
Die Sprühregenanlage am Platz sorgt durchgehend für eine eigens beschilderte Klimazone.

Portal vom Grand Hotel Union in der Miklosiceva cesta 1.

Nochmals am Neboticnik, wenn die für mich schon bis nach Mitternacht aufhaben.
Neboticnik ist slowenisch für Wolkenkratzer und war nach seiner Fertigstellung 1933 mit seinen 70 Meter das höchste Gebäude im Königreich Jugoslawien.

Slovenska cesta mit der Banka Slovenije im Neboticnik.

Hier hat die 'Posta Slovenije d.o.o.' ihren Sitz.

Nationalversammlung der Republik Slowenien (Drzavni zbor Republike Slovenije) am Trg republike.

Slowenisches Nationalmuseum (Narodni muzej Slovenije)
Als zentrales slowenisches Geschichtsmuseum verwahrt es zahlreiche Gegenstände aus Slowenien, die zur Spitze des Weltkulturerbes zählen. Das Heimatmuseum befindet sich in einem neorenaissancistischen Palastbau im Zentrum von Ljubljana, der in den Jahren 1883-85 nach Plänen von Viljem Treo errichtet wurde. Die Geschichte des Museums reicht allerdings weiter zurück: 1821 wurde es als Krainer Landesmuseum gegründet.

Johann Weikhard Freiherr von Valvasor oder nur Valvasor (1641-1693) war Naturhistoriker und Polymath aus Carniola, dem heutigen Slowenien und ist als Pionier der Karstforschung bekannt. Zusammen mit seinen anderen Schriften war sein bekanntestes Werk - der in 15 Büchern in vier Bänden veröffentlichte 'Die Ehre dess Hertzogthums Crain' von 1689 - bis in das späte 19. Jahrhundert die Hauptquelle der älteren slowenischen Geschichte.

Präsidentenpalast (Predsedniska palaca)

Die Hradecky-Brücke (Hradeckega most) ist eine der ersten Klappbrücken der Welt, die erste und einzige erhaltene Gusseisenbrücke in Slowenien. Da sie später dazu benutzt wurde, die Toten aus dem Krankenhaus von Ljubljana in die Leichenhalle zu transportieren, wurde sie auch als Leichenhallenbrücke (Mrtvaski most) bezeichnet.

Soweit zu diesem wundervollem Städtchen, welches ich sofort wieder besuchen würde.
Was für mich immer in Erinnerung bleiben wird ist die phantastische Qualität des Leitungswassers. Da dies mein Stammgetränk ist, maße ich mir ein Urteil darüber an:
Es ist das beste Wasser, das ich jemals zu trinken bekam und alleine dafür würde ich wieder hinfahren.

Das Höhlen von Postojna (Postojnska jama, Adelsberger Grotte), die zu den attraktivsten Natursehenswürdigkeiten Sloweniens zählen, umfassen ein System von unterirdischen Höhlen, Gängen, Galerien und Hallen mit wunderschönen Tropfsteingebilden. Bekannt ist der hier lebende Grottenolm (Proteus anguinus). Diese bemerkenswerte Tierart sieht man während der Besichtigungstour durch die Höhlen. Einen Teil des Weges wird mit dem Höhlenzug gefahren.

Die berühmten Höhlen brachten viele prominente Gäste nach Postojna: Kaiser Franz Joseph I. besuchte sie zweimal, beim ersten Mal, 1857, mit 2500 ausgesuchten Schaulustigen. Die Staatsoberhäupter von Schweden, Griechenland, Brasilien und Japan waren ebenfalls zu Gast. Als Postumia italienisches Gebiet war, kam 1922 König Viktor Emanuel III. Marschall Tito besichtigte die Höhlen 1945 zweimal.

Im Karstgebiet von Postojna befinden sich die zweitgrößten für Touristen erschlossenen Tropfsteinhöhlen der Welt (nach der Jeita-Grotte im Libanon). Das gesamte Höhlensystem ist 24 Kilometer lang. Der erschlossene und ganzjährig für den Tourismus geöffnete Teil umfasst 5 km, wovon die Besucher 3,5 km mit einem Zug zurücklegen.

Das Höhlensystem von Postojna ist der obere Teil des stark durch den Karst geprägten Einzugsgebietes der Ljubljanica und ist mindestens seit dem frühen Pleistozän durch die Pivka, den Hauptabfluss des Pivka-Beckens und ihre unterirdischen Zuflüsse geschaffen worden. Datierungen der im Höhlensystem abgelagerten Sedimente ergaben ein Alter von bis zu 900.000 Jahren.

Für das Jahr 1213 ist der erste Besuch in der Höhle belegt. Im 16. Jahrhundert erreichten die Besuche einen ersten Höhepunkt. Im Jahre 1689 beschrieb Johann Weichard von Valvasor die Höhle in seinem Werk 'Die Ehre dess Hertzogthums Crain'. 1818 wurde das erste Licht installiert, Wege wurden angelegt und neue Teile der Höhle entdeckt.

Im Jahre 1819 besuchte der Habsburger Erzherzog Ferdinand die Höhle. Im Jahre 1824 fanden die ersten Tanzveranstaltungen in der 'Kongresna Dvorana' (Kongresshalle) statt. Seit der Fertigstellung der Eisenbahn Wien-Laibach-Triest im Jahre 1857 erhöhte sich die Zahl der Besucher beträchtlich. Die erste Höhlenbahn wurde im Jahre 1872 angelegt.

Im Ersten Weltkrieg wurde die so genannte 'Russische Brücke' von russischen Kriegsgefangenen zur Erschließung weiterer Höhlenbereiche gebaut. In den 1960er-Jahren fanden in den Höhlen Dreharbeiten zu den Kinofilmen 'Winnetou 2. Teil' und 'Die Nibelungen' statt.

Im Ausgangsbereich sind einige Exemplare des Grottenolms (Proteus anguinus) zu besichtigen; dieser blinde und besonders scheue Schwanzlurch kommt natürlicherweise nur in der Karstwelt des Dinarischen Gebirges vor, so auch in der Höhle von Postojna.
Insgesamt leben im Höhlensystem von Postojna 175 Tierarten. 115 davon sind troglobiont - sie kommen ausschließlich in Höhlen vor.

2017 gaben die Betreiber bekannt, dass in den vergangenen 200 Jahren insgesamt 38 Millionen Menschen die Höhle besucht haben. Und ich war nun einer davon. Das Höhlensystem ist problemlos zu begehen, die Wege sind glatt und breit. Führung finden gruppenweise in der jeweils gewünschten/gebuchten Sprache statt. Die Eintrittskosten sind der Nachfrage entsprechend hoch.

Was meinen Fotos eindeutig fehlt ist ein Größenvergleich mit Menschen als Beiwerk. Ein Ortsfremder kann sich die Stalagmiten nur schwer als Zwei-Meter-Gebilde vorstellen.

Predjamski Grad (Höhlenburg Lueg) ist inmitten einer 123 m hohen vertikalen Felswand teilweise in eine Höhle hineingebaut. Die ursprüngliche Burg war als Wohnstätte des legendenumwobenen Raubritters Erasmus bekannt. Die renaissancistische Gestalt der Burg stammt aus dem 16. Jahrhundert, heute ist ein Museum in ihr eingerichtet.
Die Burg befindet sich in einem Höhlenportal, genannt Erazmova Jama (Erasmushöhle), neun Kilometer von Postojna (Adelsberg) entfernt.

Bekanntester Burgherr war der Raubritter Erasmus von Luegg. Wegen mehrfacher Überfälle auf Kaufleute sollte Luegg durch den Hauptmann von Triest, Freiherrn Niklas von Rauber, festgenommen werden. Die Belagerung von Predjama dauerte mehr als ein Jahr und war erfolglos. Der Belagerte trieb seinen Spott mit den Soldaten und bewarf sie mit gebratenem Ochsenfleisch und frischen Kirschen. Über das geheime Höhlensystem in der Grotte soll sich Luegg zur Verwunderung seiner Belagerer versorgt haben.

1484 gelang es den Belagerern unter Mithilfe eines verräterischen Dieners, Erasmus von Luegg zu töten: Während eines Gangs zum Abort wurde er mit Steinkugelgeschossen erschlagen. Es soll sich hierbei jedoch um eine Legende handeln, die für die Touristen aufrechterhalten wird.

Im 12. Jahrhundert wurde in die unzugängliche Felswand eine Burg gebaut. Der Wohntrakt der alten Burg lag an der Stelle der jetzigen Anlage.
Die neue Burg mit ihrer heutigen drei- bis viergeschossigen Gestalt stammt aus dem Jahr 1570. Der Bau wurde durch Johann Cobenzl Freiherr von Prossegg zu Lueg veranlasst. Weitere Burgherren waren ab 1810 Graf Michael Coronini von Cronberg und 1846 ein Fürst Windisch-Graetz.

In der Burg und in Teilen der Höhle befindet sich ein Museum. Ausgestellt werden Waffen, Haushaltsgegenstände, Bilder und Werkzeuge. Seit einigen Jahren ist es auch möglich, die Höhle selbst zu besichtigen.

Die diffizile Burgtreppe in der Felsenfestung Predjama, über die schon Jackie Chan schmerzlich gestürzt ist (Filmtitel: Armour of God - Der rechte Arm der Götter, 1986).

Mittels Audioguide kann man die durchnummerierten Stationen der Führung im eigenen Tempo erleben.

Predjamski grad ist die größte Höhlenburg der Welt und eine der schönsten Burganlagen von Slowenien und Europas.

Das Höhlenportal hinter der Höhlenburg.

Erhalten ist u.a. der Geheimgang, der die uneinnehmbare Burg mit einem rund 14 km langen Höhlensystem verbindet über das die Burg auch bei Belagerungen ohne Probleme versorgt werden konnte. Rund 700 m der Höhle sind für den Tourismus freigegeben.

Die schön hergerichtete Burg mit den informativen Stationen ist mit dem Höhlensystem von Postojna ein Pflichtbesuch.
Die Nutzung eines Kombitickets für beide Sehenswürdigkeiten liegt auch der Hand.

Koper (italienisch: Capodistria, deutsch: Gafers) ist die einzige Seehafenstadt Sloweniens an dessen 47 Kilometer langer Adriaküste.
Koper liegt direkt südlich der italienischen Hafenstadt Triest und hat 30.000 Einwohner.

Die Altstadt ist der schönste Teil der Stadt. Ein Spaziergang durch die malerischen, engen Gassen ist ein Highlight in Koper. Die zwei wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Koper sind direkt am Hauptplatz der Stadt, der den Namen des ehemaligen jugoslawischen Staatschefs Tito trägt (Titoplatz oder slowenisch Tito Trg). Es sind die Kathedrale von Koper und der Prätorenpalast nebenan.

Der Turm der Kirche von Koper kann bestiegen werden. Mehr Informationen gibt es dazu in der Touristeninformation der Stadt Koper im benachbarten Prätorenpalast. Von oben hat man einen tollen Rundblick über die Stadt. Die Turmbesteigung kostet 4 Euro. Ohne Eintritt zu bezahlen kann man das wunderschöne Innere der Kirche anschauen.

Die Kathedrale der Himmelfahrt der Jungfrau Maria in der Altstadt ist die Bischofskirche des römisch-katholischen Bistums Koper.
Die Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut und zeigt sich in romanischem Stil.

Die 'Himmelfahrt der Jungfrau Maria' ist eine der schönsten Kirchen von Slowenien. Besonders die großen Gemälde in der Kirche sind berühmt.

Die Kathedrale stammt aus dem 13. Jahrhundert (Romanik), wurde aber später von den Venezianern teilweise in eine Barock-Kirche umgestaltet.

Der Prätorenpalast ist einer der bekanntesten Paläste in Slowenien. Ursprünglich stammt der Bau aus dem 14. Jahrhundert, er wurde aber später oftmals umgebaut.
Vor allem wegen der großen Zinnen aus dem 17. Jahrhundert wirkt das Gebäude etwas kitschig.

Der viergeschossige Kirchturm orientiert sich am italienischen Campanile und beherbergt eine der ältesten slowenischen Glocken aus dem Jahre 1333. Vom Turm bietet sich ein beeindruckender Ausblick über die Stadt und die gesamte Triester Bucht. Heute wird der große Saal des Prätorenpalasts überwiegend für offizielle Anlässe und Feste benutzt.

Das dritte große Gebäude, direkt gegenüber dem Prätorenpalas auf dem Titoplatz, ist die sogenannte Loggia.

In Koper werden sogar die Mistkübel (dt.: Mülleimer) verhäkelt.

Slowenien hat ein sehr gutes Netz von Schnellstraßen. Koper ist sowohl von Ljubljana als auch von Triest in Italien bequem auf der Autobahn zu erreichen. Auch die Straßenverbindungen in das nahe Kroatien sind gut ausgebaut. Man braucht in Slowenien eine Vignette, wenn man die Autobahnen benutzen möchte.

Die historische Altstadt von Koper ist ein süßer, kleiner Ort mit verwinkelten Gässchen und lieblichen Ecken. Man kann noch sehr gut erkennen, wo mal die Stadtmauer gestanden hat. Das ist die Kreuzung von Kidriceva ulica und Kocijanciceva.

Das sieht nach einer interessanten Unterbelagsverrohrung aus.

Das Cafe Garibaldi in der Garibaldijeva ulica mit beschmierter Wand.

Geht man vom Tito-Platz die Fußgängerzone Richtung Meer steht man nach weniger als 100 Meter vor einer Absperrung, von der man einen guten Blick über den Frachthafen hat. Es ist der mit Abstand größte Hafen von Slowenien und der bei weitem größte Arbeitgeber in der Stadt Koper.

Ein großer Teil der Exporte und Importe von Slowenien werden in diesem Hafen abgewickelt. Links neben dem Hafen ist ein kleiner Strand und ein Cafe.

Weiter südlich folgt der riesige Yachthafen und Fischerhafen. Man kann auf Fußwegen etwa 100 Meter ins Meer hinausgehen und die luxuriösen Yachten betrachten.

Hier geht die Sonne über Italien unter.

...alles was schwimmt...
Eher traurig wirkte auf mich die Fangquote dieses einsamen Fischers zehn Meter vom Ufer entfernt.

Das ehemalige Verwaltungsgebäude des Passagierhafens (Ukmarjev trg 2) ist jetzt das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung und die Slowenische Seefahrtsverwaltung.

Der Prätorenpalast mit seiner Außentreppe, zwei Türmen, einem gezackten Abschluss und Wappen an der Fassade ist das wichtigste profane architektonische Bauwerk in Koper. Es wurde zwischen zwei älteren Häusern aus der Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet, die zuerst durch die Loggia miteinander verbunden waren.

Die dominierende spätgotische Renaissance und die venezianische Gotik reihen den Palast an die Spitze der slowenisch-profanen Architektur. Seine großzügige Fassade ist durch eine Reihe von Doppel-, Drei- und Vierfach-Lanzettenfenstern, die bereits erwähnte Treppe und den Balkon über dem halbrunden Zwei-Säulen-Portal miteinander verbunden. Das Renaissance-Portal, bekannt als del Corte, stammt aus dem Jahr 1505.

Der Loggia Palast (Palazzo della Loggia) ist ein venezianischer gotischer Palast und das einzige erhaltene gotische Rathaus in Slowenien. Das Loggia caffe kavarna heißt zahlende Gäste gerne willkommen.

An einem anderen Platz in der Altstadt, dem Preseren-Platz, steht der Brunnen Da Ponte (1432 errichtet, 1666 in die heutige Form gebracht). Es ist einer der bekanntesten Brunnen in Slowenien und ein gutes Fotomotiv. Dort befindet sich auch der letzte Rest der Stadtmauer - das Muda-Tor, erbaut 1516.

Der Kreisverkehr von Pristaniska ulica und Piranska cesta.

Der Stanicev trg ist um Mitternacht auch nicht allzu überlaufen.

Von der einst mächtigen Stadtmauer um Koper ist nicht allzu viel erhalten. Sehenswert ist jedoch das gut erhaltene Muda-Stadttor in Bogenform im Stil der Renaissance aus dem frühen 16. Jahrhundert. Für lange Zeit war dieses Tor der einzige Zugang in die Stadt Koper, entsprechend viel war hier los. Händler und Bauern brachten alle Waren durch dieses Tor in die Altstadt.

Der Privatyachthafen und die Promenade

Carpaccio-Platz mit Taverna (zu venezianischer Zeit Salzlager und Markthalle).

Die öffentliche Beleuchtung im Hafengebiet ändert alle paar Sekunden die Farbe.

Mir hat Koper ausgesprochen gut gefallen. Der Stadtkern ist überschaubar, die Backwaren gut, der Kaffee schön stark.
Nach Graciosa wäre das der zweite Ort, wo man sich gut - vor wem auch immer - verstecken könnte.

Abschiedsblick entlang der Verdijeva ulica zum Tito trg.

Maribor ist die größte Stadt im Osten Sloweniens. Die österreiche Grenze und die zweitgrößte Stadt von Österreich Graz sind nur wenige Kilometer entfernt. Mit einer Bevölkerung von gut 110.000 Einwohner ist Maribor nach der Hauptstadt Ljubljana die zweitgrößte Stadt des Landes. Die Stadt wird geprägt von dem breiten Fluss Drau (slowenisch Drava). Der alte deutsche Name der Stadt Maribor ist Marburg an der Drau.

Und die Marburg steht am Grajski trg, wie auch der Sveti Florjan.

Das Befreiungsdenkmal neben der Burg am Trg svobode (Freiheitsplatz) aus dem Jahr 1975 gedenkt den Opfern der NS-Besatzung von 1941 bis 1945.

Das Denkmal heißt im Volksmund Kodzak, eine Verballhornung der Fernsehserienfigur Kojak, da es die Leute an den Glatzkopf des Darstellers erinnerte.

In das Denkmal sind Reproduktionen der öffentlichen Kundmachungen der Erschießung von Geiseln aus der Zivilbevölkerung und Partisanen durch die deutschen Nazi-Besatzer im Zweiten Weltkrieg eingearbeitet (667 Hingerichtete) sowie ein Abschiedsbrief eines zum Tod verurteilten Slowenen.

Die rote Backsteinkirche an der Partizanska cesta ist die Franziskaner-Kirche (Franciskanska bazilika). Sie wurde erst im Jahr 1900 fertiggestellt.

Die Basilika der Mutter der Barmherzigkeit ist ein römisch-katholisches Kirchengebäude im Rang einer Basilica minor, wird vom Orden der Franziskaner betreut und wurde nach Plänen des Wiener Architekten Richard Jordan 1892-1900 errichtet.

Der Hochaltar mit dem Gnadenbild Mutter der Barmherzigkeit besteht aus 17 verschiedenen Marmor-Arten. Außerdem gibt es sechs Seitenaltäre in der Kirche.

Die dreischiffige Basilika besitzt an ihrer Frontseite zwei mächtige Kirchtürme mit einer Höhe von jeweils 58 Metern.

Besuchenswert ist Maribor auf alle Fälle. Die Altstadt wurde nach der Unabhängigkeit Sloweniens nach und nach renoviert und strahlt heute wieder in alter Pracht. Der alte österreichische Einfluss im Stadtbild ist offensichtlich. Fast alle Sehenswürdigkeiten in Maribor sind nördlich der Drava. Hier ist auch die verzweigte Fußgängerzone der Stadt.

Der Wasserturm (Vodni stolp) wurde 1555 errichtet und war einst mit der Stadtmauer verbunden, nun befindet sich darin ein Lokal mit beeindruckendem Zumftzeichen.

Lent ist der älteste Stadtteil von Maribor, direkt am Fluss Drava gelegen an der Brücke Glavni Most.

Bekannt ist Lent für die älteste Weinrebe im Guinnessbuch. Man kann die durch einen Zaun geschützte Rebe an einer Hauswand direkt an der Drava nicht verfehlen. In dem dazugehörigem Gebäude ist eine kleine Austellung mit Weinverkauf untergebracht.

Die Alte Weinrebe (Stara Trta) ist mit über 400 Jahren der älteste Rebe der Welt. Jedes Jahr gibt es noch Wein der Rotweinsorte Zametovka daraus.

Wieder ein gelungenes Zeichen zur Steuerung von Liebesbezeugungen.

Die Drau (Drava) ist ein Nebenfluss der Donau, der im italienischen Südtirol entspringt, dann durch Osttirol und Kärnten (Österreich) sowie durch die Untersteiermark (Slowenien), Kroatien und Ungarn fließt.

Mit einer Länge von 749 km und einem mittleren Abfluss von 670 m³/s ist sie nach Theiß, Pruth und Save der viertlängste Nebenfluss der Donau.

Der Rechturm (Sodni stolp) ist ein Wehrturm der ehemaligen Stadtbefestigung am Flußufer. Am südwestlichen Eck der Stadtmauer wurde hier im Jahre 1310 ein erster Turm errichtet. Der heutige Turm wurde 1540 ganz überbaut und mit einem Kegeldach bedeckt. Die weiteren Stockwerke stammen aus dem 17. und dem 19. Jahrhundert.

Eine Sitzbank, wo jemand seinen Metallumhang vergessen hat.

Die Stadtburg von Maribor (Mariborski grad) wurde 1478-1483 unter Kaiser Friedrich III errichtet und später in verschiedenen Baustilen erweitert und umgebaut. Zunächst war sie eine Wehranlage an der Stadtmauer, schließlich wurde sie zu einem feudalen Wohnsitz umgestaltet. Heute ist darin ein Heimatmuseum.

Erstes Gymnasium Maribor (Prva Gimnazija Maribor) am Trg generala Maistra.

Im Mestni-Park nördlich der Innenstadt gibt es etwa 100 Arten heimischer und ausländischer Laubbäume und viele Nadelbäume. Der Park ist mit Skulpturen und Springbrunnen geschmückt. Gelegentlich werden Konzerte im Pavillon mitten im Park organisiert.

Maribor liegt an der altösterreichischen Südbahn Wien-Graz-Maribor-Zidani Most-Ljubljana-Postojna-Triest und der einst ebenfalls von der privaten Südbahngesellschaft betriebenen West-Ost-Achse Franzensfeste (Brennerbahn)-Lienz-Villach (Tauernbahn)-Klagenfurt-Dravograd-Maribor.

Im Stadtzentrum von Maribor gibt es eine große, zusammenhängende Fußgängerzone, die aus mehreren Straßen und Gassen besteht.

Die wichtigste Einkaufsstraße in Maribor ist die autofreie Gosposka Ulica. Zahlreiche Lokale sorgen für umfangreiches Gastronomieangebot, viele große Ketten sind hier vertreten.

Blick vom Wasserturm (Vodni stolp) zur Titov most und der Eisenbahnbrücke.

Blick vom Wasserturm (Vodni stolp) zur Stari most.

Die Gedenksäule für die Opfer der Pest am Hauptplatz. Rechts davon ist das Hotel Maribor zu sehen.

Anton Martin Slomsek (1800-1862) war erster Bischof der neu geformten Diözese Lavant-Marburg. Für die slowenische Nationalbewegung ist er als Förderer der Volksbildung sowie auch als Schriftsteller und Dichter von großer Bedeutung gewesen.

Die Universität Maribor (Univerza v Mariboru) am Slomsek-Platz (Slomskov trg).

Grajski trg mit Sveti Florjan und Grad Maribor. Also der Burgplatz mit der Florianisäule und der Stadtburg.

Kathedralkirche St. Johannes der Täufer (sv. Janeza Krstnika) bzw. Dom am Slomskov-Platz, errichtet im 12. Jahrhundert im romanischen Stil ist heute Sitz des Kardinals.

Der Johannesdom (sv. Janeza Krstnika) wurde ursprünglich 1248 im romanischen Stil errichtet. Im 14. und 15.Jh. wurde die Kirche im gotischen Stil umgebaut. Der Turm wurde im 18.Jh. in klassizistischen Stil errichtet, nachdem in den barocken Vorgängerturm ein Blitz eingeschlagen war.

Recreation bei Tageslicht: Der erste Bischof Anton Martin Slomsek am Slomsek-Platz (Slomskov trg).

Die Kirche wurde 1248 im romanischen Stil errichtet. Im 14. Jahrhundert wurde der Chor verlängert und gotisiert. Das Kirchenschiff wurde um 15. Jahrhundert umgebaut, so dass sich der Dom heute komplett gotisch zeigt. Die barocken Kapellen wurden im 16. und 18. Jahrhundert angefügt.

Den ursprünglichen Glockenturm schuf Paolo Porta im Jahre 1623. Nachdem Ende des 18. Jahrhunderts ein Blitz eingeschlagen war, wurde er durch einen klassizistischen 57 Meter hohen Turm ersetzt. Er ist begehbar und dient heute als Aussichtsturm über die Stadt.

Der Turm ist zugänglich. Man kommt an den Glocken vorbei, kann die ehemalige Türmerwohnung oberhalb der Glockenstube besichtigen und genießt vom Balkon des Turmes eine herrliche Aussicht auf Maribor und das Umland.

Marburg geht auf eine 1164 erwähnte Markburg zurück, die der Siedlung ihren Namen gab. Der Name Maribor wurde erst im 19. Jahrhundert im Zuge des Aufkommens des slowenischen Nationalbewusstseins vom Dichter Stanko Vraz geschaffen.

Diesmal bei Tag: Die Gedenksäule für die Opfer der Pest am Hauptplatz. Rechts davon ist das Hotel Maribor zu sehen.

Der Rathausplatz mit Rathaus gilt als das Zentrum von Maribor. Auf dem Hauptplatz (Glavni trg) finden, wie auf vielen großen Plätzen von Maribor, an gewissen Wochentagen spezielle Märkte statt. Das spätgotische Rathaus mit dem Zwiebelturm stammt aus dem 16. Jahrhundert.

Das Lokal Takos hat eine geniale Möglichkeit gefunden, um den öffentlichen Raum für sich platzschonend zu nutzen.

Entlang des Ufers sind einige Restaurants und Wein-Lokale. Hier seinen Kaffee bei Sonnenuntergang zu genießen ist sehr angenehm.

Seit der Erklärung der Unabhängigkeit Sloweniens von Jugoslawien im Jahr 1991 verlor die gesamte neu gegründete Republik den innerjugoslawischen Binnenmarkt. Die Auswirkungen dieses Verlustes auf die Wirtschaft der Stadt waren erheblich, eine hohe Arbeitslosenquote war die Folge.

In den Jahren 1996 bis 2001 verlor die Stadt im Schnitt jährlich 3,1 % ihrer Einwohner. Der Beitritt Sloweniens zur Europäischen Union 2004, die Einführung des Euro 2007 und der Beitritt Sloweniens zum Schengener Abkommen, der Ende 2007 zur Auflassung aller Grenzkontrollen Richtung Österreich, Ungarn und Italien führte, sollte neuen Optimismus ermöglichen.

Wenn es am Weg liegt, kann man bei der Marburg an der Drau sicherlich eine Übernachtung einplanen. Es muss nicht nur Party, Shopping und Wein sein - Architektur und Flussufer bieten ebenso Rast und Ruh.

Maribor war 2012 Kulturhauptstadt Europas. Mal sehen, was die Zukunft noch bringt.

FAZIT: Das Landesmarketing hat mit seinem Slogan 'sLOVEnien' vollkommen recht. Eine tolle Gegend, sehr tourismusfreundlich, abwechslungreiche Landschaft, saubere Städte, Eurozone, Schengenraum, Roaming, bestes Essen - gerne jederzeit wieder!
Und habe ich schon das sensationelle Trinkwasser in Ljubljana erwähnt?


PS: Slowenisch Sonderzeichen, die ich in ASCII nicht darstellen konnte, wurden auf 7bit formiert.



Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag, kann sich gerne dieses Video antun: