Bank Austria Park

André Heller Park in Wien, April 2026

Der Bank-Austria-Park (auch: Bank Austria Park, umgangssprachlich André-Heller-Park) ist eine Parkanlage im 21. Wiener Gemeindebezirk Floridsdorf, die am 4. Oktober 2025 eröffnet wurde. Errichtet wurde er um rund 8 Mio. Euro von der Gemeinde Wien, wobei die Kunstwerke von der Bank Austria gesponsert wurden.

Der Landschaftspark teilt sich in unterschiedliche, künstlerisch gestaltete Zonen auf. Auf dem rund 2,8 Hektar großen Gelände wurden unter der künstlerischen Leitung von André Heller die 14 zeitgenössischen Kunstwerke von 13 internationalen Kunstschaffenden in Szene gesetzt.

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Monika GilSing: Eingang zu den Schätzen
Fabelwesen und Bäume verschmelzen im Kunstwerk Eingang zu den Schätzen, das zu einer geheimnisvollen Welt hinter dem künstlerischen Tor einlädt. Monika GilSing belebt mit der leuchtenden Farbigkeit ihrer Arbeiten expressive Figuren und Bildwelten – auf Leinwand, Papier, Holz- und Stahlskulpturen, wehenden Windbildern und vielem mehr. Der autobiografische Bezug in GilSings farbigen Bildchiffren sowie die Vielfalt ihrer Interessen sind in ihrem Werk stets spürbar. Die Symbiose von Rationalität und Irrationalität, Logik und Fantasie zeichnet das Bild eines einfühlsamen und facettenreichen künstlerischen Schaffens. Monika GilSing wurde in Hamburg geboren und studierte dort Kunst und Grafik. Heute lebt sie zwischen Nord- und Ostsee – doch ein Zimmer in Wien gehört immer dazu. Dazwischen ist sie unterwegs als Reisende und Sammlerin erzählerischer Bildgeschichten aus aller Welt.

 Bank Austria Park in Wien, April 2026

Das Blatt: Die lange Bank
Die großzügige Plattform aus Holzleisten schwebt leicht erhaben über der Wiese und erstreckt sich zwischen den Bäumen in den Park. Als einladende Sitzfläche in Form eines schwungvoll gezeichneten Blattes breitet sich das floßartige Objekt in verschiedene Richtungen aus und bietet sich als Treffpunkt und symbolisches Sinnbild für den neuen Park an. Idee und Entwurf von Carmen Wiederin.

 Bank Austria Park in Wien, April 2026

Peter Pongratz: Märchenbach
Peter Pongratz ist ein österreichischer Maler und Bühnenbildner, der in Graz aufwuchs. Er absolvierte eine Ausbildung bei Rudolf Pointner und studierte Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien sowie an der Hochschule der bildenden Künste Berlin. Einflussreich waren für ihn insbesondere der Expressionismus der CoBrA-Gruppe sowie die „primitiven“ und kindlichen Kunstformen. Von 1966 bis 1970 war er Assistent von Max Weiler an der Akademie der bildenden Künste Wien, 1968 Mitbegründer der Künstlergruppe Wirklichkeiten. Ab 1970 arbeitete Pongratz nur mehr als freischaffender Künstler, zwischen 1972 und 1989 war er zudem als Bühnenbildner tätig. 1972–1980 lebte er großteils in Venedig und seit 1987 verbringt er das halbe Jahr auf der adriatischen Insel Korčula. Pongratz ist bekannt für seine Verbindung zur Literaturszene und illustrierte unter anderem den Austrokoffer(Landvermessung) mit Werken österreichischer Literatur nach 1945. Zu nennen sind auch seine Wand- und Deckengemälde sowie sein umfangreiches druckgrafisches Werk. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Würdigungspreis zum Österreichischen Staatspreis für bildende Kunst (1980) und die Ehrenmedaille der Stadt Wien in Gold (2006).

 Bank Austria Park in Wien, April 2026

Der Bank Austria Park an der Alten Donau in der Mühlschüttelzone soll als Ort der Schönheit, der Inspiration, des Friedens, der Heilung, der höchsten botanischen und künstlerischen Qualität den Menschen aller Altersgruppen, Ausbildungsgrade sowie jeglicher Herkunft gewidmet sein. Sie können dort auszittern, freie Zeit verbringen, Sport betreiben oder sich der Muse hingeben.

Wien, eine der grünsten Städte der Welt, fügt somit ihren Schattenplätzen und Oasen der Kühle weitere hinzu, die alle Besucherinnen und Besucher zum Staunen und Genießen einladen. Verwirklicht wurde das Projekt durch die Zusammenarbeit der Stadt Wien und der Bank Austria, kuratiert von André Heller, dessen erfolgreiche Gartengestaltungen in Afrika, Asien und Europa Grundlagen seiner diesbezüglichen Erfahrungen sind.

 Bank Austria Park in Wien, April 2026

Marek Zyga: Foundations
Die Skulptur Foundations reflektiert die essenzielle Rolle menschlicher Kommunikation in einer fragmentierten Welt. Buchstaben und Zahlen tauchen häufig in Zygas Arbeiten auf – sie fungieren als visuelle Codes und bilden eine hybride Sprache zwischen Bild und Text. Seine Kunst erforscht die Schnittstelle zwischen Form und Inhalt, Tradition und Innovation, Realität und Traum.

Marek Zyga, geboren 1968 in Bolesławiec, Polen, ist ein zeitgenössischer Bildhauer, der sich intensiv mit der menschlichen Existenz auseinandersetzt – insbesondere mit dem Körper und seinen Gesten. Fasziniert von Handlungs- und Reaktionsmustern interpretiert er Gesten als Sätze, Sätze als Worte und Worte als Buchstaben – Symbole, die für ihn nicht nur linguistische, sondern künstlerische Elemente sind, die Bewegung, Emotion und Rätselhaftigkeit verkörpern. Seine figurativen Skulpturen – Büsten, Torsi und Köpfe – tragen oft symbolische und erotische Untertöne und verbinden klassische Formensprache mit surrealen Details. Zygas künstlerischer Prozess ist intuitiv und haptisch: Er modelliert direkt in Ton, ohne Skizzen, und bewahrt so eine rohe, unmittelbare Verbindung zum Material. Seine Werke sind keine Abbilder realer Menschen, sondern entstehen aus Imagination, Erinnerung und traumähnlichen Zuständen. Bronzeabgüsse, Pigmente und Email geben den Skulpturen ihre finale Gestalt und durchdringen sie mit physischer wie metaphysischer Präsenz.

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Xenia Hausner: Atemluft
In ihrer ersten großformatigen skulpturalen Arbeit stellt sich Xenia Hausner den gesellschaftlichen und existentiellen Problemen unserer Zeit. Den Zynismus und mangelnden Realitätssinn vor unseren dahinschwindenden Ressourcen beobachtet sie mit Deutlichkeit und mit Schrecken. Ihre Skulptur Atemluft ist ein sinnliches Bild der Verzweiflung, ein Ringen darum, was wir brauchen, um zu leben, ein Aufschrei, was wir uns vergeben. Was bleibt? Was verlieren wir? Was haben wir aufs Spiel gesetzt?

Xenia Hausner, international etablierte Künstlerin, Malerin und Bühnenbildnerin stellt in ihrer Arbeit den weiblichen Fokus ins Zentrum. Als Sinnbilder allgemeingültiger Situationen und existenzieller Lebensfragen, setzt sie kraftvolle, widersprüchliche und vielschichtige Frauenfiguren bewusst den männlichen Stereotypen entgegen. Ihre Frauen sprechen von Identität, von Nähe und Distanz, von Verbundenheit und Entfremdung. Hausners Werk ist ein feministisches Statement, das dazu auffordert, sich auf die offenen Fragen über Weiblichkeit, soziale Rollen und die Macht des weiblichen Blicks einzulassen.

Hausners Werke werden international in Galerien und Museen gezeigt – unter anderem in der Albertina Wien; Museum Franz Gertsch Burgdorf; Elbphilharmonie Hamburg; Batliner Art Foundation, Belvedere Museum Vienna, Käthe-Kollwitz-Museum Berlin, Shanghai Art Museum, Today Art Museum Beijing, Hong Kong Arts Centre, Russian State Museum St. Petersburg, Museum Würth France Erstein, Würth Collection Oslo, European Central Bank Frankfurt, collateral to the 57th Venice Biennale 2017 – „Glasstress“ Palazzo Franchetti Venice; 8th Moscow Biennale, State Tretyakov Gallery; Forum Gallery New York; Bienalsur – South America’s Art Biennale 2019 – „Juntos Aparte“, Kolumbien. „This will have been another happy day!“ PalaisPopulaire der Sammlung Deutsche Bank Berlin 2020.

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Moritz Mizrahi: Flüsterstuhl
Der Flüsterstuhl ist eine akustische Installation, die nur im Dialog funktioniert: Zwei Personen treten in Beziehung, indem sie sich über eine überraschend lange Distanz hinweg zuflüstern können. Möglich wird dies durch parabolische Spiegel, die das gesprochene Wort bündeln und entlang der Schallachse präzise zum Gegenüber tragen. Der Flüsterstuhl ist ein soziales Objekt, das Nähe und Aufmerksamkeit erfordert, und eine künstlerische Setzung im Raum.

Moritz Mizrahi/moiz, geboren 1997 in Wien, hat sein Diplom 2024 an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Christian Schwarzwald gemacht. Seine Arbeiten entstehen zumeist auf Wänden im öffentlichen Raum im Dialog mit der Umgebung – und beschäftigen sich mit der Dynamik von Farb- und Formeinsatz sowie dem Spiel mit Proportion und Irritation, Leichtigkeit und Strenge. In Auseinandersetzung mit neuen Bildträgern hat er sein visuelles Vokabular von der Wand im Stadtraum auch auf Leinwand und Papier sowie auf Stoff und, aktuell, Filz übertragen. U.a. sind dazu auch eigene Kollektionen für Stoffe, Tücher, Lampenschirme und Möbel entstanden.

 Bank Austria Park in Wien, April 2026

Susanne Karl: Passage
Die Installation schafft eine Verbindung zwischen Natur, Kunst und Landschaft. Als begehbarer Tunnel aus spiralförmig gebundenen, lebenden Weidenästen verweist das Objekt auf die DNA-Helix als fundamentalen Baustein allen Lebens. Gleichzeitig dient es als natürlicher Rahmen, durch den Besuchende ihren Blick gezielt auf Elemente der umgebenden Parklandschaft an der Alten Donau und die Wienerwaldberge am Horizont richten können. Von Hainbuchen umgeben, rahmt die Helix den Blick auf Edgar Tezaks Geschichtenerzählerin. Das Besondere der Installation liegt in ihrer organischen Entwicklung: Die Weidenäste wurzeln im Boden, treiben aus und wachsen kontinuierlich weiter. Durch gärtnerische Betreuung wird dieser Prozess gelenkt, sodass sich das Kunstwerk über die Jahreszeiten hinweg stetig wandelt. Der Tunnelboden ist mit niedrig wachsenden Pflanzen und Moos bepflanzt. Besuchende erfahren das Werk beim Durchschreiten körperlich und entdecken dabei neue Perspektiven auf die Parklandschaft. Die Installation verwendet natürliche, regionale Materialien und wirkt sich positiv auf das lokale Ökosystem aus. Das Objekt reflektiert nicht nur über das Leben, sondern ist selbst lebendig und wächst.

Susanne Karl wurde in Wien geboren und wuchs an der Alten Donau auf. Nach ihrer Ausbildung zur Landschaftsplanerin an der HBLFA Schönbrunn arbeitet sie seit vielen Jahren in der Planung und Betreuung verschiedenster Projekte. Ihre besondere Expertise liegt in der Einbindung von Vorhaben in die umgebende Landschaft und der Arbeit mit natürlichen Gegebenheiten.

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Karl Karner: Blue Lumes
Aus der Distanz besticht Blue Lumes zunächst durch seine figurative Silhouette, nur um bei näherer Betrachtung eine Vielzahl von unterschiedlichen organischen Formen zu offenbaren. Karner versteht seine Arbeiten als künstlerische Reflexionen über das Wechselverhältnis von Mensch und Natur. In Blue Lumes wird diese Auseinandersetzung auf mehreren Ebenen sichtbar: Die Natur ist einerseits als formgebendes Element in der Skulptur präsent, andererseits agiert sie als aktive Mitgestalterin des Werks. Blue Lumes tritt dafür in einen offenen Dialog mit seiner Umgebung. Seine Erscheinung ist nicht statisch, sondern Teil eines prozesshaften Austauschs mit der Natur, indem sich etwa Pflanzen, Insekten oder klimatische Einflüsse im Werk niederschlagen. Karner schafft den Rahmen, überlässt jedoch die weitere Entwicklung der Zeit, der Natur und dem Ort, an dem das Werk steht.

Karl Karner eröffnet in seinem Werk eine breite Diskussion über Objekte, Materialität und Raum. Partizipatorische Impulse durchziehen sein künstlerisches Schaffen. Nicht nur werden die Betrachtenden selbst oft zu Akteur*innen, sondern auch die Natur bekommt eine wesentliche Rolle in den skulpturalen Installationen. Die eigenwillige, amorphe Formensprache von Karners Skulpturen basiert auf konkreten Vorbildern aus der Tier- und Pflanzenwelt, wie Pilzen, Ästen, Baumrinde oder Weinbergschnecken, die der Künstler durch Abgüsse zu skulpturalen Wucherungen zusammenfügt. Seine Werke sind sich ständig verändernde Strukturen, die mit ihrer Umgebung kommunizieren – egal ob im Innen- oder Außenbereich. Sie reagieren auf Witterungseinflüsse und integrieren diese in ihren Ausdruck – etwa durch Wasserbecken, die sich über die Zeit zu Tümpeln entwickeln können. Diese organische Dynamik macht jede Installation einzigartig und lässt die Arbeiten im Dialog mit der Landschaft wachsen. Karners Skulpturen sind Einladungen, Räume neu zu denken – nicht als Territorien der Kontrolle, sondern als Plattformen für Begegnung und Austausch.

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Ugo Rondinone: Vienna Mountain
Ein Stapel bunt bemalter Felsblöcke steht im Park an der Alten Donau in Wien, vor der Kulisse der Natur. Ein lebendiges Totem verwandelt die Landschaft in einen Raum der kreativen Reflexion und des Staunens, der die Lücke zwischen dem Natürlichen und dem Künstlichen überbrückt.

Ugo Rondinone gilt als eine der wichtigsten Stimmen seiner Generation, ein Künstler, der eindringliche Meditationen über die Natur und die menschliche Existenz komponiert und zugleich eine organische Formensprache entwickelt, die unterschiedlichste skulpturale und malerische Traditionen miteinander verknüpft. Die Weite und Großzügigkeit seiner Sicht auf die menschliche Natur hat zu einer Vielzahl von zweidimensionalen und dreidimensionalen Objekten, Installationen, Videos und Performances geführt. Seine hybriden Formen, die sowohl auf alte als auch auf moderne kulturelle Quellen zurückgreifen, strahlen Pathos und Humor aus und gehen direkt zum Kern der drängendsten Fragen unserer Zeit, an der Schnittstelle von modernistischer Leistung und archaischem Ausdruck.

Ugo Rondinone wurde 1964 in Brunnen, Schweiz, geboren. Er studierte an der Universität für Angewandte Kunst in Wien, bevor er 1997 nach New York zog, wo er bis heute lebt und arbeitet. Seine Arbeiten waren Gegenstand jüngster institutioneller Ausstellungen im Belvedere, Wien (2021), Tamayo Museum, Mexiko-Stadt, Schirn Kunsthalle, Frankfurt, Petit Palais, Paris, Scuola Grande San Giovanni Evangelista di Venezia, Venedig (2022), Musée d’Art et d’Histoire, Genf, Storm King, New York, Städel Museum, Frankfurt (2023), Museum SAN, Wonju, Museum Würth 2 und Skulpturengarten, Künzelsau, Kunstmuseum Luzern, Schweiz, Aspen Art Museum, Colorado (2024), Arte Abierto, Mexiko (2025), Galleria d’Arte Moderna, Mailand (2025) und Pilane Heritage Museum, Schweden (2025). 2007 vertrat er die Schweiz auf der 52. Biennale in Venedig.

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André Heller: Die Wasserwächterin
Die Wasserwächterin, eine Skulptur von vier Metern Höhe mit einem über fünf Meter hohen Windrad in der Hand befindet sich direkt am Ufer der Alten Donau. Ihre Präsenz wird durch ein kunstvolles Wasserspiel und raffinierte Lichteffekte unterstrichen, wodurch sie sowohl vom Wasser aus als auch von der Parkseite in voller Schönheit erstrahlt.

André Heller, 1947 in Wien geboren, ist ein international erfolgreicher Multimedia–Künstler. Seine Verwirklichungen reichen von Gartenkunstwerken, Wunderkammern, literarischen Bestsellern, großen fliegenden und schwimmenden Skulpturen bis hin zum avantgardistischen Vergnügungspark Luna Luna. Neben der Regie von innovativen Shows, Theaterstücken, Zirkussen, Filmen und Operninszenierungen und einer vielfach ausgezeichneten Karriere als Sänger und Songwriter hat er auch Feuerspektakel, Labyrinthe und Museumsbauten realisiert. André Heller lebt in Wien, in Marrakech und auf Reisen.

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Era Tsao: Die Gestalt des Windes
Die Gestalt des Windes, der Auftrieb der Luft,
hilft einem Schmetterling, sorglos auf Strömungen zu treiben,
schwimmt wie ein Fisch durch die Weite.
Silber wiegt nichts, hoch in der Luft,
im Rhythmus fließen sie – drehen sich,
nicht um anzukommen, sondern um zu verweilen.
Ein Schimmer, eine Verschiebung, ein noch ungeformter Gedanke.
Wann begann es? Und wo wird es enden?
Weht der Wind zu dir, oder davon?
Wie lang ist ein Moment, der sich zum Tag wandelt?
Ein unsichtbares Meer, grenzenlos und frei.
Nicht für eine Bedeutung; einfach sein.
Entwirre das Gewebe und atme.

Era Tsao, geboren 1992 in Nanjing, China, studierte Landschaftsarchitektur an der Southeast University, bevor sie nach Deutschland zog, wo sie Meisterschülerin an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg wurde. Durch Installationen, Performances und Kollaborationen erforscht ihre Arbeit die Verbindungen zwischen Natur, Gesellschaft, Politik und Wahrnehmung. Era Tsaos künstlerische Reise umfasst unter anderem eine Outdoor-Installation beim 9. Internationalen Windkunstfestival (2018), ein Stipendium bei Hüttinger Interactive Exhibitions (2018/2019) sowie ein multimediales Werk für die Blaue Nacht (2019) in Nürnberg. 2021 markierte ihre Performance in der Kurt-Kurt-Galerie in Berlin einen neuen Schwerpunkt auf Erzählkunst.

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Elmgreen & Dragset: The Guardian
The Guardian von Elmgreen & Dragset (2023) zeigt eine männliche Bronzefigur, die auf einem erhöhten Rettungsschwimmersessel sitzt und ein Buch liest, zu ihren Füßen liegt ein Fernglas. Das Künstlerduo, bekannt für seine figurativen Skulpturen, stellt Alltagssituationen dar – oft mit einem überraschenden Twist, der vielfältige Interpretationen erlaubt. Mit dem wiederkehrenden Motiv des Rettungsschwimmers stellt The Guardian die Erwartungen auf den Kopf: Die Figur ist nach innen gewandt, vertieft sich in ihr Buch, anstatt ihre Umgebung zu beobachten, und verschiebt damit den Fokus von professioneller Wachsamkeit zu persönlicher Introspektion. Ob die Figur als Hüter des gedruckten Wortes oder als Rettungsschwimmer, der seinen Pflichten nicht nachkommt, verstanden wird, bleibt den Betrachtenden überlassen – ein Markenzeichen von Elmgreen & Dragset’s rätselhafter, multi-narrativer Kunstpraxis.

Elmgreen & Dragset (Michael Elmgreen, 1961, Kopenhagen, Dänemark; Ingar Dragset, 1969, Trondheim, Norwegen) beschäftigen sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit Fragen von Identität und Zugehörigkeit und untersuchen soziale, kulturelle sowie politische Strukturen. Ihr Interesse gilt dem Diskurs, der ermöglicht wird, wenn Objekte radikal re-kontextualisiert und traditionelle Wege der Kunstpräsentation infrage gestellt werden. Die beiden Künstler leben in Berlin und arbeiten seit 1995 als Künstlerduo zusammen. Sie haben zahlreiche Einzelausstellungen in renommierten Institutionen weltweit präsentiert, darunter die Kunsthalle Zürich (2001), Tate Modern, London (2004), Serpentine Gallery, London (2006), Museo de Arte Contemporáneo de Castilla y León, Spanien (2009), ZKM – Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe (2010), Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam (2011), Victoria and Albert Museum, London (2013–2014), Leeum, Samsung Museum of Art, Seoul (2015), UCCA Center for Contemporary Art, Peking (2016), Tel Aviv Museum of Art, Israel (2016), Whitechapel Gallery, London (2018–2019), Nasher Sculpture Center, Dallas, Texas (2019–2020), Fondazione Prada, Mailand (2022) und Centre Pompidou-Metz, Frankreich (2023–2024). 2009 vertraten sie sowohl den Nordischen als auch den Dänischen Pavillon auf der 53. Biennale von Venedig.

Besondere Aufmerksamkeit haben ihre großformatigen Installationen im öffentlichen Raum erregt, darunter Short Cut (2003), eine Installation mit einem Fiat Uno und einem Wohnwagen, die scheinbar aus dem Boden wachsen; Prada Marfa (2005), eine täuschend echte Nachbildung einer Prada-Boutique an der US Route 90 in Valentine, Texas; und Van Gogh’s Ear (2016), ein riesiges, vertikales Schwimmbecken vor dem Rockefeller Center in New York City. Ihre Werke sind Teil bedeutender öffentlicher Sammlungen weltweit, darunter das ARKEN Museum of Contemporary Art, Ishøj, Dänemark; Art Production Fund, New York; Columbus Museum of Art, Ohio; Museo Jumex, Mexiko-Stadt; Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin; Kistefos Museet, Jevnaker, Norwegen; Leeum, Samsung Museum of Art, Seoul; Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, Dänemark; Moderna Museet, Stockholm; Museum of Contemporary Art Chicago.

Monika GilSing: Windbilder
Im Kunstwerk Windbilder tanzen Fahnen im Rhythmus der Luft, ihre Farben und Formen erzählen flüsternd von der unsichtbaren Kraft des Windes – lebendige Skulpturen, die den Atem der Natur einfangen und wie tibetische Gebetsfahnen ihre Energie an den Wind übertragen.

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Edgar Tezak: Die Geschichtenerzählerin
„Gebt mir eine schneeweiße Taube und ich glaube an Frieden, an ein Miteinander, an Mensch, Katz und Maus, an Gott, Götter, gestern, heute und morgen. Bleiben die Tauben aber schwarz wie auf meinem Bild, dann werde ich auf ihre Flügel goldene Sterne malen, werde sie auch auf ihre Brust, ihren Rücken, die Schwanzfedern und auf die Erinnerung malen. Werde den Lorbeerzweig der Taube abnehmen und werde dem Sohn und der Tochter den Zweig in den Mund geben. Sollen sie doch die Verantwortung für Frieden auf dieser meiner Welt übernehmen. Bin kein blinder König, der Angst um sein Reich hat. Bin ein Künstler und zaubere mit den Pinselspitzen Sehnsucht, Hoffnung und Achtsamkeit auf Flächen, stell sie in Zimmer, in den Flur, aufs Grundstück oder in den Park. Rufe die Enten, die Gänse, den Akrobaten, Rehe, das Stricken und das Meer als Zeugen in den Gerichtssaal, lasse es donnern und blitzen und die Malerei ist fertig.“ (Edgar Tezak über Die Geschichtenerzählerin)

Edgar Tezak ist ein österreichischer Maler und Grafiker. Er studierte an der Akademie für bildende Künste Wien bei Rudolf Hausner und arbeitete als Lehrbeauftragter an der Universität für angewandte Kunst Wien. Seit 1970 nahm er wiederholt an Ausstellungen teil. Langjährige Auslandsaufenthalte in Pondicherry/Indien, von 1979 bis 1994 in New York. 1990 bis 1991 entstand in Indien gemeinsam mit André Heller das von Werner Herzog verfilmte Projekt Jag Mandir – Das exzentrische Privattheater des Maharadscha von Udaipur. Rezente Ausstellungen: 2019 Galerie Marenzi „Altes Kino“: Wir kommen, wir sind, wir gehen; 2022 Tresor, Bank Austria Kunstforum: Projekt to Infinity; 2023 Raum für Kunst im Lindenhof: Mit der Maus an der Leine; 2024 Galerie Schloss Porcia: Das Dach der Welt.

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Bank Austria Park: Natur- und Kunstoase an der Alten Donau
Zwischen Wiesen, Bäumen und der Alten Donau lädt der Bank Austria Park auf 28.000 m² dazu ein, 14 zeitgenössische Kunstwerke internationaler Künstler*innen zu entdecken. Faszinierende Skulpturen, klingende Windobjekte und kunstvoll gestaltete Sitzplätze machen den Spaziergang durch den Landschaftspark zu einem besonderen Erlebnis für alle Sinne.

Insgesamt wurden 150 neue Bäume gepflanzt, darunter Orientalische Platanen, Flatterulmen und Schwarzpappeln. Hinzu kommen 3.000 m², die mit Stauden und Sträuchern wie Hain-Salbei, Katzenminze, Kaukasus-Vergissmeinnicht gestaltet wurden. Auch für kleine Besucher*innen bietet der Park viel Platz zum Spielen – mit einer neuen Sandspielanlage und Kletterwelt auf rund 400 m².

 Bank Austria Park in Wien, April 2026



Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag, kann sich gerne dieses Video antun: