Kahlenberg

in Wien, April 2026

Der Kahlenberg ist ein 484 m ü. A. hoher Berg im 19. Wiener Gemeindebezirk (Döbling) an der Grenze zu Klosterneuburg und der bekannteste Aussichtspunkt auf Wien. Bei der zweiten Türkenbelagerung 1683 wurde die Stadt von hier aus vom Entsatzheer unter dem polnischen König Jan III. Sobieski befreit, woran die Josefskirche erinnert.

Josefskirche – St. Josef auf dem Kahlenberg - oftmals auch Kahlenbergerkirche genannt ist am Besuchstag leider komplette Baustelle und und defacto nicht besuchbar. Schade.

 Kahlenberg in Wien, April 2026

Eine Gedenktafel über dem Hauptportal der St. Josefskirche am Kahlenberg erinnert an die Befehlshaber des christlichen Entsatzheeres von 1683. Die von der Stadt Wien gestiftete Tafel wurde am 11. September 1883 im Rahmen einer Gedenkfeier feierlich enthüllt. Es handelt sich dabei um eines der ältesten, von der liberalen Stadtverwaltung initiierten und noch erhaltenen Denkmäler Wiens. Die Gedenktafel samt Inschrift wurde vom Hof-Steinmetzmeister Eduard Hauser aus Willersdorfer Stein angefertigt. Die Tafel wurde im Stil der Neorenaissance ausgeführt. Oberhalb ist das Wappen der Stadt Wien angebracht.

Von diesen Anhöhen zogen am Morgen des 12. September 1683
Johann III. Sobieski König v. Polen
der kaiserliche General-Lieutenant Herzog Carl V. v. Lothringen
die Churfürsten Johann Georg III. v. Sachsen und Max Emanuel v. Bayern Fürst Georg Friedrich v. Waldeck die Markgrafen Hermann und Ludwig Wilhelm v. Baden und andere Heerführer mit den Truppen des
KAISERS LEOPOLD I.
sowie mit deutschen und polnischen Hilfsvölkern in den Kampf zur Befreiung der von der türkischen Kriegsmacht durch ein und sechzigtagige Belagerung schwer bedrängten
STADT WIEN.
In dankbarer Erinnerung an den ruhmvollen Sieg des Entsatzheeres die Stadt Wien: 12. September 1883

 Kahlenberg in Wien, April 2026

Hl. Leopold-Statue und Hl. Josef-Statue in der Kirchennische von St. Josef auf dem Kahlenberg

 Kahlenberg in Wien, April 2026 Kahlenberg in Wien, April 2026

1628 schenkte Ferdinand II. dem Kamaldulenserorden ein Grünstück auf dem Josefsberg (auch Josephsberg, heute Kahlenberg), voraufhind diese dort ihre Niederlassung, die Kamendulenser-Eremitage, gründeten. Elf Jahre später war der Bau größtenteils beendet, bis 1683 aber immer noch nicht fertig. In diesem Jahr erhielt die Josefskirche schwere Brandschäden durch die Zweite Türkenbelagerung. Bei dieser Belagerung wurde die Stadt von hier aus vom Entsatzheer befreit, woran die Kirche im Eingangsbereich der Kirche auch heute noch erinnert.

Der komplette Neubau der Josefskirche wurde erst 1750 vollendet. 1783 wurde sie an Leopold Kriegl verkauft und zwei Jahre später geweiht. 1847 war die Josefskirche bereits weitgehend verfallen, nachdem sie, aufgrund Kriegl Zahlungsunfähigkeit, an Klosterneuburg verkauft worden war. 1852 erwarb Johann Finsterle, ein Wiener Schlossermeister die Kirche, ließ sie wiederherstellen und erneut weihen. Seit 1906 gehört das Gotteshaus den Resurrektionisten, die es mit hohen Kosten renovierten.

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Gedenktafeln für Jan III. Sobieski und Papst Johannes Paul II. an der Westwand der Josefskirche

JAN III. SOBIESKI - KÖNIG VON POLEN
DEM OBERBEFEHISHABER DER VERBÜNDETEN HEERE ZUM 300. JAHRESTAG DES ENTSATZES VON WIEN ZUR RETTUNG DER CHRISTENHEIT DIE DANKBAREN LANDSLEUTE MIT DER KONGREGATION DER RESURREKTIONISTEN

PAPST JOHANNES PAUL II.
HAI AM 15.09.1993 DIESE KIRCHE BESUCHT.
IM BEISEIN VON KIRCHLICHEN UND STAATLICHEN VERTRETERN ÖSTERREICHS UND POLENS WEIHTE ER DIE KAPELLE DER MUTTER GOTTES VON CZESTOCHOWA UND HIELT EINE ANSPRACHE

 Kahlenberg in Wien, April 2026 Kahlenberg in Wien, April 2026

Denkmal Relief für Entsatzheer 1683 (Schlacht am Kahlenberg)
Von hier aus stiegen in der Nacht vom 7. auf den 8. September 1683 (die türkische Belagerung unter Großwesir Kara Mustafa dauerte nun schon 56 Tage) Leuchtraketen auf und signalisierten den Wienern das Nahen des 75.000 Mann starken Entsatzheeres.
Die Schlacht am Kahlenberg entschieden die polnischen Panzerreiter des Königs Jan Sobieski und verhinderten zum zweiten Mal die Türkische Besetzung Wiens, die 154 Jahre zuvor unter Sultan Süleyman I. 1529 schon einmal gescheitet war.

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Nach jahrelangen Kontroversen und Verzögerungen hat die Stadt Wien nun einen Schlussstrich gezogen: Der polnische König Johann III. Sobieski bekommt keine riesige Reiterstatue auf dem Kahlenberg. Man will keine Bühne für "ausländerfeindliche Hetze oder islamfeindliche oder antitürkische Ressentiments" errichten.

Der Sockel für das Denkmal wurde im Jahr 2013 gelegt, fünf Jahre später scheiterte jedoch die Aufstellung der bereits fertigen Reiterstatue am Nein der Denkmalkommission im Wiener Rathaus. Die acht Meter lange und drei Tonnen schwere Statue bietet nämlich möglicherweise eine "Angriffsfläche für Kontroversen", war damals zu vernehmen. Schließlich ist der Sockel für das geplante Denkmal im Jahr 2018 zum Denkmal für Sobieski geworden. Er bekam eine für Frieden und Völkerverständigung betonende Inschrift in deutscher, englischer und polnischer Sprache. Grund für die Ablehnung der Erweiterung des Denkmals war die Sorge vor einer Zunahme rechtsextremer Aufmärsche rund um den Gedenktag am 12. September. Dabei wurde die Entsatzschlacht 1683 zum Krieg zwischen christlicher und muslimischer Zivilisation verklärt, statt den wissenschaftlichen Fakten folgend anzuerkennen, dass hier zwei starke europäische Mächte um Herrschaft und Einfluss kämpften.

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Gedenktafeln für Jan III. Sobieski

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Kaiserin-Elisabeth-Ruhe, leicht halbkreisförmige Steinbank, die sich über fünf Stufen erhebt, seitlich durch einen Pfeiler abgeschlossen und in ihrer Mitte eine metallene Profilbüste der Kaiserin und die Inschrift „Kaiserin Elisabeth-Ruhe" trägt, errichtet nach einem (Jugendstildekor aufweisenden) Entwurf von Oskar Felgel Ritter von Farnholz (enthüllt 13. Oktober 1904). Das an den Kopf von Hellmers Kaiserin-Elisabeth-Denkmal in Salzburg (1900/1901) erinnernde idealisierende Bildnisrelief fertigte Rudolf Bachmann, die bildhauerischen Arbeiten stammen vom Steinmetz Eduard Hauser. Die Idee der Synthese eines altarartigen Denkmalreliefs und einer Bank wurde von Max Hegele bei der Leschetitzkybank aufgegriffen.

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Kronprinzessin-Stefanie-Warte
Die Stephaniewarte (auch Stefaniewarte) ist ein 1887 errichteter Aussichtsturm am Gipfel des 484 m hohen Kahlenberges im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling. Der Aussichtsturm wurde 1887 nach der Stifterin Kronprinzessin Stephanie, Gemahlin von Kronprinz Rudolf, benannt. Der rechteckige Turm mit einer Höhe von 22 Metern hat eine Basisfläche von etwa 35 m². Die Aussichtsplattform hat eine Fläche von etwa 60 m² und ist mit einer Holzbrüstung umgeben. Die Warte wird von den Döblinger Naturfreunden betreut und kann in den Monaten Mai bis Oktober an Samstagen, Sonn- und Feiertagen jeweils ab mittags bestiegen werden.

Seit 1953 wird hier regelmäßig Rundfunk übertragen, seit 1956 befindet sich gleich neben der Warte der Mast des Senders Kahlenberg. Der Sender Kahlenberg ist ein Grundnetzsender der ORS GmbH auf dem Kahlenberg in Wien-Döbling. Der interne Name des Senders lautet: WIEN1. Dieser Sender versorgt hauptsächlich Wien, Teile von Niederösterreich und das Nordburgenland. Er ist aber auch in vielen Teilen Oberösterreichs, der Steiermark, Tschechiens, der Slowakei, Ungarns und in südlichen Teilen Polens zu empfangen.

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Stephaniewarte (auch Stefaniewarte), ein 22 Meter hoher steinerner Aussichtsturm auf dem Gipfel des Kahlenbergs (484 Meter Seehöhe), errichtet 1887 nach Plänen von Ferdinand Fellner und Hermann Helmer durch die Kahlenberg-Eisenbahn-Gesellschaft, benannt nach Kronprinzessin Stephanie. Die Warte wird derzeit (1996) vom Touristenverein "Die Naturfreunde" betreut und ist von Mai bis Oktober an Samstagen (12-18 Uhr) sowie an Sonn- und Feiertagen (9-18 Uhr) zugänglich. Seit 1974 erhebt sich in unmittelbarer Nachbarschaft ein 165 Meter hoher stählerner Fernsehturm.

Inschrift „Kronprinzessin Stefanie-Warte 1887“

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Figurenbildstock hl. Johannes Nepomuk
Johannes Nepomuk (tschechisch Jan Nepomucký) war ein böhmischer Priester und Märtyrer. Er wurde 1729 von Papst Benedikt XIII. heiliggesprochen.

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Franz Grillparzer, der trotz einiger Widrigkeiten im Vormärz, wie etwa der damaligen Zensur, nicht fortging und über seine Heimat etwa im Mai 1844 folgendes vielzitierte Epigramm schrieb, das in einem eigenhändigen Manuskript erhalten ist und postum veröffentlicht wurde:

Hast du vom Kahlenberg das Land dir rings besehen
Dann wirst du was ich schrieb und was ich bin verstehen

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Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag, kann sich gerne dieses Video antun: