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Der Kahlenberg ist ein 484 m ü. A. hoher Berg im 19.
Wiener Gemeindebezirk (Döbling) an der Grenze zu Klosterneuburg und der
bekannteste Aussichtspunkt auf Wien. Bei der zweiten Türkenbelagerung
1683 wurde die Stadt von hier aus vom Entsatzheer unter dem polnischen
König Jan III. Sobieski befreit, woran die Josefskirche erinnert.
Josefskirche – St. Josef auf dem Kahlenberg - oftmals auch
Kahlenbergerkirche genannt ist am Besuchstag leider komplette Baustelle
und und defacto nicht besuchbar. Schade.

Eine Gedenktafel über dem Hauptportal der St. Josefskirche am
Kahlenberg erinnert an die Befehlshaber des christlichen Entsatzheeres
von 1683. Die von der Stadt Wien gestiftete Tafel wurde am 11.
September 1883 im Rahmen einer Gedenkfeier feierlich enthüllt. Es
handelt sich dabei um eines der ältesten, von der liberalen
Stadtverwaltung initiierten und noch erhaltenen Denkmäler Wiens. Die
Gedenktafel samt Inschrift wurde vom Hof-Steinmetzmeister Eduard Hauser
aus Willersdorfer Stein angefertigt. Die Tafel wurde im Stil der
Neorenaissance ausgeführt. Oberhalb ist das Wappen der Stadt Wien
angebracht.
Von diesen Anhöhen zogen am Morgen des 12. September 1683
Johann III. Sobieski König v. Polen
der kaiserliche General-Lieutenant Herzog Carl V. v. Lothringen
die Churfürsten Johann Georg III. v.
Sachsen und Max Emanuel v. Bayern Fürst Georg Friedrich v. Waldeck die
Markgrafen Hermann und Ludwig Wilhelm v. Baden und andere Heerführer
mit den Truppen des
KAISERS LEOPOLD I.
sowie mit deutschen und polnischen
Hilfsvölkern in den Kampf zur Befreiung der von der türkischen
Kriegsmacht durch ein und sechzigtagige Belagerung schwer bedrängten
STADT WIEN.
In dankbarer Erinnerung an den ruhmvollen Sieg des Entsatzheeres die Stadt Wien: 12. September 1883

Hl. Leopold-Statue und Hl. Josef-Statue in der Kirchennische von St. Josef auf dem Kahlenberg

1628 schenkte Ferdinand II. dem Kamaldulenserorden ein Grünstück auf
dem Josefsberg (auch Josephsberg, heute Kahlenberg), voraufhind diese
dort ihre Niederlassung, die Kamendulenser-Eremitage, gründeten. Elf
Jahre später war der Bau größtenteils beendet, bis 1683 aber immer noch
nicht fertig. In diesem Jahr erhielt die Josefskirche schwere
Brandschäden durch die Zweite Türkenbelagerung. Bei dieser Belagerung
wurde die Stadt von hier aus vom Entsatzheer befreit, woran die Kirche
im Eingangsbereich der Kirche auch heute noch erinnert.
Der komplette Neubau der Josefskirche wurde erst 1750 vollendet. 1783
wurde sie an Leopold Kriegl verkauft und zwei Jahre später geweiht.
1847 war die Josefskirche bereits weitgehend verfallen, nachdem sie,
aufgrund Kriegl Zahlungsunfähigkeit, an Klosterneuburg verkauft worden
war. 1852 erwarb Johann Finsterle, ein Wiener Schlossermeister die
Kirche, ließ sie wiederherstellen und erneut weihen. Seit 1906 gehört
das Gotteshaus den Resurrektionisten, die es mit hohen Kosten
renovierten.

Gedenktafeln für Jan III. Sobieski und Papst Johannes Paul II. an der Westwand der Josefskirche
JAN III. SOBIESKI - KÖNIG VON POLEN
DEM OBERBEFEHISHABER DER VERBÜNDETEN HEERE ZUM 300. JAHRESTAG DES
ENTSATZES VON WIEN ZUR RETTUNG DER CHRISTENHEIT DIE DANKBAREN
LANDSLEUTE MIT DER KONGREGATION DER RESURREKTIONISTEN
PAPST JOHANNES PAUL II.
HAI AM 15.09.1993 DIESE KIRCHE BESUCHT.
IM BEISEIN VON KIRCHLICHEN UND STAATLICHEN VERTRETERN ÖSTERREICHS UND
POLENS WEIHTE ER DIE KAPELLE DER MUTTER GOTTES VON CZESTOCHOWA UND
HIELT EINE ANSPRACHE

Denkmal Relief für Entsatzheer 1683 (Schlacht am Kahlenberg)
Von hier aus stiegen in der Nacht vom 7. auf den 8. September 1683 (die
türkische Belagerung unter Großwesir Kara Mustafa dauerte nun schon 56
Tage) Leuchtraketen auf und signalisierten den Wienern das Nahen des
75.000 Mann starken Entsatzheeres.
Die Schlacht am Kahlenberg entschieden die polnischen Panzerreiter des
Königs Jan Sobieski und verhinderten zum zweiten Mal die Türkische
Besetzung Wiens, die 154 Jahre zuvor unter Sultan Süleyman I. 1529
schon einmal gescheitet war.

Nach jahrelangen Kontroversen und Verzögerungen hat die Stadt Wien nun
einen Schlussstrich gezogen: Der polnische König Johann III. Sobieski
bekommt keine riesige Reiterstatue auf dem Kahlenberg. Man will keine
Bühne für "ausländerfeindliche Hetze oder islamfeindliche oder
antitürkische Ressentiments" errichten.
Der Sockel für das Denkmal wurde im Jahr 2013 gelegt, fünf Jahre später
scheiterte jedoch die Aufstellung der bereits fertigen Reiterstatue am
Nein der Denkmalkommission im Wiener Rathaus. Die acht Meter lange und
drei Tonnen schwere Statue bietet nämlich möglicherweise eine
"Angriffsfläche für Kontroversen", war damals zu vernehmen. Schließlich
ist der Sockel für das geplante Denkmal im Jahr 2018 zum Denkmal für
Sobieski geworden. Er bekam eine für Frieden und Völkerverständigung
betonende Inschrift in deutscher, englischer und polnischer Sprache.
Grund für die Ablehnung der Erweiterung des Denkmals war die Sorge vor
einer Zunahme rechtsextremer Aufmärsche rund um den Gedenktag am 12.
September. Dabei wurde die Entsatzschlacht 1683 zum Krieg zwischen
christlicher und muslimischer Zivilisation verklärt, statt den
wissenschaftlichen Fakten folgend anzuerkennen, dass hier zwei starke
europäische Mächte um Herrschaft und Einfluss kämpften.

Gedenktafeln für Jan III. Sobieski

Kaiserin-Elisabeth-Ruhe, leicht
halbkreisförmige Steinbank, die sich über fünf Stufen erhebt, seitlich
durch einen Pfeiler abgeschlossen und in ihrer Mitte eine metallene
Profilbüste der Kaiserin und die Inschrift „Kaiserin Elisabeth-Ruhe"
trägt, errichtet nach einem (Jugendstildekor aufweisenden) Entwurf von
Oskar Felgel Ritter von Farnholz (enthüllt 13. Oktober 1904). Das an
den Kopf von Hellmers Kaiserin-Elisabeth-Denkmal in Salzburg
(1900/1901) erinnernde idealisierende Bildnisrelief fertigte Rudolf
Bachmann, die bildhauerischen Arbeiten stammen vom Steinmetz Eduard
Hauser. Die Idee der Synthese eines altarartigen Denkmalreliefs und
einer Bank wurde von Max Hegele bei der Leschetitzkybank aufgegriffen.

Kronprinzessin-Stefanie-Warte
Die Stephaniewarte (auch Stefaniewarte) ist ein 1887 errichteter
Aussichtsturm am Gipfel des 484 m hohen Kahlenberges im 19. Wiener
Gemeindebezirk Döbling. Der Aussichtsturm wurde 1887 nach der Stifterin
Kronprinzessin Stephanie, Gemahlin von Kronprinz Rudolf, benannt. Der
rechteckige Turm mit einer Höhe von 22 Metern hat eine Basisfläche von
etwa 35 m². Die Aussichtsplattform hat eine Fläche von etwa 60 m² und
ist mit einer Holzbrüstung umgeben. Die Warte wird von den Döblinger
Naturfreunden betreut und kann in den Monaten Mai bis Oktober an
Samstagen, Sonn- und Feiertagen jeweils ab mittags bestiegen werden.
Seit 1953 wird hier regelmäßig Rundfunk übertragen, seit 1956 befindet
sich gleich neben der Warte der Mast des Senders Kahlenberg. Der Sender Kahlenberg
ist ein Grundnetzsender der ORS GmbH auf dem Kahlenberg in
Wien-Döbling. Der interne Name des Senders lautet: WIEN1. Dieser Sender
versorgt hauptsächlich Wien, Teile von Niederösterreich und das
Nordburgenland. Er ist aber auch in vielen Teilen Oberösterreichs, der
Steiermark, Tschechiens, der Slowakei, Ungarns und in südlichen Teilen
Polens zu empfangen.

Stephaniewarte (auch Stefaniewarte), ein 22 Meter hoher steinerner
Aussichtsturm auf dem Gipfel des Kahlenbergs (484 Meter Seehöhe),
errichtet 1887 nach Plänen von Ferdinand Fellner und Hermann Helmer
durch die Kahlenberg-Eisenbahn-Gesellschaft, benannt nach
Kronprinzessin Stephanie. Die Warte wird derzeit (1996) vom
Touristenverein "Die Naturfreunde" betreut und ist von Mai bis Oktober
an Samstagen (12-18 Uhr) sowie an Sonn- und Feiertagen (9-18 Uhr)
zugänglich. Seit 1974 erhebt sich in unmittelbarer Nachbarschaft ein
165 Meter hoher stählerner Fernsehturm.
Inschrift „Kronprinzessin Stefanie-Warte 1887“

Figurenbildstock hl. Johannes Nepomuk
Johannes Nepomuk (tschechisch Jan Nepomucký) war ein böhmischer
Priester und Märtyrer. Er wurde 1729 von Papst Benedikt XIII.
heiliggesprochen.

Franz Grillparzer, der trotz einiger Widrigkeiten im Vormärz, wie etwa
der damaligen Zensur, nicht fortging und über seine Heimat etwa im Mai
1844 folgendes vielzitierte Epigramm schrieb, das in einem
eigenhändigen Manuskript erhalten ist und postum veröffentlicht wurde:
Hast du vom Kahlenberg das Land dir rings besehen
Dann wirst du was ich schrieb und was ich bin verstehen

Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag,
kann sich gerne dieses Video antun: