Setagayapark

in Wien, April 2026

Der Setagayapark, auch Japanischer Garten Döbling genannt, wurde in den Jahren 1990 bis 1992 nach Plänen des japanischen Gartengestalters Ken Nakajima (1914–2000) im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling angelegt.

Stein Furomon neben dem Eingang: Direkt neben dem Haupteingang befindet sich ein Steinmonument mit der Inschrift Furō-mon 不老門 (dt.: Tor zur ewigen Jugend, d. h. zum Paradies). Der Stein ist ein Zeichen zum Eintritt in das Paradies. Man soll die Hektik des Alltags vergessen und sich an einem Ort der Schönheit und Ruhe erholen. Der danach ansteigende Pfad symbolisiert den Lebensweg mit jedem Schritt. Über die Brücken kommt man dem Paradies, die durch die Himmelslaube dargestellt wird, näher.

 Setagayapark in Wien, April 2026

Zwischen Döbling und Setagaya, einem Stadtteil von Tokio, bestand bereits seit 1984/85 ein Freundschafts- und Kulturabkommen, woraus die Idee entstand, in Döbling einen Japanischen Garten zu errichten. Anderen Quellen zufolge entstand der Park auch anlässlich des 120-jährigen Bestands des 1869 geschlossenen Österreichisch-Japanischen Freundschaftsvertrags mit Unterstützung von Tokio-Setagaya, des Schwesterbezirks von Döbling.

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Der nach Plänen des japanischen Gartengestalters Ken Nakajima von 1990 bis 1992 angelegte Park wurde im Mai 1992 feierlich eröffnet. Er symbolisiert eine japanische Landschaft und verfügt über eine Quelle, einen Wasserfall, einen Teich sowie für japanische Gärten typische Steine und Pflanzen. Um den hier vorhandenen Baumbestand zu erhalten und aufgrund der Neigung des Geländes wurde der Parkeingang in der südwestlichen Ecke angelegt. Von dort kann über einige Stufen das Bambustor erreicht werden, das im Tokusabari-Stil gehalten und dem Garten der Shugakuin-Villa am Fuße des Berges Hiei am Nordrand von Kyōto nachempfunden ist.

 Setagayapark in Wien, April 2026

 Setagayapark in Wien, April 2026

Über den gesamten Park verbreitet finden sich auch weitere japanische Steinskulpturen, wie eine Steinstupa, eine Steinlaterne oder die Skulptur einer Steinpagode.

 Setagayapark in Wien, April 2026

 Setagayapark in Wien, April 2026

 Setagayapark in Wien, April 2026

Die Flora im Park ist eine Mischung aus traditionell japanischen Pflanzen (Magnolie, Blütenkirschbäume oder Bambus) und in Österreich heimischen Pflanzen und Gehölzarten, die oftmals einen japanischen Charakter wiedergeben sollen. Das Wasser, das aus einer Quelle am oberen Ende des Parks kommt, fließt unter einer nur wenige Meter langen gewölbten Holzbrücke über eine Reihe von Wasserfällen (Kaskaden) in den Seerosenteich, in dem neben Fischen auch Schildkröten, Frösche oder Enten anzutreffen sind.

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Direkt beim Teich befindet sich auch ein Teehaus, in dem wenige Male im Jahr traditionelle Teezeremonien abgehalten werden, das jedoch die meiste Zeit leer steht. Etwas weiter nördlich der ersten zentral gelegenen Brücke befindet sich zudem noch eine weitere wenige Meter lange Holzbrücke mit höherem Geländer.

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Im 19. Bezirk wurde 1992 nach den Plänen des japanischen Gartengestalters Ken Nakajima der Setagayapark angelegt. Die 4.000 m² große Anlage geht auf die Städte-Partnerschaft des Wiener Bezirks Döbling mit dem Tokioter Stadtbezirk Setagaya zurück. Hier findet man im fernöstlichen Ambiente Entspannung und kann den Alltagsstress einfach vergessen.

 Setagayapark in Wien, April 2026

Der Park ist durchzogen von typischen japanischen Pflanzen, einem Teich, einem Wasserfall und einer Quelle. Das Bambus-Tor im Tokusabari-Stil erreicht man nach einigen Stufen.

 Setagayapark in Wien, April 2026

Die gewundenen und unebenen Wege sollen die Besucher immer ihre eigene Wahrnehmung bewusst machen. Denn in der japanischen Philosophie gibt es gerade Wege nur, um den Blick in einen bestimmte Richtung zu lenken.

 Setagayapark in Wien, April 2026

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Wem der viele Text zu lange war und lieber Bewegtbilder mit Musik mag, kann sich gerne dieses Video antun: